Mittwoch, 30. April 2008

Burma, Tibet und die Olympischen Spiele - Schluss mit der Heuchelei

Gerade wegen der Olympischen Spiele in Peking verschlechtert sich die Menschenrechtssituation in China

Fackellauf der Schande

Burma, Tibet, Katastrophen und die Olympischen Spiele - Schluss mit der Heuchelei

Gerade wegen der Olympischen Spiele in Peking verschlechtert sich die Menschenrechtssituation in China


jonas m. lanter

Der Welt drohen Hunger, Armut, Massensterben und Kriege.Katastrophen von "unbekanntem Ausmass" infolge der weltweiten Lebensmittelknappheit. Spekulationen und Anbau von Lebensmitteln für "Bio"-Treibstoff vorab in China, Indien und den Vereinigten Staaten.

Dies sagt nicht irgendwelche Organisation, sondern der UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, Jean Ziegler. Wollen die UN, die Weltbank und die Politiker glaubhaft bleiben, muss gehandelt werden!

Gerade durch die Olympischen Spiele in Peking werden geringste Fortschritte in der Frage der Menschenrechte in China zunichte gemacht. China hat sich wenige Monate zuvor noch zur Verbesserung der Lage der Menschenrechte im Lande zumindest teilweise geöffnet.
Seitdem aber die Olympischen Spiele nun stattfinden und die Welt gebannt nach Burma, in den Tibet und nach China schauen, verschlimmert sich die Situation für die Menschen je näher der Termin zur Eröffnung rückt.
Dies zeigt eindeutig, dass die Weltengemeinschaft nun handeln soll und muss. Denn sonst haben es der Westen und die UN verspielt, überhaupt noch glaubhaft zu scheinen, die Menschenrechte Chinas stärken zu wollen.

Wir fordern ein Ende dieser "Heuchel"-Politik in dieser schwierigen, unsicheren und chaotischen Zeit. Da China neben anderen am meisten den Hungertod und Kriege um Ressourcen durch weltweiten Aufkauf von Weizen und anderen Grundnahrungsmitteln beschleunigt, sind mittlerweile bereits in 44 Ländern kriegsähnliche Zustände zu beklagen. Sollten wir nicht sofort handeln, werden Millionen von Opfern, Kriege und eine rapide Verschlechterung des Lebensstandards auch bei uns zu beklagen sein.

Haben wir aus der Untätigkeit am Genozid in Ruanda, dem Kongo und anderen Ländern nichts gelernt?

Ein Stealth - Bomber der amerikanischen Streitkräfte kostet das Dreifache der am dringendsten benötigten Mittel zur Tilgung des weltweiten Hungerns. Das Problem zur Geldbeschaffung klingt hier wie blanker Hohn!
Wie lange wollen wir noch zusehen, wie sich die meisten Parteibonzen beklatschen und ihre Macht missbrauchen? Genug ist genug. Jetzt ist die UN gefordert. Versagt sie, sind auch wir gescheitert.
Wie der Generalsekretär der UN sagte, stehen wir vor einem noch nie dagewesenen Desaster. In dieser Hinsicht muss schleunigst gehandelt werden.Wir fordern ein Boykott der Eröffnungsfeier. Wir können China nicht alles 'durchgehen' lassen!


Taten müssen folgen! Auch wenn China einer der mächtigsten Handelspartner ist.

30. April 2008

Freitag, 25. April 2008

Burma: Auch Söldner kämpfen gegen die Junta

Söldnern kämpfen gegen burmesische Truppen. Aber auch die Junta bemächtigt sich westlicher Legionäre

Bilder von Fremdenlegionären, die gegen die Soldaten des 'State Peace and Development Councils' des Diktators Than Shwe kämpfen. Zu seinem Schutz muss der Söldner unerkannt bleiben. Dieser Engländer ist ein ehemaliger französischer Fremdenlegionär. Vorab in den ehemals französischen Kolonien in Afrika tötete er seit jungen Jahren. Eine Ausbildung in unserem Sinne hat er nicht.

Kinder kämpfen immer noch bei der Junta und bei verschiedenen Gruppierungen, welche die Machthaber bekämpfen. Der Chairman des 'Ethnic National Councils', Saw Ba Thin Sein, hat das UN-Agreement zum Schutze der Kinder erst ratifiziert. Trotzdem kämpfen auch weiterhin Kindern unter ihnen.
Um diese Komplexität verstehen zu können, sollte Mann / Frau mein Interview - Beitrag vom 22. Dezember 2007 mit dem Leader lesen. Da Ba Thin bewaffnete Bodyguards benötigt, ist dies eines seiner seltenen Exklusiv-Interviews. Ich konnte dieses Interview an der Grenze Thailand / Burma führen, weil wir uns seit 14 Jahren auch privat schätzen. Damit ihr einen korrekten Einblick zu der Kindersoldatenthematik bei den burmesischen Völkern verstehen könnt, muss man wissen, dass in einigen Staaten sprich 'Sonderregionen' das Erwachsenenalter bei zwölf, vierzehn oder auch 18 Jahren liegt. Deren Eltern wurden vielfach von Regierungstruppen ermordet, die Dörfer gebrandschatzt und Frauen vergewaltigt. Diese Kinder konnten fliehen oder waren ausserhalb der Siedlung als die Soldaten kamen.


jonas m. lanter

Siehe Interview im Beitrag vom 22. Dezember 2007 mit Saw Ba Thin Sein, welcher als oberster Chief sprich Chairman die grossen Ethnien Burmas vertritt! Nobelpreisträger und Ex-Präsident der Vereinigten Staaten, Jimmy Carter, unterstützt auch den Ethnic National Council und ist ein bekannter von Ba Thin (Abbildung Beitrag 22.12.2007)

Update folgt!

Freitag 25. April 2008

Donnerstag, 17. April 2008

Burma muss im Fokus der Weltpresse bleiben

Burma muss im Fokus der Weltpresse bleiben;
UN-Vetorechte müssen fallen

jonas m lanter

Wir wollen, dass in Burma die Menschen frei werden. Wir wollen, dass Tibet sich seiner Besatzungsmacht China entledigen kann und der Dalai Lama aus dem Exil in seine Heimat zurückkehrt.
Um dieses Ziel erreichen zu können muss auf China massiv mehr Druck gesetzt werden. Geschieht dies nicht vor Beginn der Olympiade, so fällt eine zeitlich begrenzte, aber historische einmalige Chance.

Eine solche Gelegenheit verstreichen zu lassen gleicht der Billigung der Grossmacht China auch weiterhin die Menschenrechte mit Füssen zu treten. Die sogenannten Vetorechte im UN-Sicherheitsrat müssen fallen. So lange im obersten Gremium der Weltengemeinschaft dieses Recht für einige wenige existiert, kann keine Einigung erzielt werden.

Die Vetomächte China, Russland, Grossbritannien, die USA und Frankreich werden sich auch in Zukunft gegenseitig blockieren. Die übrigen Staaten werden zum Spielball dieser Mächtigen. Überwachung jedes Einzelnen schafft Misstrauen untereinander und zeigt, dass diese Vetorechte eine Zweiklassengemeinschaft fördert statt unterbindet. Da die UNO zur Friedensförderung und Sicherung gegründet wurde, darf keinem Staat ein solches Recht zugestanden werden. Auch wenn vorab die Vereinigten Staaten, China und Russland sonst ihren finanziellen Beitrag an die UNO zusammenstreichen ist dies moralisch nicht vertretbar. So werden andere UNO-Mitglieder teilweise unter enormen Druck gesetzt. Die Mehrheit der Mitglieder der Vereinten Nationen müssen unter Zwang leben und handeln oder sich einem dieser Vetostaaten anschliessen.

Wer schweigt und in der Lage wäre Menschenrechte zu verbessern, Versklavung zu verhindern und Unterdrückung zu unterbinden macht sich mitschuldig. Mitschuldig an Mord, Folter und Totschlag durch deren Untätigkeit sprich Unfähigkeit zum Handeln.

Wer denken und sehen kann, kann auch handeln und verändern. Wir müssen lernen, dass nicht Geld der Massstab aller Dinge ist. Auch mit Ressourcen und der Unterstützung ausgebeuteter, kriegführender Länder wie dem Kongo, Sudan und vielen anderen müssen unter einem ganz anderen System geführt werden. Es sollte ein gewisses Bonus - Malus-System, welches weltweit oberste Priorität geniesst, eingeführt werden. Dies kostet viel wäre aber bezahlbar. Würden wir die weltweiten Rüstungsgelder zu einem Teil in Friedens fördernde Projekte investieren wäre mit einer guten Planung Krieg und Hunger in wenigen Jahren grösstenteils besiegt.

Der UN-Sicherheitsrat muss sich von diesem 'Vetorecht' einiger zum Teil totalitären Regimen entledigen und massiv mehr Druck gegen China und andere Staaten aufsetzen.
Nur so werden die Spiele in Peking und die neue Wirtschaftsmacht China in guter Erinnerung bleiben!

17. April 2008

Samstag, 12. April 2008

Burma; Kampf um Ba Yin Naung Hill

Kampf um Ba Yin Naun Hill




Alle Aufnahmen Copyright by aseannews@gmx.net

Clash at Ba Yin Naung Hill
jonas m. lanter

Da kaum politischen Fortschritte in Burma erzielt werden und auch sonst wenige Neuigkeiten zu uns gelangen, will ich Euch erklären, was es mit meinem Titel-Photo des Gefangenen auf sich hat.
Dieser Gefangene gehört zu der staatlichen 'Tatmadaw'; sprich Militärs. Dieses wurde 1997 in Burma zum 'State, Peace and Development Council'; SPDC umernannt, welche ironischerweise 'Staatsrat für Friede und Entwicklung' heisst.

Der abgebildete Gefangene ist ein Übermittlungssoldat und wurde beim Kampf um Ba Yin Naung Hill nahe an der Grenze zu Thailand im Karen / Kayin-State gefangen genommen. Die Kämpfer der meist christlich-baptistischen 'KNLA' oder der 'Karen National Liberation Army' haben den Juntaposten nach einem einstündigen Gefecht am 10. November 2000 eingenommen. Drei Tote auf Seiten der Junta-Truppen, ein Verwundeter bei den Karens und wenig erbeutete Munition waren die bescheidene Beute. Bereits nach drei Wochen war derselbe Posten bei Ba Yin Naung Hill von Juntasoldaten der Leichten Infanterie Division wieder aufgebaut.

Dieser Übermittlungssoldat war unbewaffnet und hatte sein altes Funkgerät bedient. Mir wurde ein halbes Jahr später versichert, dass sie den Gefangenen gehen liessen. Zurück zu seiner Einheit könne er nicht, da er seiner Uniform und seines Funkgerätes beraubt sogleich exekutiert würde. Dies auch als Abschreckung für etwaigen Ungehorsam der unteren Chargen.

Bedauerlicherweise konnte ich keine gesicherten Kenntnisse über diesen SPDC-Soldaten erfahren. Ob er noch am Leben ist?

Clash at Ba Yin Naung Hill, 10. November 2000

12. April 2008


Montag, 31. März 2008

Burmas Diktator will "Vernichtung aller Gegner"

Feilschen um Ressourcen, Macht und Geld
Ein gemeinsames Burma wird es nicht geben


Jonas M. Lanter

Im Jahre 2010 soll eine Zivilregierung die Macht übernehmen. Die Nationale Liga für Demokratie 'NLD' unter der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi bleibt von den Wahlen ausgeschlossen. Damit wird es jeglicher Opposition verunmöglicht, über ihre eigene Zukunft mitzubestimmen.

Diktator Than Shwe zeigt sich selten in der Öffentlichkeit. Der als paranoid und äusserst grausame Juntachef Burmas machte nur wegen des 63. Jahrestages der Armeegründung, der 'Tatmadaw' eine Ausnahme. Denn dieses 'Jubiläum' fällt gleichzeitig mit der Niederschlagung der friedvoll demonstrierenden Mönche vor sechs Monaten zusammen.

Mit martialischen Worten forderte der bereits 75-Jährige General die Streitkräfte dazu auf, gegen alle Staatsgegner vorzugehen. „Die Tatmadaw (Anmerkung Armee) soll dabei helfen, interne oder externe zerstörerische Kräfte, die Stabilität und Fortschritt des Staats gefährdeten, zu vernichten“, so der Diktator am Donnerstag während der Militärparade in der abgelegenen neuen Hauptstadt Naypyidaw. Was soviel wie 'Der Sitz der Könige' oder 'Die Bleibe der Könige' heisst.

Wie er sich den Umgang mit vermeintlichen Staatsfeinden vorstellt, hatte der Hardliner letzten September auf erschreckende Weise demonstriert: Die von friedlichen Mönchen angeführten Massenproteste für Demokratie wurde blutig niedergeschlagen. Nach Angaben burmesischer Beobachter wird die Zahl der Toten, Inhaftierten und Gefolterten auf einige Tausend geschätzt.

Die jüngsten Drohungen konterkarieren das, was die Militärs der Weltöffentlichkeit als "Roadmap for Democracy" verkaufen wollen: Nach den Wahlen 2010 wolle die Armee die jahrzehntelange Macht abgeben und in die Hände von Zivilisten legen, bekräftigte Diktator General Than Shwe. Dabei gilt das für Mai angekündigte Verfassungs-Referendum, das den Weg zu diesen Wahlen ebnen soll, längst als Farçe. Bisher sind weder Termin noch Inhalt bekannt.

Parlamentssitze für Günstlinge

Fest steht: Von einem Machtverzicht des Militärs kann keine Rede sein. Der Entwurf sieht vor, die unter Hausarrest stehende Oppositionsführerin Daw Aung San Suu Kyi von den Wahlen auszuschließen. Ein Viertel der Parlamentssitze ist für die Tatmadaw; das Militär reserviert. Sie verfügen über ein Vetorecht zur Berufung von Abgeordneten. Auch sagt man hinter vorgehaltener Hand, dass die Zivilisten, die künftig regieren sollen, aus den Reihen der berüchtigten "Union Solidarity and Development Association", sprich USDA stammen. Der USDA, den sogenannten 'Speerspitzen Burmas', werden schwerste Menschenrechts-
verletzungen vorgeworfen.

Ein ehemaliger Gefangener aus Burma wie auch der Sondergesandte der UN, Ibrahim Gambari, zeigen sich moniert gegenüber den Medien, dass das Volk den Entwurf noch nicht einmal zu Gesicht bekommen haben. "Die Leute haben bereits erklärt, dass sie diesen nicht akzeptieren werden, wenn Aung San Suu Kyi nicht an den Wahlen teilnehmen darf."

Etliche Untergrundorganisationen in den grösseren Städten rufen das Volk zur Ablehnung der Verfassung auf.

31. März 2008

Donnerstag, 20. März 2008

Burmas 'guter Buddhist' und wie Thailands Premier Tötungen in Burma als normal bezeichnet

Junta bändelt mit Thailands neuem Premier Hand in Hand, derweil die UN vor verschlossenen Türen steht




Jonas M. Lanter

Burmas 'guter Buddhist' und wie Thailands Premier Tötungen in Burma als normal bezeichnet

Junta bändelt mit Thailands neuem Premier Hand in Hand, derweil die UN vor verschlossenen Türen steht

Burmas brutales Militärregime bekommt moralische Unterstützung vom thailändischen Premier Minister Samak Sundaravej. Der auf Thaksin folgende neue thailändische Premierminister der von 'Thai Rak Thai' oder 'Thais lieben Thais' in 'Peoples Power Party' unbenannten Partei bezeichnete die Unterdrückung der Bevölkerung in Burma als "normal" und kritisierte in einem Fernsehauftritt die "einseitige Berichterstattung" über das burmesische Nachbarsland.

Der neue thailändische Premierminister Samak Sundaravej hat das Militärregime im Nachbarland Burma verteidigt: "Der starke Mann Than Shwe sei ein guter Buddhist, der jeden Tag bete", sagte der 72-jährige Premier Minister.

Im September hatte der als paranoid bezeichnete Generalissimus die brutale Niederschlagung von Mönchsprotesten angeordnet.

Daneben sagte der Premier in seinem wöchentlichen Fernsehprogramm vom vergangenen Freitag: "Tötungen und Unterdrückung sind dort normal!"

Welch ein Hohn für die 'Nationale Liga für Demokratie' und deren über 130 verschiedenen, meist verfolgten ethnischen Bewohner Burmas.

"Über Burma werde immer nur einseitig berichtet", sagte der für kontroverse Äusserungen bekannte Regierungschef. Thailand hat starke Wirtschaftsinteressen in dem Nachbarland. Burma wird weltweit wegen Foltergefägnisse für Oppositionelle und der brutalen Unterdrückung der eigenen Bevölkerung verurteilt. Das Militär eröffnete im September das Feuer auf zehntausende demonstrierende Mönche. Dabei wurden offiziell mindestens 31 Menschen getötet.

Nach Angaben von Dissidentengruppen wie der 'All Burma Students Democratic Front' und der Exilregierung um ein Vielfaches mehr. Tausende wurden festgenommen und nach Angaben von Entkommenen in Foltergefängnissen drangsaliert.

Die Friedensnobelpreisträgerin Daw Aung San Suu Kyi ist seit Jahren unter Hausarrest festgesetzt. Die thailändische Regierung kündigte nach dem Besuch ihres Premiers die Fortsetzung des Dammprojekts im Nordosten Burmas an, dem Tasang-Projekt. Der Bau wurde nach dem Militärputsch in Thailand im September 2006 'auf Eis gelegt'. Der Tasang-Damm am Salween-River soll einer der grössten in Südostasien werden und hunderte von Quadratkilometern überfluten.


Wirtschaftsinteressen vor Menschenrechten

In dieser Region kämpft das Regime gegen Rebellen der Shan-, der Karen-, der Karenni- und anderen indigenen Völkern. Thailand will den dort erzeugten Strom kaufen. Thailand ist nach Angaben seines Aussenhandelsministeriums Burmas drittgrösster Investor nach Grossbritannien und Singapur und ist einer der wichtigsten Handelspartner.

Dokumente belegen, dass der thailändische Premier Samak als Rechtspopulist und Nachfolger des unter Anklage stehenden korrupten Ex-Premier Thaksin Sinawatra 1976 gegen Studenten hetzte, die demokratische Reformen in Thailand forderten. Die Proteste der Studenten wurden dazumal blutig niedergeschlagen und vom heutigen Nachfolger und Freund Thaksins befehligt.

Der unter der armen Bevölkerung im Norden Thailands beliebte Premier stritt im Januar dieses Jahres (Anmerkung: Nachdem er zum Premierminister ernannt worden war) eine Beteiligung der Niederschlagung der thailändischen Unruhen ab. Mindestens 46 Menschen wurden dabei getötet.

25. März 2008



Freitag, 14. März 2008

Burma / Tibet: Boykott der Olympischen Spiele in Peking ?

Boykott der Olympischen Spiele in Peking?



Die Staatengemeinschaft wird im UN-Sicherheitsrat durch China erpresst

Jonas M. Lanter

Nachdem China sich vor aller Welt durch sein Votum gegen eine Verurteilung Burmas gerichtet hat und sich den Tibet widerrechtlich einverleibte, verlangen Exil-Tibeter, dass die Olympischen Spiele in China boykottiert werden. Die Weltengemeinschaft und der Sicherheitsrat der UN können sich nicht dahin erwehren, China einstimmig zu verurteilen. Dadurch kann keine Einigung erzielt werden.

China nimmt nach seinem Votum gegen eine Verurteilung der burmesischen Junta durch den UN-Sicherheitsrat nun mit roher Gewalt Tibet ein. Die UNO schweigt und bringt keine Verurteilung im Sicherheitsrat durch. Verschiedenste Länder stellen sich meiner Meinung nach den grundlegendsten moralisch-ethischen Verpflichtungen entgegen und erpressen so die Vereinten Nationen; die UN wird in die Sackgasse gedrängt. So wird eine gerechte Verurteilung durch die Vetomächte verunmöglicht. Länder wie China, Russland, die Vereinigten Staaten von Amerika, Frankreich und Grossbritannien sind damit gemeint.

Diese Länder stellen sich über die Rechte anderer Staaten und auch gegen deren Rechte auf eine eigene Souveränität, sprich Unabhängigkeit. Diese Vetorechte müssen fallen.

Nachdem sich China im Geheimen mit Burma geeinigt hat wurde neben der burmesischen Bevölkerung auch die tibetischen Einwohner in ihren Rechten beschnitten und ihrer Freiheit beraubt.

Eine Verurteilung der menschenfeindlichen Politik in China und Burma sind für ein friedliches Miteinander unumgänglich.

14. März 2008

Donnerstag, 13. März 2008

Burma; Exklusivfotos der blutigen Niederschlagung friedlicher Mönche

Burma; weitere Exklusiv-Aufnahmen der September-Unruhen und andere


Jonas M. Lanter


Sein Blick sagt mehr als 1000 Worte


Dieser Jugendliche schreibt sich die Schmerzen
von der Seele


Kinderarbeit ist in Burma Tagesordnung


Nebst dem Löschen wird die Feuerwehr zum Beseitigen
des Blutes der Demonstranten be- / genötigt


Auf dem Bus wird Staats-Propaganda 'geträllert';
Spione der Junta erkennt man auf den ersten Blick
(Billetentwerter, oben mit Sonnenbrille und weitere)

13. März 2008

Montag, 10. März 2008

Burma; EXCLUSIVFOTOS des 'Blutigen September'

Unveröffentlicht: Exklusiv - Bilder von der blutigen Niederschlagung in Rangun vom vergangenen September








Jonas M. Lanter

In den nächsten Tagen werden verschiedenste Exklusiv-Fotos der Unruhen vom vergangenen September in Burma auf diesem Blog 'aufgeschaltet'. Wim, ein Weltenbummler, hielt sich zu dieser Zeit gerade in Rangun auf. Seine Bilder sind einmalig. Nach Rangun reiste Wim weiter über verschiedene Länder wie Laos, Thailand, Kambodscha, Vietnam und Malaysia. Diese und weitere unveröffentlichte Fotos über die Unruhen, über Kinderarbeit und andere Aufnahmen werden in den nächsten Tagen einen getreuen Einblick über Burma zeigen.

Leider kann wegen Kapazitätsmangel nur ein Teil der Fotos, deren Betrachtung keiner Worte bedarf, gezeigt werden. Dennoch versuche ich, soviele wie möglich 'aufzuschalten'.

Sollte Interesse für Fotos vorliegen, so wendet Euch gerne an mich. Ein möglicher Erlös wird zu 100 % an die 'Mao Tao' Klinik an der Grenze Thailand zu Burma überwiesen. Dieselbe Klinik unter Dr. Cynthia Maung, welche den beachtlichen Erlös unserer Burma-Veranstaltung im Zürcher Volkshaus erhielt.
Vielen Dank auch an Wim.

Burma Berichterstattung, den 11. März 2008

Donnerstag, 6. März 2008

Burma: Das 'Panglong Agreement' tritt nach dem Sturz der Junta in Kraft

Burma: Das 'Panglong Agreement' tritt nach dem Sturz der Junta in Kraft

Jonas M. Lanter

Das 'Panglong' – Übereinkommen, welches 1947 unter Aung San, dem Vater von Aung San Suu Kyi und den '30 Kameraden' entworfen wurde, hat neu wieder seine Gültigkeit.

Sollte die Junta weichen haben sich die führenden Personen auf dieses Panglong-Agreement geeinigt.

Die sieben Staaten; der Arakan, Chin, Kachin, Kayah / Karen, Karenni, Mon und Shan State werden von den unterschiedlichsten Ethnien bevölkert und werden von dessen Chairman des 'Ethnic National Councils', Saw Ba Thin Sein, angeführt.

Die sieben Divisionen Burmas sind durch Dr. Sein Win, 'Premier Minister' der Exil-Birmanen und durch führende Mitglieder der 'Nationalen Liga für Demokratie'; sprich 'NLD' vertreten.

Im Exil wird Burma nebst der Junta durch die 'NCGUB'; 'National Coalition of Government of the Union of Burma' vertreten.

Die treibende Kraft nach einem möglichen Sturz der Junta ist die unter Hausarrest stehenden, charismatische Nobelpreisträgerin und Anführerin der 'NLD', Daw Aung San Suu Kyi (Anmerkung: Daw wird bei uns mit einer Lady gleichgesetzt).

Durch diesen Zusammenschluss sind die Bewohner Burmas an dieses Abkommen politisch gebunden.
1995 wurde das Übereinkommen durch den Chairman des 'Ethnic National Councils', Saw Ba Thin Sein wiederbelebt.
So soll ermöglicht werden, dass alle Birmanen und die der 135 unterschiedlichen Ethnien miteinander leben können.

Das Panglong-Übereinkommen umfasst folgende neun (9) Punkte:


'THE PANGLONG AGREEMENT'
1947 / 1995
Panglong,

A conference having been held at Panglong, attended by certain Members of the Ethnic Nationalities Council, all Saohpas and representative of the Shan States, the Kachin Hills and the Chin Hills:

The Members of the conference, believing that freedom will be more speedily achieved by the Shans, the Kachins and the Chins by their immediate co-operation with the Interim Burmese Government:

1. A Representative of the Hill Peoples, selected by the Governor on the recommendation of representatives of the Supreme Council of the United Hill Peoples (SCOUHP, ENC), shall be appointed a Counsellor for Frontier Areas shall be given executive authority by similar means.

2. The said Counsellor shall also be appointed a Member of the Governor's Executive Council, without portfolio, and the subject of Frontier Areas brought within the purview of the Executive Council by Constitutional Convention as in the case of Defence and External Affairs. The Counsellor for Frontier Areas shall be given executive authority by similar means.

3. The said Counsellor shall be assisted by two Deputy Counsellors representing races of which he is not a member. While the two Deputy Counsellors should deal in the first instance with the affairs of their respective areas and the Counsellor with all the remaining parts of the Frontier Areas, they should by Constitutional Convention act on the principle of joint responsibility.

4. While the Counsellor, in his capacity of Member of the Executive Council, will be the only representative of the Frontier Areas on the Council, the Deputy Counsellors shall be entitled to attend meetings of the Council when subjects pertaining to the Frontier Areas are discussed.

5. Though the Governor's Executive Council will be augmented as agreed above, it will not operate in respect of the Frontier Areas in any manner which would deprive any portion of those Areas of the autonomy which it now enjoys in internal administration. Full autonomy in internal administration for the Frontier Areas is accepted in principle.

6. Though the question of demarcating and establishing a separated Kachin State within a Unified Burma is one which must be relegated for decision by the Constituent Assembly, it is agreed that such a State is desirable. As a first step towards this end, the Counsellor for Frontier Areas and the Deputy Counsellors shall be consulted in the administration of such areas in the Myitkyina and the Bhamo Districts as are Part II Scheduled Areas under the Government of Burma Act of 1935.

7. Citizens of the Frontier Areas shall enjoy rights and privileges which are regarded as fundamental in democratic countries.

8. The arrangements accepted in this Agreement are without prejudice to the financial autonomy now vested in the Federated Shan States.

9. The arrangements accepted in this Agreement are without prejudice to the financial assistance which the Kachin Hills and the Union Hills are entitled to receive from the revenues of Burma, and the Exeutive Council will examine with the Frontier Areas Counsellor and Deputy Counsellors the feasibility of adopting for the Kachin Hills and the Chin Hills financial arrangement similar to those between Burma and the Federated Shan States.

6. März 2008

Donnerstag, 28. Februar 2008

Burma: Sieben Milliardäre stehen in der 'Gunst' der Generäle

Sieben Milliardäre buhlen um die 'Gunst' der Generäle

Die neue Hauptstadt ist in verschiedenste zum Teil geheimste Zonen eingeteilt

Jonas M. Lanter

Sieben Milliardäre leben in Burma

Laut dem 'National Security Agency', dem US-Geheimdienst zur Beschaffung von nachrichtendienstlichen Geheimnissen leben in Burma sieben Milliardäre. Diese burmesischen Milliardäre mussten in der neuen Hauptstadt Naypidaw innerhalb von drei Monaten je ein Hotelresort bauen. Laut dem 'NSA' und westlichen Beobachtern und Diplomaten sind diese nur so reich geworden, weil die Generäle es so wollten. Dafür müssen sie jetzt tun, was die Generäle von ihnen fordern.

Bunkersystem der höchsten Schutzklasse in der neuen Hauptstadt

Auch wurde die neue Hauptstadt in verschiedenste Zonen eingeteilt. Hinter einem künstlichen See stehen Häuser mit braunen Dächern. 'Senior Officials', heissen sie in der Amtssprache und gehören zur Zone B1; Fotos machen ist strengstens verboten und die ganze Anlage steht unter strengster Bewachung.


Mitten im Nichts steht ein fast fertiger Palast. Der wurde für den Vizepremier gebaut. Nur in Burma gibt es zwar keinen Vizepremier, ein Palast bekommt der nichtexistente Vize trotzdem. Für die Zonen B2 und B3 gibt es auch für höhere Angestellte kein Durchkommen. Die Villen der Generäle und der noch nicht fertige Parlamentstrakt sind abgeschottet. Auch die Residenzen der Minister wurden hierher gebaut. Hohe Mauern versperren die Sicht.

In den Zonen A1 bis A6 ist der unterirdische, atombombensichere Bunker-Palast für die führenden Generäle. Alle Ministerien sind in dem von vielen Kilometer umfassenden langen Gängen verbunden.

Diese sind Staatsgeheimnis Nummer eins und keiner hat einen genauen Überblick über das gesamte unterirdische System. Die drei 'höchsten' Generäle und Diktator Than Shwe wurden eingeweiht. Der Bunker ist vollkommen von der Aussenwelt abgeschottet und es lässt sich anscheinend monatelang in diesem System leben.

Gerüchte besagen, dass eine in Zug ansässige Firma vor einigen Jahren Pläne der höchsten Schutzklasse für einen Bau für die Junta entworfen hätten. Sollte dem so sein, müssten die Schweizer Behörden von sich aus aktiv werden.

29. Februar 2008

Montag, 25. Februar 2008

Burma; This boy dies! - Dieser kleine Junge stirbt!

Z W A N G S A R B E I T
Dieser Junge stirbt

Er weigerte sich, als die SPDC ihn verschleppen wollten. Da wurden ihm die Knochen mit einem Gewehrkolben zertrümmert (Junge der Rohingyas). Seine Eltern wurden umgebracht

Jonas M. Lanter

Dorfgemeinschaften werden zur Zwangsarbeit gezwungen. "Wir waren im Kino in der Nähe der Stadt Moulmein. Dieser liegt inmitten des Mon-States, der an Thailand grenzt. Kaum war der Film zu Ende, schlossen schwer bewaffnete Soldaten die Tür des Kinos ab. Dann befahlen sie den Alten und den kleinen Kindern, das Gebäude zu verlassen. Wir wurden alle an einem Seil zusammengebunden und zu einer Armeebaracke geführt. Zusammen mit Hunderten weiteren Menschen kamen wir auch an die Front im Kayin-State (Anmerkung auch Karen-Staat genannt). Dort mussten wir Waffen, Munition und Verpflegung für die Truppen schleppen. Einige wurden als Minensäuberer gebraucht. Sie mussten den Truppen vorangehen, um das Land von diesen zu säubern. Ich wusste, dass auch ich sterben würde, wenn ich nicht fliehen kann." Er ist einer von inzwischen 145'000 Menschen, die in Flüchtlingslagern jenseits der Grenze in Thailand leben.

Der oben abgebildete Junge lebt im Rakhing-State, inmitten von Burma. Der Staat grenzt an die Andaman-Sea bzw. den Golf von Bengalen. Er gehört der muslimischen Ethnie der Rohingyas an. Als die Junta in sein Dorf einfiel und die meisten Frauen vergewaltigten und andere ermordet wurden, versuchte er zu fliehen. Aber die Militärs 'wollten' ihn wie die Kinder anderer ethnischen Völkern in sogenannten 'Ye Younth' Schulen zu zukünftigen Militärs drillen. Später stellen diese Jungs die Elite in der burmesischen Junta. Sie kennen nur ein Leben, ein Leben im Militär. Dieser Junge weigerte sich. Seine Knochen wurden von einem Soldaten mit einem Gewehrkolben zerschmettert. Er kann kaum noch gehen und Medikamente bekommen diese Ethnien keine. Sein Bein hat sich entzündet und eitert. Trotzdem muss er Wasser holen gehen. Wie lange hat er noch zu leben?

25. Februar 2008

Mittwoch, 20. Februar 2008

Burma: Aung San Suu Kyi und ihre NLD darf an den Wahlen 2010 nicht teilnehmen

Die Nationale Liga für Demokratie und ihre Nobelpreisträgerin, Aung San Suu Kyi wurden von den Militärs für die 'Wahlen' 2010 ausgeschlossen!

Aung San Suu Kyi unter Hausarest
Jonas M. Lanter

Burmas Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi darf laut Berichten aus Burma bei den Wahlen im Jahr 2010 nicht antreten. Grund sei, dass sie mit einem Ausländer verheiratet gewesen sei, berichtete heute auch die Zeitung 'Straits Times'. Der neuen, noch zu verabschiedenden Verfassung zufolge sei dies ein Grund zum Ausschluss. Die Zeitung berief sich auf Singapurs Aussenminister George Yeo, der diese Details von seinem Amtskollegen aus Burma erfahren habe. Burma wird seit langem von der Junta mit 'eiserner Faust' geführt.
Zuletzt hatten sie 1990 Wahlen abgehalten. Als die Partei von Daw Aung San Suu Kyi dort einen klaren Sieg errang, wurde der Wahlausgang aber ignoriert. Die Trägerin des Friedensnobelpreises hat zwölf der vergangenen 18 Jahre im Gefängnis und unter Hausarrest verbracht. Sie ist mit dem Briten Michael Aris verheiratet, der 1999 in Grossbritannien verstarb.


Abstimmung im Mai

Die Junta wird das Land auch in Zukunft regieren. Ein Verfassungsentwurf, der gestern veröffentlicht wurde, weist den Streitkräften die "führende politische Rolle" zu. Burma soll im Mai über die neue Verfassung abstimmen. Medien hatten zudem darüber berichtet, dass General Than Shwe die mächtigste Person im Staat sein solle, Minister ernennen und 'im Notfall' die Regierungsgewalt übernehmen könne.

Burma hat keine militärische Feinde. Die 450'000 Soldaten und 120'000 Reservisten werden gegen die im eigenen Land lebenden 135 Ethnien eingesetzt oder gegen das eigene Volk wie vergangenen Herbst oder im '88.

Zudem sollten Angehörige der Streitkräfte ein Viertel der Parlamentssitze sowie ein Vetorecht über die Entscheidung der Abgeordneten erhalten.

Die Militärjunta regiert Burma seit 1962. Die Opposition lehnt das Verfassungsreferendum ab, weil sie befürchtet, dass sich danach die Lage in dem südostasiatischen Land verschlechtert.

20. Februar 2008

Burma Veranstaltung im Volkshaus ein voller Erfolg

Die Burma-Veranstaltung im Volkshaus Zürich war ein voller Erfolg!

Jonas M. Lanter


Dr. Cynthia Maung der Mao Tao Clinic in Mae-Sot (Grenze zu Burma)

'Amnesty International' Zürich und wir Mitwirkenden danken nochmals herzlichst für das zahlreiche Erscheinen im Zürcher Volkshaus diesen Montagabend. Auch die vielen eingegangenen Spenden freuen uns von ganzem Herzen.
Die Kollekte wird direkt an Dr. Cynthia Maung, Gründerin der 'Mao-Tao Klinik' an der Grenze Thailand / Burma durch 'Amnesty International' überwiesen. Cynthia Maung ist für ihren humanitären, unermüdlichen Einsatz mit dem Magsaysay Award ausgezeichnet worden. Dies ist in seiner Art der humanitäre Friedensnobelpreis Asiens.
Bereits zwei Mal wurde sie für den Nobelpreis nominiert. Dieses Jahr ist sie wieder für den Preis vorgeschlagen.

Vielen Dank an alle Spender und Mitwirkenden.

20. Februar 2008

Donnerstag, 14. Februar 2008

Burma: Der angekündigte Friedensprozess der Karens mündet in Mord und Totschlag

Burma: Nach der Ermordung des Sohnes des Generals des abgespaltenen Flügels der 'Karen National Liberation Army' (KNLA), des 'Karen National Liberation Army Peace Councils' (KNLA PC) fiel nun auch der Generalsekretär des politischen Flügels der Karens einem Attentat zum Opfer

Padoh Mahn Sha im Gespräch mit mir. Als Übersetzerin seine Nichte, welche das Attentat am 14. Februar 2008 mit ansehen musste

Anschlagsserie innerhalb der Karen National Union und des 'Ethnic National Councils'

Jonas M. Lanter

Soeben wurde bekannt, dass der Generalsekretär der Karen National Union und der Karen National Liberations Army (KNU-KNLA), Padoh Mahn Sha, auf offener Strasse in der Grenzstadt Mae Sot erschossen wurde.

Schon vor einigen Tagen wurde der Sohn von General Htein Maung’s Karen National Union / des Karen National Liberation Army Peace Councils (KNU/KNLA PC) bei einem Meeting erschossen. Angeblich hätte er nicht offen an der Rede teilgenommen!

Der KNU / KNLA PC ist eine neu abgesplittete Gruppe der KNU / KNLA und bildete sich nach dem Tode des Generals Bo Mya, des Anführers des militärischen Flügels der Karen National Liberation Army (KNLA), welcher letzte Weihnachten verstarb. Beide Gruppen sind seither untereinander verfeindet. Früher waren sie Waffenbrüder. Heute kämpft der Peace Council auf Seiten der Junta. Die KNU / KNLA unter dessen Führer Ba Thin Sein, welcher auch Chairman oder oberster Führer des 'Ethnic Nationa Councils' Burmas ist. Ba Thin unterstehen alle sieben (7) grossen Ethnien, also alle Staaten in Burma. Die Divisionen, welche meist von den Burmesen selbst bewohnt sind, werden von der Junta ('SPDC'; sprich Staatsrat für Frieden und Entwicklung) mit eiserner Faust geführt.

Dies verunmöglicht die inneren Ziele des Ethnic National Councils, des ENC. Auch die vorher mit der Karen National Liberations Army verbrüderten Democratic Karen Buddhist Army hat sich bereits vor einigen Jahren zur Junta bekannt und die KNLA verraten. Seither gibt es immer wieder Scharmützel zwischen den Karens und der Junta und der Democratic Karen Buddhist Army.

Die KNU / KNLA unter Ba Thin Sein ist eine der wenigen Gruppierungen, welche nie die Seiten zur Junta wechselten. Daher wurde Ba Thin auch als Chairman aller sieben grossen Ethnien (ENC) gewählt und hat die UN-Security Council Resolution 1612 zum sofortigen Stopp von Kindersoldaten unter 18 Jahren ratifiziert. Ba Thin will Reformen einführen und die Gegner an einem runden Tisch in wesentlichen Punkten einigen. Vorab der gemeinsame Kampf gegen die Junta. Auch bestehen bereits exakte Pläne nach einem Sturz der Militärs.

Dieses Ziel wird so in weiter Ferne rücken und stürzt die Ethnien in einen offenen Krieg untereinander.

Auch wurde bekannt, dass das in Thailand liegende 'Mae La' - Flüchtlingscamp an der Grenze zu Burma über den Moi-Fluss mit Mörsern beschossen wurde. Dies ist eine gemeinsame Aktion der Junta (SPDC) und der 'Democratic Karen Buddhist Army' (DKBA) auf die Flüchtlinge der vorwiegend christlichen Glaubensgemeinschaft der Karens und Karenis (rote Karens). Über Tote in den Flüchtlingscamps wurde und darf vom thailändischen Militär keine Auskunft erteilt werden. Einst ein für 20'000 Internally Displaced Peoples / Personen geplantes Camp, welches heute unter widrigsten Bedingungen 45'000 Menschen beherbergt. Krankheiten und Feindschaften brechen offen unter den verschiedenen Ethnien, sprich 'Internally Displaced Persons' aus. Aber auch andere Flüchtlings - Camps der Karens wurden von der neu abgespaltenen Gruppe des Karen National Liberation Army Peace Councils angegriffen. Es soll laut internen Quellen Tote gegeben haben.

Aus der Schweiz, dem 14. Oktober 2008, Jonas M. Lanter. Exklusivbericht auf Anfrage!



Burma, wohin?

Diskussionsabend mit Filmbeitrag über Burma. Wohin führt der Weg dieses verarmten Landes?
Jonas M. Lanter
„Nutzen Sie Ihre Freiheit –
um unsere voranzubringen!"
Aung San Suu Kyi


Auch nach dem Volksaufstand vom letzten Jahr geht die Repression in Myanmar/Burma mit unverminderter Härte weiter. Die Diktatur der skrupellosen Militär-Junta lässt zahllose Oppositionelle willkürlich verhaften. Viele verschwinden ohne Gerichtsverfahren für Jahre in Arbeitslager und berüchtigte Gefängnisse, werden gefoltert und hingerichtet. Die Zahl der Opfer, darunter auch Frauen und Kinder, wird auf mehrere tausend Menschen geschätzt. Deswegen laden wir – einige Mitglieder von Amnesty International, Zürich und einige Freunde und Freundinnen von Burma - Sie herzlich zur Info- Veranstaltung ein:

Myanmar/Burma wohin?

Film „Birmanie - la révolution par l’image“ von Claude Schauli. Einführung auf Deutsch

Diskussion mit

Stanley Van Tha (ausgeschafft 2004 und jetzt zurück in der Schweiz)

Ashin Kovida, buddhistischer Mönch

Jonas Lanter, Journalist und Dokumentarfilmer

Walter Ebnöther, Amnesty International, Zürich

Mo.18.Februar 2008,19.30 Uhr, Volkshaus Zürich, Gelber Saal



Zürich, den 14. Februar 2008
Anmerkung: Birmaberichterstattung.blogspot.com ist auch über die Webside von Amnesty International Schweiz abrufbar. Vielen Dank! Gruss jonas

Samstag, 9. Februar 2008

Burmas Militärjunta kündigt Wahlen an - Die Nationale Liga glaubt an einen weiteren Schachzug der Junta und lehnt die Verfassungsreform ab


Burmas Militärjunta kündigt Wahlen an - Die Nationale Liga glaubt an einen weiteren Schachzug der Junta und lehnt die Verfassungsreform ab
Jonas M. Lanter

Nicht überraschend hat die Regierung von Burma bekannt gegeben, dass im Mai über eine neue Verfassung abgestimmt werden soll. Im Jahr 2010 werden dann allgemeine Parlamentswahlen stattfinden.

"Im Jahr 2010 wird es gemäss der neuen Verfassung demokratische Wahlen geben", heisst es in der Erklärung, die in staatlichen Medien veröffentlicht wurden. Im September hatte die Militärjunta die Massenproteste blutig niedergeschlagen. Nachdem nun China Burma unter Druck gesetzt hat, musste die Junta handeln. Zuletzt wurden in Burma 1990 Wahlen abgehalten. Als sich ein Sieg der Nationalen Liga für Demokratie von Aung San Suu Kyi abzeichnete, wurde der Wahlgang annulliert. Die Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin steht seither die meiste Zeit unter Hausarrest.

Die NLD lehnt diese Verfassungsreform ab: "Dies ist nur ein weiterer Schachzug der Junta, diese Reform wurde schon einige Male versprochen, um vor der Weltgemeinschaft besser dazustehen".

9. Februar 2008


Freitag, 1. Februar 2008

Burma / Myanmar wohin?

Burma, wohin?

Diskussionsabend mit Filmbeitrag über Burma. Wohin führt der Weg dieses verarmten Landes?
Jonas M. Lanter

„Nutzen Sie Ihre Freiheit –
um unsere voranzubringen!"
Aung San Suu Kyi


Der trügerische und verhängnisvolle Schein vom friedlichen Myanmar/Burma:


Die Diktatur einer skrupellosen Militär-Junta unterdrückt die Zivilbevölkerung in Myanmar weiterhin mit extremer Härte. Oppositionelle werden willkürlich verhaftet, verschwinden ohne Gerichtsverfahren für Jahre in Arbeitslager und berüchtigte Gefängnisse, werden gefoltert und hingerichtet. Die Zahl der Opfer, darunter auch Frauen und Kinder, wird
auf mehrere tausend Menschen geschätzt.


Myanmar/Burma wohin?

Film „Birmanie - la révolution par l’image“ von Claude Schauli. Einführung auf Deutsch


Diskussion mit

Stanley Van Tha (ausgeschafft 2004 und jetzt zurück in der Schweiz)

Ashin Kovida, buddhistischer Mönch

Jonas Lanter, Journalist und Dokumentarfilmer

Walter Ebnöther, Amnesty International, Zürich

Volkshaus Zürich, Gelber Saal, Mo.18.Februar 2008,19.30 Uhr

Eintritt frei. Kollekte

Organisiert von Amnesty International, Zürich und Freunden von Burma

nebenbei: Burmaberichterstattung/blogspot.com kann auch über Amnesty International Schweiz abgerufen werden

14. Februar 2008