Montag, 12. November 2007

Aung San Suu Kyi soll freigelassen werden


Aung San Suu Kyi soll freigelassen werden
Jonas M. Lanter
Wie Saw Myint Thein, Sprecher der Nationalen Liga für Demokratie (NLD) in einem Telephongespräch an die in Indien ansässige Mizzima-News mitteilt, wird Daw Aung San Suu Kyi in Kürze freigelassen. Die Friedensnobelpreisträgerin befinde sich in gutem gesundheitlichem Zustand. "Die momentane Lage ist gut", sagte Myint Thein. "Sie ist noch nicht frei, wird aber demnächst wegen der Gespräche mit der Regierung freigelassen. Ich bitte um Verständnis, dass ich zum momentanen Zeitpunkt nicht mehr sagen kann. Ihr kennt ja die Situation in Burma, meine Telephongespräche werden aufgezeichnet."
Die drei hochrangigen NLD-Mitglieder kamen seit 2004 erstmals wieder am Freitag mit Aung San Suu Kyi zusammen.


12. November 2007

Freitag, 9. November 2007

Burmas Junta will keinen Dialog

Burmas Junta will keinen Dialog
Aung San Suu Kyi will mit Junta kooperieren

Gambari trifft Aung San Suu Kyi 2. Oktober 2007

Abkommen gegen Kindersoldaten durch die 'Karen National Union' ratifiziert

Jonas M. Lanter
Nach dem mehrtägigen Besuch des UN-Sondergesandten Ibrahim Gambari hat Burmas Junta der unter Hausarrest stehenden Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi gestern erlaubt, sich mit führenden Vertretern ihrer Partei 'Nationale Liga für Demokratie' (NLD) zu treffen. Es war das erste Mal seit Mai 2004. NLD-Mitglieder sagten anschließend, Suu Kyi sei sehr optimistisch über die Aussichten einer nationalen Versöhnung. Die NLD verwies allerdings darauf, es stünde nicht in ihrer Macht, die internationalen Wirtschaftssanktionen zu beenden.
Am Donnerstagabend hatte der Nigerianische UN-Gesandte Gambari eine Stellungsnahme Suu Kyis verlesen, in der sie ihren Willen zur Zusammenarbeit mit der Junta äussert. Sie wolle sich als
nationale Vermittlerin zur Verfügung stellen: "Im Interesse unseres Volkes bin ich bereit, mit der Regierung zusammenzuarbeiten, um den Dialogprozess zu einem Erfolg zu führen." Mit ihrer Erklärung macht die 62-Jährige vor allem eines deutlich: Dieses Mal will sie konkrete Ergebnisse bei möglichen Gesprächen mit den Militärs sehen.
Ob sie will oder nicht muss sie alle unterdrückten Ethnischen Volksgruppen, welche 31 % der Gesamtbevölkerung ausmachen, in den Versöhnungsprozess miteinbeziehen. Dissidenten loben
dieses Vorgehen als 'klugen Schachzug', bezweifeln aber, dass sich die Militärregierung bewegen wird. "Die Junta hat sich stets geweigert, sich mit der Birmanischen Lady an den Verhandlungstisch zu setzen", so Saw Aung Zaw, ehemals politischer Gefangener und zweiter Vorsitzender der NLD 'Liberated Area' aus dem Thailändischen Chiang Mai. "General Than Shwe wird alles tun, um ein Dialog und ein Treffen mit ihr zu vermeiden."
Ob es zu einem erhofften "substanziellen Dialog" kommt, ist äusserst fraglich. Nach offiziellen Beobachtern und der Meinung von Burma-Kennern will die Junta schlechthin keinen Dialog. "Wie immer bewegt sich die Junta gerade so viel wie nötig", so Jonas Lanter. "Deutlichstes Indiz dafür ist Ibrahim Gambaris jüngster Besuch. Zwar durfte der Gesandte zum dritten Mal Suu Kyi und Vertreter der Junta treffen. Doch Burmas Militärdiktator General Than Shwe zeigt ihm offen die kalte Schulter. Auch schlugen die Militärs ein vom UN-Gesandten vorgeschlagenes Gespräch mit Gambari, Suu Kyi und der Militärspitze aus. Es hiess, die Zeit sei dafür noch nicht reif genug. Ich bin mir sicher, dass die Junta ihre Versöhnungsbereitschaft nur vortäuscht", so Jonas Lanter. "Wegen des anstehenden Gipfels der Südostasiatischen Gemeinschaft der 'Asean', welche nächste Woche in Singapur tagt, sind Burmas politische Krise und die Unterzeichnung
einer Menschenrechtscharta das wichtigste Thema". Unterdessen geht die Junta mit unvermittelter Härte äusserst brutal gegen 'alle möglichen Gegner'; sprich gegen das Burmesische Volk vor.

9. November 2007

Mittwoch, 7. November 2007

Burmas Militärjunta warnt eindringlich vor Einmischung

UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigt sich besorgt

Juntas Bürgerkrieg gegen Ethnische Volksgruppen im Osten Burmas


Burmas Militärjunta warnt eindringlich vor Einmischung
Jonas M. Lanter
Die Militärführung in Burma ist nicht bereit, sich zusammen mit dem Uno-Sondergesandten für Menschenrechte Ibrahim Gambari und der Regimekritikerin Daw Aung San Suu Kyi zu Gesprächen zu treffen.
"Derzeit ist ein solches Treffen unmöglich" sagte der neu ernannte Informationsminister Kyaw Hsan in 'The New Light of Myanmar'. "Burma ist zu positiver Zusammenarbeit bereit, wir werden aber nicht die geringste Einmischung hinnehmen, die unsere Souveränität betreffen könnte" sagte Hsan weiter. Der Sondergesandte Ibrahim Gambari hatte ein solches Treffen vorgeschlagen.
Nach der blutigen Niederschlagung der Demokratie-Bewegung im September hatten die Generäle den Informationsminister Kyaw Hsan für Gespräche zwischen der Junta und der Oppositionsführerin ernannt. Er kam aber bisher nur ein einziges Mal zu Gesprächen mit Aung San Suu Kyi zusammen.

Forderung nach Freilassung

Ibrahim Gambari begrüsste dieses Treffen. In einem Bericht des Burmesischen Staatsfernsehens gestern Abend forderte er erneut die Freilassung aller politischen Gefangenen und der Friedensnobelpreis–Ikone. Er will die seit Jahren unter Hausarrest eingesperrte und nach den gewonnenen Wahlen 1990 nicht anerkannte Oppositionsführerin der NLD am Donnerstag oder Freitag in Rangun treffen. Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte sich gestern "über den Mangel an Fortschritten"
besorgt gezeigt.
Er hatte Gambari nach Burma geschickt, um in einem direkten Dialog zwischen den Generälen und der Opposition zu vermitteln.

7. November 2007

Dienstag, 6. November 2007

Burmas Kindersoldaten – Krieg gegen Kinder

Kindersodaten - Krieg gegen Kinder in Burma
Jonas M. Lanter

Kindersoldaten leiden
"Bei den Karens wird es keine Kindersoldaten mehr geben"
UNO-Resolution durch Karen National Union ratifiziert
Anführer der 'Gods Army': 12jährige Zwillingsbrüder

Detaillierter Spezialbericht. Unter anderem erstellt für die UNHCR.
Neu überarbeitet und veröffentlicht 2002 / 2007

Kindersoldaten – Krieg gegen Kinder in Burma
Jonas M. Lanter
Die Zahl der Kindersoldaten ist seit einigen Jahren drastisch gestiegen. Nach den Märschen gegen die Junta im September 2007 sollen Tausende zusätzlich 'eingezogen' worden sein. Die Zahl der Länder hat sich von 30 auf 41 erhöht.
Mit ungefähr 66'000 Kindersoldaten ist Burma das Land mit den meisten Kindern an Waffen.
Der 'Staatsrat für Staat, Friede und Entwicklung' (SPDC) hat seine Armee von 173'000 Mann im Jahre 1988 auf sage und schreibe 451.000 Soldaten im Jahr 2007 vergrößert.
Zwangsrekrutierungen auch von Kindern sind die Regel.
Wie viele Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren unter der Junta ‚dienen’, weiß niemand so genau. Es bestehen ganze Einheiten aus Mädchen und Knaben zwischen zwölf und 18 Jahren, aber auch schon siebenjährige 'Soldaten' werden in der sogenannten 'Ye Njunt Youth' für die Junta gedrillt. Diese unterhalten mehrere Lager in deren vorwiegend Kriegswaisen, entführte oder 'abgekaufte' Kinder sowie die von inhaftierten Eltern, in 'ihrem' blutigen Handwerk ausgebildet werden.

Kinder müssen Minen verlegen oder Wege 'säubern'
Kindersoldaten müssen Landminen verlegen und werden in verminte Gebiete geschickt, damit sie auf die Minen treten und so den Weg für die nachfolgenden Militärs (Tatmadaw) frei machen.
Sie werden bei Offensiven gegen die Armeen der Ethnischen Volksgruppen als Kanonenfutter vorangeschickt. Kinder kämpfen an der Front, sie werden gezwungen, 'Verdächtige' zu misshandeln und zu erschießen. Zwangsarbeiter werden unter Androhungen von Schlägen bewacht. Jede Familie der ländlichen Bevölkerung muss Zwangsarbeit verrichten.
Von den Ethnischen Gruppen werden auch deren Angehörige versklavt. Dorfgemeinschaften meist indigenen Ursprungs werden gehalten wie zur Zeit der Rassentrennung in den USA; ohne jegliche Entlöhnung oder sonstiger Hilfe.
Die wenigen Spitäler Burmas gehören der Junta und sind nur deren Angehörigen und
den vermögenden Gruppierungen wie der Wa-State Army vorbehalten, welche mit der Regierung Drogengeschäfte und Menschenhandel betreiben.
Um den Gehorsam zu erzwingen werden ihnen Schläge, Arrest und Tod angedroht.
Augenzeugen berichten sowohl von schweren Misshandlungen an Kindersoldaten als auch von Selbstmorden der Kinder.
Vielfach werden Kinder vor den Kämpfen mit Drogen und Alkohol betäubt oder mit Amphetaminen (sogenannte 'Yaba'-Pillen) 'aufgespritzt' und verlieren für Tage jegliche Moral und Hungergefühle.

Die Karen National Union - KNU hat die Zeichen der Zeit erkannt und
verbietet ab sofort Kindersoldaten unter 18 Jahren

Eine Gruppierung hat die Zeichen der Zeit erkannt; die KNU oder Karen National Union.
Dessen Chairman und Prime Minister der KNU, Saw Ba Thin Sein, hat sich im 'DEEP OF COMMITMENT' vom 4. März 2007 jeglicher Kindersoldaten unter 18 Jahren verspflichtet und auch deren weitere Ausbildung sofort gestoppt. Gemäß des UN-Security Councils; Resolution 1612.
Anmerkung: Die KNLA; sprich Karen National Liberation Army, ist der militärische Flügel der Christlichen Karens. Diese sind wiederum der KNU, sprich Karen National Union unterstellt. Diese hatten noch vor einigen Jahren mit den Buddhistischen Karens der DKBA (Democratic Karen Buddhist Army) zusammengekämpft. Nach dem Tode des Generals der KNLA, Saw Bo Mya an Weihnachten 2007, brach die KNU – KNLA auseinander.
Die DKBA hat bereits seit einigen Jahren die Seite zur Junta; sprich SPDC gewechselt. Sie erhalten dafür Waffen und können sonstige üble Geschäfte tätigen. In deren Bezirk ist die weltgrösste 'Yaba' - Produktionsstätte. Diese liegt nahe der Grenze zu Thailand.
Der 'KNU-KNLA Peace Council' (KNLA PC) hat sich nach Bo Mya's Tod von den Christlichen Karens der KNLA-KNU abgewendet und bildet seither eine eigene, juntatreue Einheit.
Daneben gibt es neben der Junta viele Ethnischen Volkseinheiten, welche weiterhin den Einsatz von Kindern vorsieht. In 87 Ländern werden weiterhin Kinder rekrutiert. Daneben haben noch viele andere der über 130 Volksgruppen Kindersoldaten, welche ebenfalls schon siebenjährige für Ihren Guerillakrieg ‚einsetzen’. Diese werden auf 6'000 bis 8'000 geschätzt. Bei den Minderheiten wie der DKBA sind es vorwiegend ‚Freiwillige’, deren Eltern im benachbarten Thailand in elendlichen Flüchtlingslagern derben oder ermordet wurden.
Die Vereinten Nationen haben vor zwei Jahren ein Protokoll verabschiedet, in dem die Regierungen aufgerufen werden, niemanden unter 18 Jahren in Kämpfen einzusetzen. Nur sechs der 79 Länder haben es ratifiziert. In 87 Ländern, darunter auch den USA oder Großbritannien, werden Kinder weiterhin rekrutiert.
6. November 2007

Freitag, 2. November 2007

Burma: "Die Militärs werden es wieder tun"

Schläge und blutende Mönche
UN-Vertreter zur 'Persona non grata' erklärt
Internet in Burma praktisch eingestellt

Mönche nach dem gestrigen Marsch nahe der Shwe Gu Gyi-Pagode in Bago

66'0000 Kindersoldaten in Burma kämpfen
(Anm.: 60'000 bei der Junta, 6'000 bei Ethnischen Völkern)

Schläge und blutende Mönche
UN-Vertreter zur 'persona non grata' erklärt
Internet in Burma praktisch eingestellt
Jonas M. Lanter

Ein Mönch erzählt. Erzählt, wie ihn Soldaten aus dem Kloster schleiften und eine Woche lang verhörten. Er schildert Schläge, erzählt von blutenden Mönchen. Zwei Tage lang mussten sie in der Hocke kauern, regungslos, wortlos. Ohne Essen und mit nur einer Flasche Wasser für 50 Personen. Niemand durfte die Toilette aufsuchen, wer sich rührte, erhielt Prügel. Nachts liefen die Verhöre: Immer zehn Gefangene auf einmal. Stundenlang, immer die gleichen Fragen: Name? Warum man an den Demonstrationen teilgenommen habe? Wer die Anführer seien? Wo sie sich versteckt hielten?. Und immer wieder dieselben Fragen. Begleitet von Schreien, Tritten und Hieben auf den Kopf.

"Die Opfer starben an Fieber"
Nach ihrem Dienst schlichen sich Soldaten heimlich zu den Mönchen. Sie weinten, baten um Vergebung. Nach einer Woche liess man ihn gehen, und der Abt seines Klosters sagte ihm, dass es besser sei, in sein Dorf zurückzukehren. Trotz der Buddhistischen Fastenzeit, in der Mönche ihre Klöster nicht verlassen sollen. Rangun sei nicht sicher.
Anfang Oktober war der Aufstand vorbei. Aber nur vordergründig. Glaubt man dem Propagandablatt der Junta, "The New Light of Myanmar", dann hatte es einen Aufstand niemals gegeben.
"Wer spricht überhaupt von Toten? Alles übertrieben. Es gab ein paar wenige Opfer, aber die starben an Fieber oder sind
gestürzt. Das Volk steht hinter der Regierung! Schuld an der Misere sind nur die Unruhestifter: pro-demokratisches Gesindel oder Dissidenten der Studentengruppe 88 (Anmerkung: ABSDF oder 'All Burma Students Democratic Front'). Imperialisten, die neidisch auf die Fortschritte 'Myanmars' sind. Journalisten von BBC World aber und andere. Oppositionelle, die als Mönche getarnt, ihre Lügen verbreiten. Pornos sind bei Klosterdurchsuchungen gefunden worden, Damenunterwäsche sogar. Ohnehin darf sich der Staat verteidigen: Sind doch elf Demonstranten bewaffnet gewesen, als man sie festnahm: mit Scheren, Dolchen, Steinschleudern und Steinen. In einem Kloster in Rangun ist Sprengstoff gefunden worden!"

Langjähriger UN-Vertreter für unerwünscht erklärt. Internetzugang massiv eingeschränkt
Die Junta hat den langjährigen UN-Vertreter Charles Petrie zur 'Persona non grata' erklärt. Wie UN-Sprecher Aye Win mitteilte, wurde Petrie am Regierungssitz in Naypyidaw ('Bleibe der Könige') zu einem Gesprächstermin einbestellt, bei dem ihm die Entscheidung über die Nicht-Verlängerung seines Mandats mitgeteilt wurde. Einen Tag nach den erneuten Protesten in Burma wurde auch der Internetzugang massiv eingeschränkt; sogar Webseiten sind nicht mehr abrufbar.

2. November 2007

Donnerstag, 1. November 2007

Burma: Internationale Staatengemeinschaft und NGO's sind gefordert

Die Internationale Staatengemeinschaft und NGO's sollen vermehrt Druck ausüben

Copyright by Amnesty International

Burmas Generäle morden weiter

Jonas M. Lanter
Nachdem die Mönche wieder durch die Strassen marschieren und die Junta immer zu härteren Massnahmen greift, sind alle Organisationen wie die UNO / UNHCR und die NGO's verpflichtet zu helfen. In deren Statuten haben sich diese für die Einhaltung der Menschenrechte verpflichtet.

Die EU und die Amerikanern wollen zusätzlich Druck ausüben und müssen diesen auch konsequent durchsetzen. Die Bevölkerung Burmas zählt auf deren Hilfe. Sollte Ibrahim Gambari oder der UNO Spezial Berichterstatter für Menschenrechte, Paulo Sergio Pinheiro weiterhin in ihrer Arbeit eingeschränkt, gehindert oder nicht ins Land eingelassen werden, muss der Druck auf Burma und deren Geldgeber China, Indien und Russland drastisch erhöht werden.

Die Junta zieht immer mehr Kinder ein
Da zusätzliche Kinder durch die Militärs zwangsrekrutiert oder von den Ethnischen Volksgruppen gekidnappt werden, muss nun eiligst gehandelt werden. Viele deren Eltern wie der Christlichen Karens, Karenis oder der Moslemischen Rohingyia werden umgebracht und deren Waisen in sogenannten 'Ye Njunt Youth' - Schulen gedrillt. Bereits Kleinkinder werden so und auf ihren späteren Einsatz gegen die eigene Bevölkerung oder gegen Oppositionelle eingesetzt wie auch gegen die hochverehrten Mönche.

Siehe Artikel von Mittwoch, dem 31. Oktober 207 unter
http://birmaberichterstattung.blogspot.com ).

1. November 2007

Mittwoch, 31. Oktober 2007

Die Bevölkerungszahl nimmt in Burma drastisch ab

Die Bevölkerungszahl sank um geschätzte sechs Millionen
Jonas M. Lanter
Die Zahl der Ethnischen Bevölkerung nimmt drastisch ab. Ging man vor fünf Jahren noch von einer Gesamtbevölkerung von 53 Millionen Bürgern in Burma aus so seien es heute nur noch deren 47 Millionen. Die Statistiken sind ungenau und niemand kennt exakte Zahlen. Den Bewohnern fehlt eine Identitäts-Karte. Einen Pass besitzen nur die Angehörigen der Generäle und juntatreue Geschäftsleiter. Dennoch ist dieser frappante Unterschied von sechs Millionen Bürgern nicht wegzuleugnen. Viele wurden ins Exil vertrieben. Die Bevölkerung der Muslimischen Rohingya hat keine existenzielle Berechtigung im eigenen Lande (siehe Artikel 'Rohingya, ein Volk das es nicht geben darf' vom Sonntag, den 28. Oktober) unter http://birmaberichterstattung.blogspot.com/2007/10/rohingyas-ein-volk-das-es-nicht-geben.html
31. Oktober 2007

Burmas Militär 'zieht' mehr Kinder ein

Militärs lassen zusätzliche Kinder einziehen und drillen sie

Jonas M. Lanter
Aus verlässlicher Quelle ziehen die Generäle zusätzlich Tausende von Kindern ein um diese gegen die Oppositionellen und Ethnischen Völker einzusetzen. Diese werden durch ihre Kommandeure mit sogenannten 'Yaba' – Methamphetaminen 'aufgespritzt' oder verabreicht. Dadurch verlieren die Kindersoldaten tagelang jegliches Hungergefühl und sämtliche Emotionen. Sogar Plünderungen und Morde der eigenen Dörfer dieser meist gekidnappten Kindern Ethnischer Bevölkerungsgruppen sind bekannt. Den Burmesischen Familien werden diese 'abgekauft' und in sogenannten 'Ye Njunt Youth'
- Schulen gedrillt. Bereits zehnjährige werden wie Gefangene gehalten. Durch die Verabreichung der Drogen treten Essensentzug, Amnesie und Halluzinationen auf. Vielfach erinnern sich diese Kindersoldaten nicht an Ihre Gräueltaten. Auch ist bekannt, dass Kinder den Juntasoldaten den Weg durch verminte Gebiete bannen müssen.

31. Oktober 2007

Mönche marschieren weiter gegen die Junta

Erneut protestieren die Mönche gegen die Generäle

Jonas M. Lanter

Zum ersten Mal seit der blutigen Niederschlagung der Proteste in Burma haben sich mehr als 100 buddhistische Mönche versammelt.
Sie zogen durch die Strassen der Ortschaft Pakokku in der Nähe der neuen Hauptstadt Naypyidaw, der "Bleibe der Könige". Allerdings riefen sie keine Parolen gegen die verhassten Militärs. Die Mönche begannen ihren Marsch an der Shwagu-Pagode und sprachen fast eine Stunde Gebete. Danach kehrten sie ohne Zwischenfall in ihre Klöster zurück.
Laut dem Radiosender 'Democratic Voice of Burma' (DVB), der aus dem Exil in Oslo berichtet, handelt es sich um eine Fortsetzung der Proteste vom September. Ein führender Mönch sagte gegenüber einem Journalisten: "Wir verlangen niedrigere Preise für Artikel des täglichen Bedarfs, nationale Versöhnung und die sofortige Freilassung von Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi und aller politischen Gefangenen!".

Er kündigte besser organisierte und grössere Proteste für die nahe Zukunft an.

In Pakokku, einem buddhistischen Zentrum mit mehr als 80 Klöstern rund 120 Kilometer nordwestlich der neuen Hauptstadt war es bereits im vergangenen Monat zu regierungskritischen Demonstrationen gekommen.

31. Oktober 2007

Burmas Mönche demonstrieren von Neuem

Die Mönche demonstrieren weiter

Die Mönche begannen ihren Marsch an der Shwagu-Pagode und sprachen fast eine Stunde Gebete. Danach kehrten sie in ihre Klöster zurück. "Es ist eine Fortsetzung der Proteste vom September", erklärte ein Mönch gegenüber dem Exil-Radiosender 'DVB'; Democratic Voice of Burma.

Update folgt abends.
BirmaBerichterstattung 31. Oktober 2007, 11.10 Uhr

Samstag, 27. Oktober 2007

Die grössten Ethnischen Volksgruppen in Burma

Gelobtes Land oder die Hölle auf Erden


Die grössten Ethnien in Burma


Jonas M. Lanter

Niemand in Burma kennt die Grausamkeit der Generäle besser als das Volk der Karen. Es wird vertrieben, zerrieben, gedemütigt. Ein Besuch auf der Müllkippe der Birmanischen Geschichte.
Die Karen sind grösstenteils baptistischen Glaubens, ein verschwindend kleiner Teil sind Buddhisten.
Mehr als zwei Millionen Karen, die innerhalb Burmas oder im benachbarten Thailand auf der Flucht sind, gelten aber nicht als Flüchtlinge. Es sind sogenannte IDP's oder 'Internally Displaced Peoples'. Ihre Angst vor dem Regime der Generäle steht wie ein Mahnmal für ihr kollektives Leid. Sie wurden vertrieben, erniedrigt und zerrieben zwischen den Welten. Kein Volk hat in den vergangenen vier Jahrzehnten mehr gelitten unter der Burmesischen Junta als die fünf Millionen Karen.
Neben dem grössten Volk, den Birmanen und den Shan mit sieben Millionen Einwohnern, sind die Karen die grösste der über 130 Volksgruppen Burmas. Jedes dieser Völker schaut nun von Thailand und aller Welt mit grösster Hoffnung nach Burma. Sie hoffen, dass es den Mönchen gelingt, die Generäle in die Knie zu zwingen. Es ist nur eine schwache Hoffnung. Seit nunmehr 45 Jahren wütet ein blutiger Krieg; ein Krieg gegen die Menschen im eigenen Lande.
Vor 4000 Jahren waren die Karen aus der Mongolei aufgebrochen. Ihr 'Land' fanden die Karen nach langer Wanderung in Burma, im Osten, und wenige in Thailand, wo es gebirgig und mit dichtem Regenwald bedeckt ist und sich die Grenze entlang eines Flusses zieht. Wenn man genau hinhört, wird man zu gewissen Zeiten die Schüsse oder die Einschläge der Mörsergranaten in der Nähe von Myawaddy hören. Auf der gegenüberliegenden Seite liegt die Thailändische Grenzstadt Mae Sot. Auch dort ist die Angst vor der Burmesischen 'Tatmadaw'; den Militärs, allgegenwärtig.

28. Oktober 2007



Freitag, 26. Oktober 2007

Drastische Verschärfung der Sicherheitsmassnahmen in Rangun

Vermehrt Soldaten in Rangun


Verschärfung der Sicherheitsmassnahmen

Jonas M. Lanter

Vermehrt Soldaten in Rangun

Einen Monat nach der gewaltsamen Niederschlagung der friedlichen Proteste geht die Militärjunta in Burma wieder vermehrt gegen Oppositionelle vor. Die Generäle verschärften die Sicherheitsmassnahmen in der Hauptstadt drastisch. Die Birmanische Regierung hat zum Ende der buddhistischen Fastenzeit religiöse Stätten in Rangun mit Polizeikräften umstellt. Mit Gewehren, Tränengas und Gummischrot ausgerüstete Polizisten bezogen in der Innenstadt Stellung. In den Strassen Ranguns prägen Hundertschaften der Polizei und Stacheldrahtsperren erneut das Bild.




Burmas Junta lässt einige Oppositionelle frei

Jonas M. Lanter

Wie die Zeitung 'New Light of Myanmar' mitteilt, seien bei den Protesten rund 3000 Menschen festgenommen worden.Von denen seien 50 Mitglieder der Partei von Aung San Suu Kyi's NLD (National League for Democracy) inzwischen freigelassen worden.


Der 'Ausfall' der Internetverbindung ist nicht auf einen Unfall zurückzuführen

Jonas M. Lanter

Wie die Junta uns weis machen wollte sei der Internetausfall auf eine Unterbrechung des Unterseekabels zurückzuführen.
Nach Auskunft der Seekabelendstelle der Deutschen Telekom war das 39000 Kilometer lange Unterseekabel, das vom deutschen Norden bis nach Okinawa in Japan reicht und so 33 Länder in Europa, Afrika, Asien und Australien verbindet, im fraglichen Bereich intakt. Ein anderes Kabel konnten die Militärs nicht gemeint haben, denn Burma verfügt insgesamt über nur drei Anbindungen an internationale Telekommunikationsnetze: Eine ist der Unterwasserverbindung und die anderen zwei sind Satellitenverbindungen.

26. Oktober 2007

Donnerstag, 25. Oktober 2007

Aung San Suu Kyi trifft Militärjunta

Daw Suu Kyi trifft Verbindungsminister - UNO will Dialog fortsetzen


Dies sind Sondereinheiten der SPDC (auch Speerspitzen genannt). Ihr Kampf richtet sich gegen die Ethnischen Volkseinheiten, welche gegen die Junta ankämpfen.


Ibrahim Gambari trifft Machthaber General Than Shwe

Daw Aung San Suu Kyi trifft Verbindungsminister - Suche nach führenden Demonstranten geht weiter

Jonas M. Lanter

Daw Aung San Suu Kyi, die seit Jahren unter Hausarrest steht, hat ihr Anwesen für ein Treffen mit einem Regierungsvertreter erstmals seit langer Zeit verlassen können.

Aung San Suu Kyi hat sich in einem Gästehaus der Militärs mehr als eine Stunde mit dem neu ernannten Verbindungsminister, Saw Aung Kyi besprochen. Ob es das erste Treffen mit Saw Aung Kyi ist sei nicht bekannt. Gestern wurde Saw Aung Kyi vom stellvertretenden Arbeitsminister zum Arbeitsminister befördert. Die Junta erklärt dazu, von der Ernennung wünsche sie sich bessere Beziehungen zu Daw Aung San Suu Kyi.

Zuvor hat die Regierungszeitung "The New Light of Myanmar" berichtet, Saw Aung Kyi sei zum Minister mit Zuständigkeit für die Koordinierung der Kontakte zur Oppositionsführerin der NLD ernannt worden. Seine genauen Aufgaben wurden nicht erwähnt.

Vorschlag vom stellvertretenden UNO-Generalsekretär und Sondergesandten Ibrahim Gambari

Der Uno-Sondergesandte Ibrahim Gambari hat sich in den vergangenen Wochen bemüht, einen Dialog zwischen Militär und Opposition weiter 'anzutreiben'. General Than Shwe hat die Gespräche mit der Friedensnobelpreisträgerin im Jahr 2002 nach kurzer Zeit abgebrochen. Laut der Burmesischen Zeitung "The New Light of Myanmar" hatte der UNO-Sondergesandte die Ernennung Suu Kyis während seines Besuchs im September vorgeschlagen.

Uno-Sonderberichterstatter Pinheiro besucht Burma im November

Der Uno-Menschenrechts-Berichterstatter für Burma, Paulo Sergio Pinheiro, kündigte unterdessen für den November einen Besuch in dem Lande an. Er werde sich um ein objektives Bild der Proteste gegen die Regierung und ihrer gewaltsamen Niederschlagung bemühen. Insbesondere werde er versuchen, die genaue Zahl der Getöteten und Festgenommenen zu ermitteln, so Pinheiro weiter. Dabei erwarte er die volle Kooperation der Militärregierung, welche ihn zum ersten Mal seit langem wieder eine Einreiseerlaubnis erteilt hat.

Suche nach führenden Demonstranten geht weiter

Die Junta sucht nach einem staatlichen Bericht weiter nach Mönchen, welche die Kundgebungen im September anführten. "Bei ihnen handele es sich um ehemalige Häftlinge denen der Prozess gemacht werden soll" hiess es in "The New Light of Myanmar" unter Berufung auf den Minister für religiöse Angelegenheiten und General Thura Myint Maung. "Die Mönche, die nicht freiwillig an den Protesten teilgenommen haben, sind inzwischen wieder freigelassen worden."

25. Oktober 2007

Aufruf zu Friedensmarsch und Kundgebung am 27.10.2007 in Berlin

„Solidarität mit den Protesten in Burma - Wir geben Burma eine Stimme!“

12 Uhr Treffpunkt im Lustgarten, nahe S Hackescher Markt
13 Uhr Brandenburger Tor am Pariser Platz, Kundgebung und Friedensmeditation

Die friedlichen Proteste in Burma sind niedergeschlagen. Doch die Verhaftungswelle, Folter
und Gewalt in den Gefängnissen gehen weiter. Im Verborgenen finden weiterhin kleine
Akte des Ungehorsams statt.
Am 11. Oktober 2007 hat der UN-Sicherheitsrat in einer Erklärung den Einsatz von Gewalt
gegen friedliche Demonstrationen in Burma „sehr bedauert“ und betont, dass die
politischen Gefangenen bald freigelassen werden sollten. Der Sondergesandte der Vereinten
Nationen, Ibrahim Gambari, soll demnächst erneut nach Burma reisen.
Die Europäische Union hat am 15. Oktober ihre Sanktionen verschärft und um einen Import-
und Investitionsbann für Edelsteine, Tropenholz, und Metalle erweitert.
Wir begrüßen diese internationalen Stellungnahmen und Maßnahmen. Der Druck auf das
Militärregime darf nicht nachlassen!
Wir unterstützen den Aufruf der Menschen in Burma, darunter Mönchsorganisationen,
88er Studentengeneration, Oppositionsparteien, Studentenvereinigungen,
Frauenorganisationen. Sie haben die Vereinten Nationen und die internationale
Gemeinschaft wiederholt aufgefordert, so schnell wie möglich effektive Maßnahmen zu
ergreifen, denn täglich, ja stündlich stehen Menschenleben auf dem Spiel. Für sie ist
Burma das größte Gefängnis der Welt!
Wir geben Burma eine Stimme und erheben uns in Solidarität mit den friedlichen Protesten
und den Menschen in Burma!
Wir rufen deshalb zu Friedensmarsch und Kundgebung am 27. Oktober in Berlin auf!


Zum Ablauf
Wir treffen uns um 12.00 Uhr am Berliner Lustgarten (nahe S-Bahn Hackescher Markt).
Von dort laufen wir zum Brandenburger Tor, wo ab 13.00 eine Kundgebung und eine
Friedensmeditation mit Ashin Sopaka stattfinden werden.
Safranrot ist die Farbe des gewaltlosen Widerstandes in Burma. Tragt rote Kleider,
rote Schals und Bänder!

RednerInnen:Barbara Lochbihler (Generalsekretärin amnesty international) – angefragt
Volker Beck (Menschenrechtspolitischer Sprecher Bündnis90/ Die Grünen ) – angefragt
Marko Martin (Schriftsteller und Publizist)
Nwe Aung (National Council of the Union of Burma)
Phu Phu Aung (Aktionsgruppe Burma, Berlin)
Detlef Cratius (Aktionsgruppe Burma, Berlin)
Rainer Lingk, Burmariders
N.N., Frauennetzwerk für Frieden e.V. - angefragt


Aufrufer:
Burma Büro Germany e.V. Burma Initiative Asienhaus, Burma Aktion, Kölner-
Buddhismus-Center e.V., Aktionsgruppe Burma, Berlin, Polish-Burmese Solidarity, Frauennetzwerk
für Frieden e.V., Burmariders, Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit,
Infos und Kontakt:
Sonny Aung Than Oo (Burma Büro Germany) Tel. 0173 534 7534 atoburma@web.de
Ye Myint (Burma Aktionsgruppe, Berlin) Tel. 0160 99462242 Ye_Myint@t-online.de
Ulrike Bey (Burma Initiative Asienhaus) Tel. 0179 80 70 607 ulrike.bey@asienhaus.de

Für Fragen bitte wendet Euch direkt an:

Sonny Aung Than Oo (Burma Büro Germany) Tel. 0173 534 7534 atoburma@web.de
Ye Myint (Burma Aktionsgruppe, Berlin) Tel. 0160 99462242 Ye_Myint@t-online.de
Ulrike Bey (Burma Initiative Asienhaus) Tel. 0179 80 70 607 ulrike.bey@asienhaus.de


Dienstag, 23. Oktober 2007

Pressemitteilung: 'Global Action Day for Burma' am 24.Oktober in Berlin

P r e s s e m i t t e i l u n g: Aufruf zum globalen Tag der Aktion für Burma


Am Mittwoch, den 24. Oktober 2007 um 16.00 Uhr in Berlin
vor dem Brandenburger Tor, '
Platz des 18. März'.


Dieser Aktionstag wird voraussichtlich wöchentlich wiederholt. Für die nächste Woche wird in Erwägung gezogen, auf dem Platz der Republik die Versammlung abzuhalten. Wenn wir es schaffen, weltweit ein bleibendes Interesse zu wecken, wird das die Burmesische Bevölkerung ermutigen, durchzuhalten. Daher möchten wir versuchen, alle Interessengruppen zu gemeinsamen Aktionen zu ermuntern.

Zeit: Am Mittwoch, den 24. Oktober 2007 um 16.00 Uhr
Ort: Vor dem Brandenburger Tor, 'Platz des 18. März', D - Berlin


Veranstaltung u.a. durch den Verein Burma Projekt e.V. Berlin


Bitte erscheint zahlreich. Lieben Dank.

Euer
Jonas. M. Lanter

Montag, 22. Oktober 2007

Junta ruft Friedensnobelpreisträgerin Suu Kyi zu Gesprächen auf

General Than Shwe will einen Dialog mit Daw Aung San Suu Kyi an harte Bedingungen knüpfen

Jonas M. Lanter

Die Politikerin solle ein entsprechendes Angebot der Regierung annehmen, hiess es am Samstag in einem Artikel der staatlichen Zeitung 'The New Light of Myanmar'. "Wenn eine Seite ein Zugeständnis macht, sollte das die andere Seite auch tun", so die Junta in ihrem Blatt.

Die Begegnung wurde an die Bedingung geknüpft, dass sich die Friedensnobelpreisträgerin gegen die internationalen Sanktionen ausspricht. Das einzige direkte Gespräch zwischen Than Shwe und Aung San Suu Kyi fand im Jahre 2002 statt.

Die USA verschärfen unterdessen weiter die Sanktionen. Präsident Bush wies das Finanzministerium an, zusätzliche Konten von weiteren Militärs auf US-Banken zu sperren.


Samstag, 20. Oktober 2007

Http://BirmaBerichterstattung.blogspot.com neu 44 Foltergefängnisse, 32 Arbeitslager und mindestens 5'000 politische Gefangene

44 Foltergefängnisse (Angaben der Birmanischen Regierung)

Birma Berichterstattung
Dies ist der neue Palast mit Pool in Naypyidaw von General Than Shwe, Juntachef (verbunden mit unterirdischem Bunkersystem). General Maung Aye, die Nummer zwei, residiert gleich daneben

- Weitere Auflistungen von Folter-Gefängnissen mit einigen Photos.
Siehe Post vom Vortag oder:
Burma Berichterstattung: 43 Foltergefängnisse, 32 Arbeitslager und mindestens 5'000 politische Gefangene

Sie können meine Burma / Birma News auch direkt in Eurem 'RSS' oder 'FeedReader' - Programm
aktivieren unter:
http://birmaberichterstattung.blogspot.com/


ich nehme gerne Hilfe und Anregungen in Anspruch. Solltet ihr Verbesserungen oder einfach Fragen oder News haben, so sendet diese mir unter: aseannews@gmx.net


44 Foltergefängnisse. Offizielle Angaben der Junta

Jonas M. Lanter

Neues Gefängnis der 'Tamadaw' (Militärs): In Pyjnmana (Naypyidaw (*) wurde für politische Gefangene eine neue Folterstätte gebaut.

'Jeder politische Gefangene wird gefoltert!'; protokollierte Aussagen ehem. Aktivisten und heutigen NLD - Mitgliedern, Exilanten, Ethnischen Volksgruppen in und entlang der Burmesischen Grenzen.

IDP's oder 'Internally Displaced Persons / or Peoples'. Betreffender bezeichnet als Flüchtlinge. Von einigen Stämmen ist bekannt, dass sie auf den Protokollen der UNO für 'Gefährdete und vom Aussterben bedrohten Völker' aufgelistet sind.

(*) Die 'Neue Hauptstadt': heisst Naypyidaw 'Bleibe der Könige' und wurde nach drei Jahren Bauzeit bezogen. Die neue Stadt wurde von Zwangsarbeitern errichtet. Nach Geheimdienst und Diplomatenkreisen umfasst das unterirdische Bunkersystem mindestens 40 Kilometer! Spezialisten für Planung und das umspannende, unterirdischen Bunkersysteme wurden auch von Firmen im Ausland geplant und gebaut. Dieses System verbindet alle Ministerien der Generäle. Für das unterirdische Sicherheitssystem ist meinen Recherchen zu Folge eine in der Schweiz domizilierte Firma verantwortlich. Zurzeit ist der neue Regierungssitz immer noch im Ausbau (siehe Photo Palast von General Than Shwe (Nummer EINS) und General Maung Aye (Nummer zwei).

Pyjnmana ist eine Stadt, in dessen Bezirk die Hauptstadt gebaut wurde. Diese liegt nahe zur Grenze zum Karen-State. Zur Sicherung der neuen Stadt wurden Hunderdtausende des Karen-Volkes vertrieben, eingesperrt oder umgebracht. Auch werden diese als unbezahlte, eine Mahlzeit pro Tag verspeisende Sklaven gehalten.

Pyjnmana ist eine überschaubare Provinzstadt mit einer langen Tradition. Sie hat einen eigenen, kleinen Flughafen. In der Stadt wird nun gebaut. Gebaut für Reinigunskräfte und einfache Arbeiter.

Die Regierungsmitglieder wohnen im Bezirke Pyinmana. Arbeitsstelle ist Naypyidaw; die "Bleibe der Könige"!

Post Scriptum:
Eure Kenntnisse über Burma, neues aber auch Kurioses und uns fremd wirkende Gegebenheiten nehme ich gerne entgegen. Habt Ihr dementsprechende Infos, würde ich dieses gerne in einem umfangreichen Buch über Burma; eine Art 'Lexika' verarbeiten . Halte Euch auf dem Laufenden.

Danke Euer jonas




Freitag, 19. Oktober 2007

43 Foltergefängnisse, 32 Arbeitslager und mindestens 5'000 politische Gefangene

Gefängnisse und Arbeitslager Burmas


Jonas M. Lanter

Dies sind die von der Junta angegebene, offiziellen Zahlen. Amnesty International geht davon aus, dass die politischen Gefangenen sogar mit 10'000 beziffert werden kann. Nach den Aufständen im September seien noch Tausende dazugekommen.

Einige Gefän
gnisse sind hier abgebildet. Die vollständige Liste nach Angaben der Militärs ist unten aufgeführt:



Bassein Prison

Lashio Prison

Kyaukyu Prison

Meiktila Prison

Insein Prison

Moulmein Prison

Prome Prison

Sittwe Prison




Anbei werden alle bekannten Gefängnisse Burmas aufgeführt:
(Quelle:
ASSISTANCE ASSOCIATION POLITICAL PRISONERS)

Bhamo prison:
Kachin state [North Burma] 803 miles to Rangoon.
Bassein prison:
Irrawaddy division [Lower Burma] 140 miles to Rangoon.
Buthitaung prison:
Araken state [West Burma] 730 miles to Rangoon.
Henzada prison:
Irrawaddy [Lower Burma] 123 miles to Rangoon.
Insein prison:
Rangoon division [Lower Burma]
Kale prison:
Sagaing division [NW Burma] 680 miles to Rangoon.
Katha prison:
Sagaing division [North Burma] 800 miles to Rangoon.
Kengtung prison:
Southern Shan state [E Burma]. 700 miles to Rangoon.
Hkanti prison:
Sagaing division [Nth Burma] 1200 miles to Rangoon.
Kyaukphu prison:
Araken state [W Burma] 450 miles to Rangoon.
Lashio prison:
Northern Shan state [NE Burma] 607 miles to Rangoon.
Loikaw prison:
Kayah state [E Burma] 551 miles to Rangoon
Magwe prison:
Magwe Division [Central Burma] 331 miles to Rangoon.
Mandalay prison:
Mandalay division [Upper Burma] 432 miles to Rangoon.
Maubin prison:
Irrawaddy division [Lower Burma] 60 miles to Rangoon.
Maikhtila prison:
Mandalay division [Central Burma]. 338 miles to Rangoon.
Mergui prison:
Tenasserim division in southern part of Burma. 545 miles to Rangoon.
Mogok prison:
Mandalay division [N Burma] 546 miles to Rangoon.
Monywa prison:
Sagaing division [Upper Burma] 517 miles to Rangoon.
Moulmein prison:
Mon state {Lower Burma] 187 miles to Rangoon.
Myaungmya prison:
Irrawaddy division [Lower Burma] 170 miles to Rangoon.
Myingyan prison:
Mandalay division [Upper Burma] 396 miles to Rangoon.
Myitkyina prison:
Kachin state [N Burma] 919 miles to Rangoon.
Nyaung U prison:
Mandalay division [Central Burma] 426 miles to Rangoon.
Pa-an prison:
Karen state [Lower Burma] 135 miles to Rangoon.
Pakokku prison:
Magwe division [Central Burma] 440 miles to Rangoon.
Paungde prison:
West of Pegu division [Central Burma] 150 miles to Rangoon.
Pegu prison:
East of Pegu division [Lower Burma] 50 miles to Rangoon.
Prome prison:
West of Pegu division [Central Burma] 179 miles to Rangoon.
Shwebo prison:
Sagaing division [Upper Burma] 503 miles to Rangoon.
Sittwe prison:
Araken state [W Burma] 590 miles to Rangoon.
Tachilek prison:
southern Shan state [E Burma] 795 miles to Rangoon.
Taunggyi prison:
Southern Shan state [Mid Eastern Burma] 454 miles to Rangoon.
Taungoo prison:
East of Pegu division [Lower Burma] 175 miles to Rangoon.
Tavoy prison:
Tenasserim division [S Burma] 395 miles to Rangoon.
Tharawaddy prison:
West of Pegu division [Lower Burma] 78 miles to Rangoon
Thayet prison:
Magwe division [Central Burma] 340 miles to Rangoon.
Kawthaung prison:
Tenasserim division [S Burma] 790 miles to Rangoon.
Pu-ta-o prison:
Kachin state [N Burma] 1150 miles to Rangoon. Currently under construction.




Donnerstag, 18. Oktober 2007

"Die Weltgemeinschaft ist nicht nur dazu da, um Burma zu bestrafen"

'Die Weltgemeinschaft ist nicht nur dazu da, um Burma zu bestrafen, obwohl es weiterhin zu willkürlichen Verhaftungen kommt'

so der UNO-Sonder-Beauftragte für Burma, Ibrahim Gampari



Angeblich wurde in einem Kloster grössere Mengen an Sprengstoff gefunden



Jonas M. Lanter
Der UN-Beauftragte für Burma hat eine Doppelstrategie für den Umgang der internationalen Gemeinschaft mit dem Militärregime vorgeschlagen. Neben einer entschlossenen Haltung sollte man auch versuchen, Burma (Burma) mit positiven Anreizen zu demokratischen Reformen zu bewegen, sagte Ibrahim Gambari am Donnerstag nach Gesprächen in der Hauptstadt Indonesiens, Jakarta. 'Die Welt ist nicht nur dazu da,Burma zu bestrafen', sagte der Diplomat während seiner zweiten Reise seit der gewaltsamen Niederschlagung der Proteste in Burma vor drei Wochen.
Der Sonderbeauftragte Gambari rief China dazu auf, seinen Einfluss auf das Militärregime geltend zu machen. 'Wir betrachten China weiter als Verbündeten', sagte Gambari vor Journalisten. Im November will er in Burma selbst seine Vermittlungsbemühungen fortsetzen. Unterdessen bemühte sich die Burmesische Militärjunta weiter, die Verhaftung von Regimegegnern zu rechtfertigen.
Bei einem 23-jährigen Mönch im Kloster Nan Oo in Rangun seien grosse Mengen Sprengstoff aus US-Produktion gefunden worden, hiess es am Donnerstag in der staatlichen Zeitung 'New Light of Myanmar'.
Am Mittwoch hatte die Regierung die Zahl der Festgenommenen mit 2.927 angegeben. Von diesen seien noch nahezu 500 in Haft. Nach Informationen von Diplomaten sollen hingegen bis zu 6.000 Personen festgenommen worden sein. Auch war die Zahl der Toten bei der Niederschlagung der Proteste am 26. und 27. September nach diesen Angaben viel höher als zehn, wie vom Regime angegeben.

Amnesty International berichtete am Mittwoch von Folterungen und mangelhafter Versorgung in überfüllten Gefängnissen im ganzen Land. Ausserdem komme es weiterhin zu willkürlichen Verhaftungen von Anhängern der Opposition.

Unterdessen verlieh Kanada der Birmanischen Oppositionsführerin Daw Aung San Suu Kyi die Ehrenbürgerschaft. Die Friedensnobelpreisträgerin des Jahres 1991 verkörpere den langen Kampf für Demokratie in Burma, erklärte der kanadische Ministerpräsident Stephen Harper am Mittwoch in Ottawa. Aussenminister Maxime Bernier rief die Regierung in Burma auf,
Daw Aung San Suu Kyi sowie alle anderen politischen Gefangenen umgehend freizulassen, die Bürger- und Menschenrechte zu respektieren und in einen Dialog mit der Opposition einzutreten.

19. Oktober 2007

"Es gibt keinen Grund unseren Kurs zu ändern"

"Es gibt keinen Grund unseren Kurs zu ändern"


Jonas M. Lanter


Bei der Niederschlagung der Demokratiebewegung sind in Burma mehr Menschen festgenommen worden als bisher bekannt: Wie die Junta einräumte, wurden 3000
Menschen festgenommen. Bisher war von 2100 die Rede gewesen.
Wie das Staatsfernsehen "New Light of Myanmar" weiter berichtete, seien landesweit noch immer rund 500 Menschen in Haft. Von den Sanktionen der EU und Japans zeigte sich die Militärführung unbeeindruckt.
«Es gibt keinen Grund unseren Kurs zu ändern», hiess es in der amtlichen Zeitung «New
Light of Myanmar».

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) zeigte sich über das Schicksal vieler
vermutlich Festgenommener besorgt. Wie Einsatzleiter Peter Krähenbühl sagte, baten
Dutzende besorgte Familien das Rote Kreuz, bei der Suche nach festgenommenen oder
vermissten Verwandten und Bekannten zu helfen.

Krähenbühl zufolge will die Junta ihr 2005 verhängtes Verbot gegen das IKRK, Gefängnisse
zur Prüfung der Haftbedingungen zu besuchen, nicht aufheben. Seinerzeit wurde der Schweizerische IKRK Sondergesandte für Burma, Herr Leon de Riedmatten des Landes verweisen.

Mehrere Mitglieder der oppositionellen Nationalen Liga für Demokratie (NLD) wurden
unterdessen zu langen Haftstrafen verurteilt, wie Verwandte erklärten.

Unter den Verurteilten sei der 85-jährige Saw Kyaw Khine, der an den Protesten nicht teilgenommen habe soll und auch nicht in der Stadt gewesen sei.

Kyaw Khine, der NLD-Chef in der Stadt Taunggok ist, sei zu siebeneinhalb Jahren Haft
verurteilt worden, ebenso wie der ebenfalls aus Taunggok stammende NLD-Funktionär Saw Ko
Min Aung. Die Prozesse haben unter Ausschluss jeglicher Verteidigung und der Öffentlichkeit stattgefunden.

Zwei weitere NLD-Mitglieder sollen zu jeweils viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden
sein. Nach Informationen aus Burma gehen auch die Razzien und die Festnahmen von
Regimekritikern weiter.


Auch mit 72 Jahren kämpft dieser Karen gegen die korrupten Generäle


Junger Soldat der DKBA im Schützengraben
(Demokratic Karen Buddhist Army).
Früher kämpfte dieser Junge zusammen mit der KNLA (Karen National Liberation Army); heute
sind diese untereinander verfeindet. Die DKBA kämpft heute mit den Generälen unter Than Shwe's SPDC


Auch moslemische Gruppen wie die Rohyngas kämpfen gegen das Regime. In Burma selbst
wurden fast alle zwangsumgesiedelt oder ins nahe Ausland nach Bangladesch oder Malaysia vertrieben. Andere werden zu Zwangsarbeiten missbraucht und viele wurden ermordet


18. Oktober 2007