Freitag, 9. Mai 2008

Die Katastrophe nach der Katastrophe

Die Katastrophe nach der Katastrophe

Unzählige Tote im Irrawaddy-Delta (Irrawaddy Division)

jonas m. lanter

Zuvor hatte sich der Streit zwischen der Militärjunta und der UN zugespitzt: In einem beispiellosen Affront hatte das Militärregime in Burma Hilfslieferungen des Welternährungsprogramms beschlagnahmt. Die Regierung wies diese Darstellung zurück. Zudem verweigerten die Generäle auch knapp eine Woche nach dem verheerenden Zyklon 'Nargis' ausländischen Helfern die Einreise - auch dies ist ein nach UN-Angaben in der Geschichte der humanitären Arbeit ein noch nie dagewesener Vorgang.
WFP-Sprecher Paul Risley teilte in Bangkok mit, "alle Lebensmittelhilfe und Ausrüstung wurden beschlagnahmt, die wir bislang geschafft haben, hinein zu bringen". Es sei unklar, warum die Hilfslieferung - darunter 38 Tonnen energiereiche Kekse - beschlagnahmt worden sei.

"Ich verliere die Geduld"

Der UN-Koordinator für humanitäre Aktionen, John Holmes, sagte der französischen Zeitung "Le Monde", er wisse nicht, warum die Behörden ausländischen Helfern und Organisationen den Zugang zur Not leidenden Bevölkerung verhindere. "Ich verliere die Geduld", zitierte die Zeitung Holmes. Aber es gebe keine andere Möglichkeit, als die Verantwortlichen von der Notwendigkeit zu überzeugen, ihre Politik zu ändern. Es gehe um die Versorgung von bis zu 1,5 Millionen von 'Nargis' betroffenen Menschen.

Das birmanische Aussenministerium erklärte, man sei zwar dankbar für Versorgungsgüter aus dem Ausland, wolle diese aber selbst verteilen. Am Donnerstag sei in Rangun ein Flugzeug mit Rettungskräften gelandet, die keine Einreisegenehmigung gehabt hätten. Die Maschine sei zurückgeschickt worden. Erst am Donnerstag waren außerdem die ersten Flugzeuge des Roten Kreuzes und des Welternährungsprogramms (WFP) mit Versorgungsgütern in Myanmar gelandet. Amerikanische Militärflugzeuge mit Hilfsgütern wurden weiter abgewiesen.

Der in Norwegen ansässige Sender 'Democratic Voice of Burma' veröffentlichte Bilder des Elends im von 'Nargis' am schlimmsten betroffenen Irrawaddy-Delta. Auf eine Strasse hatte jemand geschrieben "Bitte kommt und helft uns". Wenige Meter weiter stand "Wir haben Hunger".

10. Mai 2008

Burmas Schande: Junta beschlagnahmt Hilfsgüter

Laut dem 'World Food Program' der Vereinten Nationen weltweit nur zehn (10) Visa zur Einreise bewilligt!

jonas m. lanter

Wie soeben von der UN, dem 'World Food Program', bestätigt wird, wurden alle Hilfsgüter von der Junta beschlagnahmt.
Auch seien nur zehn (10) neue Visa weltweit erteilt worden, um der verarmten, hungernden und traumatisierten Bevölkerung zu helfen. Sechs (6) Visa gingen an Hilfsorganisationen aus Thailand. Vier (4) weitere wurden nur auf Zeit und ohne Garantie gewährt. Welcher Zynismus anhand der riesigen Katastrophe.

Die Militärs sind direkt für den Tod von Zehntausenden verantwortlich. Tausende Schwerstverletzte werden so zusätzlich in den nächsten Tagen sterben.

Folgende Frage stellt sich: Will die Junta sich ihrer eigenen Bevölkerung entledigen? Ich denke ja. Es muss weniger gefoltert und getötet werden.

Die Junta überlässt Burmas Bevölkerung bewusst ihrem Schicksal. Damit können die Militärs ihre Machtbasis ausbauen und die Menschen sind mit Hunger, Tod, Seuchen und Verwüstungen geschlagen. Medikamente sind keine vorhanden.

Die höheren Chargen oder Junta - Eliten in der neuen Hauptstadt Nay Pyi Taw nördlich der Bezirksstadt Pyinmana gelegen verfügen über jeglichen Luxus inklusive einem unterirdischen, atombombensicheren Bunkersystem mit eigenen, spezialisierten Ärzten und mindestens zwei Spitälern.

Laut Insider-Wissen ist das unterirdische Bunkersystem mit einem Radius von 40 km mit allen wichtigen Ministerien direkt verbunden. Auch von General Than Shwes Villa kann der Diktator sofort in dieses System gebracht werden! Pflichtlager an Lebensmittel und Luxusgütern, welche sonst kein Burmese für möglich hält.

Ein hoher Militär erwähnte mir gegenüber, dass sie dort für Monate unter Tage bleiben können. Eine Frischwasseraufbereitungsanlage und ein integriertes Luftfiltersystem ermöglicht es ihnen. Laut Quellen habe ich in Erfahrung bringen können, dass zumindest westliche Statistiker und Architekten an den Plänen zum Bau beteiligt waren.

9. Mai 2008

Donnerstag, 8. Mai 2008

Burmas Generäle erpressen die Hilfsorganisationen

Die Junta will in erster Linie Geldmittel



jonas m. lanter

Organisationen müssen Bestechungsgelder an die Junta bezahlen, um ins Land gelassen zu werden. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Generäle nur Hilfslieferungen zulassen, wenn auch sogenannte Goodwill - Gelder an die Junta fliessen. Genau dies macht die Sache so schwierig. Oberste Priorität sollte es sein, der verarmten und obdachlosen Bevölkerung zu helfen. Durch Schikane seitens der burmesischen Behörden können keine Schwerstverletzten versorgt werden, man lässt sie sterben wie bereits geschehen. Obwohl die Militärs bereits Stunden vor dem Zyklon gewarnt wurden, haben sie nichts unternommen. Ich will damit sagen, dass diese bewusst den Tod von Zehntausenden von Menschen in Kauf genommen haben. Jeder Arzt weiss, dass in dieser Situation jede Stunde zählt. Es werden weitere Menschen dem Skrupel der Junta geopfert.
Sollen oder wollen wir spenden? Ich sage ja. Mit der Einschränkung, dass die Organisationen wie die UN sprich UNHCR bzw. WHO und 'Nicht-Regierungs-Organisationen' (NGO) wie 'Amnesty International' den Generälen auch eine Gegenleistung für eine längerfristige Zusammenarbeit abringen. Sollte dies nicht der Fall sein, so werden die Hilfsorganisationen weltweit zur Erpressung von Geldern gezwungen. Dies geschieht heute nebst Burma bereits auch in Afrika. Burma ist aber in dieser Beziehung nicht zu schlagen; die Generäle erpressen die Weltengemeinschaft. Ist es denn der Sinn dieser Organisationen, Schmiergelder zu bezahlen, um Hilfsbedürftigen überhaupt Medikamente, Wasser und Nahrungsmittel zukommen zu lassen?
Die Generäle lassen sich bitten, Ihnen Geld zu spenden. Wo bleibt die von den Spendern geforderte moralische Verpflichtung zur Hilfe, wenn moralischen Bedenken seitens der Organisationen und der Militärs mit Füssen getreten werden?

9. Mai 2008

Mittwoch, 7. Mai 2008

"Die Geister seien dem Volke nicht wohlgesinnt, da diese nach Unabhängigkeit streben und so ihrer gerechten Strafe zugeführt werden"

"Diese Individuen, die das Militär absetzen wollen, wurden durch Geister bestraft"
'ET'; General Than Shwes Wahrsagerin




jonas m. lanter

Burmas regierende Generäle sind sehr abergläubisch. Vor jeder wichtigen politischen Entscheidung konsultiert General Than Shwe seine Wahrsager, sprich Nats und lässt sich von seiner obersten Hofastrologin die Karten legen. Nats sind in Burma sehr angesehen und jede Familie, welche etwas auf sich hält, hat auch seinen bevorzugten "Nats", welche wir als Transvestiten umschreiben würden. In Burma sind Nats heilig.

Die oberste Wahrsagerin des Generals bekräftigte ihn mit der Aussage: "Der Zyklon ist ein göttliches Zeichen an der Macht festzuhalten"

Der Machthaber General Than Shwe unternimmt nichts ohne seine oberste Wahrsagerin, die in Burma bekannte 'ET', zu konsultieren. Und 'ET' bekräftigt den Juntachef in seiner Überzeugung, dass dieser Zyklon ein 'Wink' der Geister sei, weiterhin an der Macht zu bleiben: "Die Geister seien dem Volke nicht wohlgesinnt, da diese nach Unabhängigkeit streben und so ihrer gerechten Strafe zugeführt werden".

Derweil werden Abertausende von Leichen in die Flüsse geworfen: "Überall stinkt es nach Verwesung", so ein Bewohner des Irrawaddy-Deltas.

Die Lage in Burma wird am Tag vier nach der Katastrophe immer schlimmer. Denn ausländische Helfer kommen nicht durch und müssen auch gegen Behördenwillkür ankämpfen.

In einem der abgelegenen Orte hat die Hilfsorganisation 'Save the Children' Tausende von Toten gesehen; "Berge von Leichen, die auf der Strasse verwesen. Die Sterbenden werden sich selbst überlassen".

8. Mai 2008

Massenmord im Insein bestätigt; noch mehr Tote (Beitrag vom Montag)

Massenmord an Häftlingen


In der 'No. I Hall' wurde auf die 1500 Gefangenen geschossen

jonas m. lanter

Zu einem Massenmord ist es nach Angaben der gewöhnlich gut informierten "Assistance Association for Political Prisoners in Burma" (AAPPB) im berüchtigten Gefängnis Insein in Rangun gekommen. Die Gefängniswärter hätten in den frühen Morgenstunden des 3. Mai wahllos auf 1500 Häftlinge geschossen, die panisch aus Angst vor dem Wirbelsturm gefordert hätten, in Sicherheit gebracht zu werden, berichtet AAPPB-Sprecher Ko Kyi, selbst ein ehemaliger politischer Häftling in Insein. "36 Häftlinge starben auf der Stelle und mindestens 78 sind verletzt worden", sagt Bo Kyi von seinem Exil in Maesot an der thailändisch-myanmarischen Grenze zu stern.de. In den Tagen danach seien die Häftlinge für ihren "Aufstand" schwer bestraft worden. "Vier wurden zu Tode gefoltert und 98 Gefangene, darunter vier Mitglieder der Oppositionspartei Nationale Liga für Demokratie, sind in Einzelhaft gesperrt worden."

8. Mai 2008

Die Militärjunta in Burma ist für die Tragödie, die der Zyklon 'Nargis' ausgelöst hat, direkt verantwortlich


"Die Geister seien dem Volke nicht wohlgesinnt, da diese nach Unabhängigkeit streben"Tausende von Toten werden in die Flüsse geworfen

Militärs sind völlig überfordert

jonas m. lanter

Burmas regierende Generäle sind sehr abergläubisch. Vor jeder wichtigen politischen Entscheidung konsultiert General Than Shwe seine Wahrsager, sprich Nats und lässt sich von seiner obersten Hofastrologin die Karten legen. Nats sind in Burma sehr angesehen und jede Familie, welche etwas auf sich hält, hat auch seinen bevorzugten "Nats", welche wir als Transvestiten umschreiben würden. In Burma sind Nats heilig.

Die oberste Wahrsagerin des Generals bekräftigte ihn mit der Aussage: "Der Zyklon ist ein göttliches Zeichen an der Macht festzuhalten"

Der Machthaber General Than Swhe unternimmt nichts ohne seine oberste Wahrsagerin, die in Burma bekannte 'ET', zu konsultieren. Und 'ET' bekräftigt den Juntachef in seiner Überzeugung, dass dieser Zyklon ein 'Wink' der Geister sei, weiterhin an der Macht zu bleiben: "Die Geister seien dem Volke nicht wohlgesinnt, da diese nach Unabhängigkeit streben und so ihrer gerechten Strafe zugeführt werden".

Derweil werden Abertausende von Leichen in die Flüsse geworfen: "Überall stinkt es nach Verwesung", so ein Bewohner des Irrawaddy-Deltas.

Die Lage in Burma wird am Tag vier nach der Katastrophe immer schlimmer. Denn ausländische Helfer kommen nicht durch und müssen auch gegen Behördenwillkür ankämpfen.

In einem der abgelegenen Orte hat die Hilfsorganisation 'Save the Children' Tausende von Toten gesehen; "Berge von Leichen, die auf der Strasse verwesen. Die Sterbenden werden sich selbst überlassen".

Yangon, 7. Mai 2008

Montag, 5. Mai 2008

Burma: Im berüchtigten Insein – Gefängnis wurde während des Wirbelsturms das Feuer auf die Insassen eröffnet

Im berüchtigten Insein – Gefängnis wurde während des Wirbelsturms das Feuer auf die Gefangenen eröffnet

Exklusiv-News aus Rangun

Insein-Prison: Eine der schlimmsten Folterstätten überhaupt

Hier wurde das Feuer auf die Gefangenen eröffnet

jonas m. lanter

Am Freitag den 2. April 2008 gen Mitternacht erreichte der tropische Wirbelsturm 'Nargis' Burma. Der Sturm zerstörte auch einen Teil des berüchtigten Insein - Gefängnis ausserhalb Ranguns. Viele Dächer wurden nacheinander auseinander gerissen. In Folge der Zerstörung in einem Bereich des Gefängnisses wurden über 1000 Gefangene gezwungen sich innerhalb des Hauptkomplexes zu versammeln. Es wurde ihnen nicht erlaubt, sich in Sicherheit zu bringen.

Der Gefängniskomplex wurde abgeriegelt.
Die Insassen waren vor Nässe, Kälte und Hunger ausgelaugt. Um etwas Wärme zu haben, begannen sie ein Feuer zu machen. Da das Holz aber vom Salzwasser der drei Meter hohen Flutwelle noch feucht war, entwickelte sich starker Rauch. Die Insassen des berüchtigten Folter-'Knastes' wie auch die Wärter und Soldaten gerieten in Panik. Darauf eskalierte die Situation und Chaos brach aus. Um die Lage wieder in den Griff zu bekommen, wurden Soldaten und eine Polizei-Spezialeinheit zur Bekämpfung von Aufständen aufgefordert, das Feuer auf die Gefangenen zu eröffnen. Nach bestätigten Angaben wurden sechs Gefangene sofort getötet und 30 weitere zum Teil schwer verletzt. Nach inoffiziellen Angaben wurden während des Durchgreifens mindestens zehn Gefangene ermordet. In den frühen Morgenstunden seien durch die Gefängnisbehörden weitere sechs Gefangene exekutiert worden.

Yangon, 5. Mai 2008


"Zum Teufel mit der Demokratie, wir brauchen Wasser, wir brauchen Reis"

Zyklon fordert über zehntausend Opfern




Der Zyklon zerstörte 90 % aller Bäume in Rangun

Weg der Verwüstung

jonas m. lanter

Der Zyklon, welcher über die Hauptstadt Rangun, das Irrawaddy-Delta, den Mon- und den Karen-State fegte, forderte mehr als 15'000 Opfer. Die Grundnahrungsmittel haben zum Teil eine Erhöhung von 1000 Prozent und mehr erreicht. Tausende von Häusern in Rangun wurden durch den Sturm zerstört. Im ganzen Lande geht man von zehntausenden eingestürzten Gebäuden aus. Dieses Wochenende wird über ein Verfassungsreferendum der Parteimitglieder für die Wahlen im Jahre 2010 abgestimmt.
Obwohl das Volk hungert, die Inflation im besorgniserregenden Ausmasse zunimmt, will die Junta am Referendum dieses Wochenende festhalten. Ein Burmese, welcher ungenannt bleiben möchte, bringt das ganze Ausmass der Katastrophe auf den Punkt: "Zum Teufel mit der Demokratie, wir brauchen Wasser, wir brauchen Reis!"

4. Mai 2008

Mittwoch, 30. April 2008

Burma, Tibet und die Olympischen Spiele - Schluss mit der Heuchelei

Gerade wegen der Olympischen Spiele in Peking verschlechtert sich die Menschenrechtssituation in China

Fackellauf der Schande

Burma, Tibet, Katastrophen und die Olympischen Spiele - Schluss mit der Heuchelei

Gerade wegen der Olympischen Spiele in Peking verschlechtert sich die Menschenrechtssituation in China


jonas m. lanter

Der Welt drohen Hunger, Armut, Massensterben und Kriege.Katastrophen von "unbekanntem Ausmass" infolge der weltweiten Lebensmittelknappheit. Spekulationen und Anbau von Lebensmitteln für "Bio"-Treibstoff vorab in China, Indien und den Vereinigten Staaten.

Dies sagt nicht irgendwelche Organisation, sondern der UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, Jean Ziegler. Wollen die UN, die Weltbank und die Politiker glaubhaft bleiben, muss gehandelt werden!

Gerade durch die Olympischen Spiele in Peking werden geringste Fortschritte in der Frage der Menschenrechte in China zunichte gemacht. China hat sich wenige Monate zuvor noch zur Verbesserung der Lage der Menschenrechte im Lande zumindest teilweise geöffnet.
Seitdem aber die Olympischen Spiele nun stattfinden und die Welt gebannt nach Burma, in den Tibet und nach China schauen, verschlimmert sich die Situation für die Menschen je näher der Termin zur Eröffnung rückt.
Dies zeigt eindeutig, dass die Weltengemeinschaft nun handeln soll und muss. Denn sonst haben es der Westen und die UN verspielt, überhaupt noch glaubhaft zu scheinen, die Menschenrechte Chinas stärken zu wollen.

Wir fordern ein Ende dieser "Heuchel"-Politik in dieser schwierigen, unsicheren und chaotischen Zeit. Da China neben anderen am meisten den Hungertod und Kriege um Ressourcen durch weltweiten Aufkauf von Weizen und anderen Grundnahrungsmitteln beschleunigt, sind mittlerweile bereits in 44 Ländern kriegsähnliche Zustände zu beklagen. Sollten wir nicht sofort handeln, werden Millionen von Opfern, Kriege und eine rapide Verschlechterung des Lebensstandards auch bei uns zu beklagen sein.

Haben wir aus der Untätigkeit am Genozid in Ruanda, dem Kongo und anderen Ländern nichts gelernt?

Ein Stealth - Bomber der amerikanischen Streitkräfte kostet das Dreifache der am dringendsten benötigten Mittel zur Tilgung des weltweiten Hungerns. Das Problem zur Geldbeschaffung klingt hier wie blanker Hohn!
Wie lange wollen wir noch zusehen, wie sich die meisten Parteibonzen beklatschen und ihre Macht missbrauchen? Genug ist genug. Jetzt ist die UN gefordert. Versagt sie, sind auch wir gescheitert.
Wie der Generalsekretär der UN sagte, stehen wir vor einem noch nie dagewesenen Desaster. In dieser Hinsicht muss schleunigst gehandelt werden.Wir fordern ein Boykott der Eröffnungsfeier. Wir können China nicht alles 'durchgehen' lassen!


Taten müssen folgen! Auch wenn China einer der mächtigsten Handelspartner ist.

30. April 2008

Freitag, 25. April 2008

Burma: Auch Söldner kämpfen gegen die Junta

Söldnern kämpfen gegen burmesische Truppen. Aber auch die Junta bemächtigt sich westlicher Legionäre

Bilder von Fremdenlegionären, die gegen die Soldaten des 'State Peace and Development Councils' des Diktators Than Shwe kämpfen. Zu seinem Schutz muss der Söldner unerkannt bleiben. Dieser Engländer ist ein ehemaliger französischer Fremdenlegionär. Vorab in den ehemals französischen Kolonien in Afrika tötete er seit jungen Jahren. Eine Ausbildung in unserem Sinne hat er nicht.

Kinder kämpfen immer noch bei der Junta und bei verschiedenen Gruppierungen, welche die Machthaber bekämpfen. Der Chairman des 'Ethnic National Councils', Saw Ba Thin Sein, hat das UN-Agreement zum Schutze der Kinder erst ratifiziert. Trotzdem kämpfen auch weiterhin Kindern unter ihnen.
Um diese Komplexität verstehen zu können, sollte Mann / Frau mein Interview - Beitrag vom 22. Dezember 2007 mit dem Leader lesen. Da Ba Thin bewaffnete Bodyguards benötigt, ist dies eines seiner seltenen Exklusiv-Interviews. Ich konnte dieses Interview an der Grenze Thailand / Burma führen, weil wir uns seit 14 Jahren auch privat schätzen. Damit ihr einen korrekten Einblick zu der Kindersoldatenthematik bei den burmesischen Völkern verstehen könnt, muss man wissen, dass in einigen Staaten sprich 'Sonderregionen' das Erwachsenenalter bei zwölf, vierzehn oder auch 18 Jahren liegt. Deren Eltern wurden vielfach von Regierungstruppen ermordet, die Dörfer gebrandschatzt und Frauen vergewaltigt. Diese Kinder konnten fliehen oder waren ausserhalb der Siedlung als die Soldaten kamen.


jonas m. lanter

Siehe Interview im Beitrag vom 22. Dezember 2007 mit Saw Ba Thin Sein, welcher als oberster Chief sprich Chairman die grossen Ethnien Burmas vertritt! Nobelpreisträger und Ex-Präsident der Vereinigten Staaten, Jimmy Carter, unterstützt auch den Ethnic National Council und ist ein bekannter von Ba Thin (Abbildung Beitrag 22.12.2007)

Update folgt!

Freitag 25. April 2008

Donnerstag, 17. April 2008

Burma muss im Fokus der Weltpresse bleiben

Burma muss im Fokus der Weltpresse bleiben;
UN-Vetorechte müssen fallen

jonas m lanter

Wir wollen, dass in Burma die Menschen frei werden. Wir wollen, dass Tibet sich seiner Besatzungsmacht China entledigen kann und der Dalai Lama aus dem Exil in seine Heimat zurückkehrt.
Um dieses Ziel erreichen zu können muss auf China massiv mehr Druck gesetzt werden. Geschieht dies nicht vor Beginn der Olympiade, so fällt eine zeitlich begrenzte, aber historische einmalige Chance.

Eine solche Gelegenheit verstreichen zu lassen gleicht der Billigung der Grossmacht China auch weiterhin die Menschenrechte mit Füssen zu treten. Die sogenannten Vetorechte im UN-Sicherheitsrat müssen fallen. So lange im obersten Gremium der Weltengemeinschaft dieses Recht für einige wenige existiert, kann keine Einigung erzielt werden.

Die Vetomächte China, Russland, Grossbritannien, die USA und Frankreich werden sich auch in Zukunft gegenseitig blockieren. Die übrigen Staaten werden zum Spielball dieser Mächtigen. Überwachung jedes Einzelnen schafft Misstrauen untereinander und zeigt, dass diese Vetorechte eine Zweiklassengemeinschaft fördert statt unterbindet. Da die UNO zur Friedensförderung und Sicherung gegründet wurde, darf keinem Staat ein solches Recht zugestanden werden. Auch wenn vorab die Vereinigten Staaten, China und Russland sonst ihren finanziellen Beitrag an die UNO zusammenstreichen ist dies moralisch nicht vertretbar. So werden andere UNO-Mitglieder teilweise unter enormen Druck gesetzt. Die Mehrheit der Mitglieder der Vereinten Nationen müssen unter Zwang leben und handeln oder sich einem dieser Vetostaaten anschliessen.

Wer schweigt und in der Lage wäre Menschenrechte zu verbessern, Versklavung zu verhindern und Unterdrückung zu unterbinden macht sich mitschuldig. Mitschuldig an Mord, Folter und Totschlag durch deren Untätigkeit sprich Unfähigkeit zum Handeln.

Wer denken und sehen kann, kann auch handeln und verändern. Wir müssen lernen, dass nicht Geld der Massstab aller Dinge ist. Auch mit Ressourcen und der Unterstützung ausgebeuteter, kriegführender Länder wie dem Kongo, Sudan und vielen anderen müssen unter einem ganz anderen System geführt werden. Es sollte ein gewisses Bonus - Malus-System, welches weltweit oberste Priorität geniesst, eingeführt werden. Dies kostet viel wäre aber bezahlbar. Würden wir die weltweiten Rüstungsgelder zu einem Teil in Friedens fördernde Projekte investieren wäre mit einer guten Planung Krieg und Hunger in wenigen Jahren grösstenteils besiegt.

Der UN-Sicherheitsrat muss sich von diesem 'Vetorecht' einiger zum Teil totalitären Regimen entledigen und massiv mehr Druck gegen China und andere Staaten aufsetzen.
Nur so werden die Spiele in Peking und die neue Wirtschaftsmacht China in guter Erinnerung bleiben!

17. April 2008

Samstag, 12. April 2008

Burma; Kampf um Ba Yin Naung Hill

Kampf um Ba Yin Naun Hill




Alle Aufnahmen Copyright by aseannews@gmx.net

Clash at Ba Yin Naung Hill
jonas m. lanter

Da kaum politischen Fortschritte in Burma erzielt werden und auch sonst wenige Neuigkeiten zu uns gelangen, will ich Euch erklären, was es mit meinem Titel-Photo des Gefangenen auf sich hat.
Dieser Gefangene gehört zu der staatlichen 'Tatmadaw'; sprich Militärs. Dieses wurde 1997 in Burma zum 'State, Peace and Development Council'; SPDC umernannt, welche ironischerweise 'Staatsrat für Friede und Entwicklung' heisst.

Der abgebildete Gefangene ist ein Übermittlungssoldat und wurde beim Kampf um Ba Yin Naung Hill nahe an der Grenze zu Thailand im Karen / Kayin-State gefangen genommen. Die Kämpfer der meist christlich-baptistischen 'KNLA' oder der 'Karen National Liberation Army' haben den Juntaposten nach einem einstündigen Gefecht am 10. November 2000 eingenommen. Drei Tote auf Seiten der Junta-Truppen, ein Verwundeter bei den Karens und wenig erbeutete Munition waren die bescheidene Beute. Bereits nach drei Wochen war derselbe Posten bei Ba Yin Naung Hill von Juntasoldaten der Leichten Infanterie Division wieder aufgebaut.

Dieser Übermittlungssoldat war unbewaffnet und hatte sein altes Funkgerät bedient. Mir wurde ein halbes Jahr später versichert, dass sie den Gefangenen gehen liessen. Zurück zu seiner Einheit könne er nicht, da er seiner Uniform und seines Funkgerätes beraubt sogleich exekutiert würde. Dies auch als Abschreckung für etwaigen Ungehorsam der unteren Chargen.

Bedauerlicherweise konnte ich keine gesicherten Kenntnisse über diesen SPDC-Soldaten erfahren. Ob er noch am Leben ist?

Clash at Ba Yin Naung Hill, 10. November 2000

12. April 2008


Montag, 31. März 2008

Burmas Diktator will "Vernichtung aller Gegner"

Feilschen um Ressourcen, Macht und Geld
Ein gemeinsames Burma wird es nicht geben


Jonas M. Lanter

Im Jahre 2010 soll eine Zivilregierung die Macht übernehmen. Die Nationale Liga für Demokratie 'NLD' unter der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi bleibt von den Wahlen ausgeschlossen. Damit wird es jeglicher Opposition verunmöglicht, über ihre eigene Zukunft mitzubestimmen.

Diktator Than Shwe zeigt sich selten in der Öffentlichkeit. Der als paranoid und äusserst grausame Juntachef Burmas machte nur wegen des 63. Jahrestages der Armeegründung, der 'Tatmadaw' eine Ausnahme. Denn dieses 'Jubiläum' fällt gleichzeitig mit der Niederschlagung der friedvoll demonstrierenden Mönche vor sechs Monaten zusammen.

Mit martialischen Worten forderte der bereits 75-Jährige General die Streitkräfte dazu auf, gegen alle Staatsgegner vorzugehen. „Die Tatmadaw (Anmerkung Armee) soll dabei helfen, interne oder externe zerstörerische Kräfte, die Stabilität und Fortschritt des Staats gefährdeten, zu vernichten“, so der Diktator am Donnerstag während der Militärparade in der abgelegenen neuen Hauptstadt Naypyidaw. Was soviel wie 'Der Sitz der Könige' oder 'Die Bleibe der Könige' heisst.

Wie er sich den Umgang mit vermeintlichen Staatsfeinden vorstellt, hatte der Hardliner letzten September auf erschreckende Weise demonstriert: Die von friedlichen Mönchen angeführten Massenproteste für Demokratie wurde blutig niedergeschlagen. Nach Angaben burmesischer Beobachter wird die Zahl der Toten, Inhaftierten und Gefolterten auf einige Tausend geschätzt.

Die jüngsten Drohungen konterkarieren das, was die Militärs der Weltöffentlichkeit als "Roadmap for Democracy" verkaufen wollen: Nach den Wahlen 2010 wolle die Armee die jahrzehntelange Macht abgeben und in die Hände von Zivilisten legen, bekräftigte Diktator General Than Shwe. Dabei gilt das für Mai angekündigte Verfassungs-Referendum, das den Weg zu diesen Wahlen ebnen soll, längst als Farçe. Bisher sind weder Termin noch Inhalt bekannt.

Parlamentssitze für Günstlinge

Fest steht: Von einem Machtverzicht des Militärs kann keine Rede sein. Der Entwurf sieht vor, die unter Hausarrest stehende Oppositionsführerin Daw Aung San Suu Kyi von den Wahlen auszuschließen. Ein Viertel der Parlamentssitze ist für die Tatmadaw; das Militär reserviert. Sie verfügen über ein Vetorecht zur Berufung von Abgeordneten. Auch sagt man hinter vorgehaltener Hand, dass die Zivilisten, die künftig regieren sollen, aus den Reihen der berüchtigten "Union Solidarity and Development Association", sprich USDA stammen. Der USDA, den sogenannten 'Speerspitzen Burmas', werden schwerste Menschenrechts-
verletzungen vorgeworfen.

Ein ehemaliger Gefangener aus Burma wie auch der Sondergesandte der UN, Ibrahim Gambari, zeigen sich moniert gegenüber den Medien, dass das Volk den Entwurf noch nicht einmal zu Gesicht bekommen haben. "Die Leute haben bereits erklärt, dass sie diesen nicht akzeptieren werden, wenn Aung San Suu Kyi nicht an den Wahlen teilnehmen darf."

Etliche Untergrundorganisationen in den grösseren Städten rufen das Volk zur Ablehnung der Verfassung auf.

31. März 2008

Donnerstag, 20. März 2008

Burmas 'guter Buddhist' und wie Thailands Premier Tötungen in Burma als normal bezeichnet

Junta bändelt mit Thailands neuem Premier Hand in Hand, derweil die UN vor verschlossenen Türen steht




Jonas M. Lanter

Burmas 'guter Buddhist' und wie Thailands Premier Tötungen in Burma als normal bezeichnet

Junta bändelt mit Thailands neuem Premier Hand in Hand, derweil die UN vor verschlossenen Türen steht

Burmas brutales Militärregime bekommt moralische Unterstützung vom thailändischen Premier Minister Samak Sundaravej. Der auf Thaksin folgende neue thailändische Premierminister der von 'Thai Rak Thai' oder 'Thais lieben Thais' in 'Peoples Power Party' unbenannten Partei bezeichnete die Unterdrückung der Bevölkerung in Burma als "normal" und kritisierte in einem Fernsehauftritt die "einseitige Berichterstattung" über das burmesische Nachbarsland.

Der neue thailändische Premierminister Samak Sundaravej hat das Militärregime im Nachbarland Burma verteidigt: "Der starke Mann Than Shwe sei ein guter Buddhist, der jeden Tag bete", sagte der 72-jährige Premier Minister.

Im September hatte der als paranoid bezeichnete Generalissimus die brutale Niederschlagung von Mönchsprotesten angeordnet.

Daneben sagte der Premier in seinem wöchentlichen Fernsehprogramm vom vergangenen Freitag: "Tötungen und Unterdrückung sind dort normal!"

Welch ein Hohn für die 'Nationale Liga für Demokratie' und deren über 130 verschiedenen, meist verfolgten ethnischen Bewohner Burmas.

"Über Burma werde immer nur einseitig berichtet", sagte der für kontroverse Äusserungen bekannte Regierungschef. Thailand hat starke Wirtschaftsinteressen in dem Nachbarland. Burma wird weltweit wegen Foltergefägnisse für Oppositionelle und der brutalen Unterdrückung der eigenen Bevölkerung verurteilt. Das Militär eröffnete im September das Feuer auf zehntausende demonstrierende Mönche. Dabei wurden offiziell mindestens 31 Menschen getötet.

Nach Angaben von Dissidentengruppen wie der 'All Burma Students Democratic Front' und der Exilregierung um ein Vielfaches mehr. Tausende wurden festgenommen und nach Angaben von Entkommenen in Foltergefängnissen drangsaliert.

Die Friedensnobelpreisträgerin Daw Aung San Suu Kyi ist seit Jahren unter Hausarrest festgesetzt. Die thailändische Regierung kündigte nach dem Besuch ihres Premiers die Fortsetzung des Dammprojekts im Nordosten Burmas an, dem Tasang-Projekt. Der Bau wurde nach dem Militärputsch in Thailand im September 2006 'auf Eis gelegt'. Der Tasang-Damm am Salween-River soll einer der grössten in Südostasien werden und hunderte von Quadratkilometern überfluten.


Wirtschaftsinteressen vor Menschenrechten

In dieser Region kämpft das Regime gegen Rebellen der Shan-, der Karen-, der Karenni- und anderen indigenen Völkern. Thailand will den dort erzeugten Strom kaufen. Thailand ist nach Angaben seines Aussenhandelsministeriums Burmas drittgrösster Investor nach Grossbritannien und Singapur und ist einer der wichtigsten Handelspartner.

Dokumente belegen, dass der thailändische Premier Samak als Rechtspopulist und Nachfolger des unter Anklage stehenden korrupten Ex-Premier Thaksin Sinawatra 1976 gegen Studenten hetzte, die demokratische Reformen in Thailand forderten. Die Proteste der Studenten wurden dazumal blutig niedergeschlagen und vom heutigen Nachfolger und Freund Thaksins befehligt.

Der unter der armen Bevölkerung im Norden Thailands beliebte Premier stritt im Januar dieses Jahres (Anmerkung: Nachdem er zum Premierminister ernannt worden war) eine Beteiligung der Niederschlagung der thailändischen Unruhen ab. Mindestens 46 Menschen wurden dabei getötet.

25. März 2008



Freitag, 14. März 2008

Burma / Tibet: Boykott der Olympischen Spiele in Peking ?

Boykott der Olympischen Spiele in Peking?



Die Staatengemeinschaft wird im UN-Sicherheitsrat durch China erpresst

Jonas M. Lanter

Nachdem China sich vor aller Welt durch sein Votum gegen eine Verurteilung Burmas gerichtet hat und sich den Tibet widerrechtlich einverleibte, verlangen Exil-Tibeter, dass die Olympischen Spiele in China boykottiert werden. Die Weltengemeinschaft und der Sicherheitsrat der UN können sich nicht dahin erwehren, China einstimmig zu verurteilen. Dadurch kann keine Einigung erzielt werden.

China nimmt nach seinem Votum gegen eine Verurteilung der burmesischen Junta durch den UN-Sicherheitsrat nun mit roher Gewalt Tibet ein. Die UNO schweigt und bringt keine Verurteilung im Sicherheitsrat durch. Verschiedenste Länder stellen sich meiner Meinung nach den grundlegendsten moralisch-ethischen Verpflichtungen entgegen und erpressen so die Vereinten Nationen; die UN wird in die Sackgasse gedrängt. So wird eine gerechte Verurteilung durch die Vetomächte verunmöglicht. Länder wie China, Russland, die Vereinigten Staaten von Amerika, Frankreich und Grossbritannien sind damit gemeint.

Diese Länder stellen sich über die Rechte anderer Staaten und auch gegen deren Rechte auf eine eigene Souveränität, sprich Unabhängigkeit. Diese Vetorechte müssen fallen.

Nachdem sich China im Geheimen mit Burma geeinigt hat wurde neben der burmesischen Bevölkerung auch die tibetischen Einwohner in ihren Rechten beschnitten und ihrer Freiheit beraubt.

Eine Verurteilung der menschenfeindlichen Politik in China und Burma sind für ein friedliches Miteinander unumgänglich.

14. März 2008

Donnerstag, 13. März 2008

Burma; Exklusivfotos der blutigen Niederschlagung friedlicher Mönche

Burma; weitere Exklusiv-Aufnahmen der September-Unruhen und andere


Jonas M. Lanter


Sein Blick sagt mehr als 1000 Worte


Dieser Jugendliche schreibt sich die Schmerzen
von der Seele


Kinderarbeit ist in Burma Tagesordnung


Nebst dem Löschen wird die Feuerwehr zum Beseitigen
des Blutes der Demonstranten be- / genötigt


Auf dem Bus wird Staats-Propaganda 'geträllert';
Spione der Junta erkennt man auf den ersten Blick
(Billetentwerter, oben mit Sonnenbrille und weitere)

13. März 2008

Montag, 10. März 2008

Burma; EXCLUSIVFOTOS des 'Blutigen September'

Unveröffentlicht: Exklusiv - Bilder von der blutigen Niederschlagung in Rangun vom vergangenen September








Jonas M. Lanter

In den nächsten Tagen werden verschiedenste Exklusiv-Fotos der Unruhen vom vergangenen September in Burma auf diesem Blog 'aufgeschaltet'. Wim, ein Weltenbummler, hielt sich zu dieser Zeit gerade in Rangun auf. Seine Bilder sind einmalig. Nach Rangun reiste Wim weiter über verschiedene Länder wie Laos, Thailand, Kambodscha, Vietnam und Malaysia. Diese und weitere unveröffentlichte Fotos über die Unruhen, über Kinderarbeit und andere Aufnahmen werden in den nächsten Tagen einen getreuen Einblick über Burma zeigen.

Leider kann wegen Kapazitätsmangel nur ein Teil der Fotos, deren Betrachtung keiner Worte bedarf, gezeigt werden. Dennoch versuche ich, soviele wie möglich 'aufzuschalten'.

Sollte Interesse für Fotos vorliegen, so wendet Euch gerne an mich. Ein möglicher Erlös wird zu 100 % an die 'Mao Tao' Klinik an der Grenze Thailand zu Burma überwiesen. Dieselbe Klinik unter Dr. Cynthia Maung, welche den beachtlichen Erlös unserer Burma-Veranstaltung im Zürcher Volkshaus erhielt.
Vielen Dank auch an Wim.

Burma Berichterstattung, den 11. März 2008

Donnerstag, 6. März 2008

Burma: Das 'Panglong Agreement' tritt nach dem Sturz der Junta in Kraft

Burma: Das 'Panglong Agreement' tritt nach dem Sturz der Junta in Kraft

Jonas M. Lanter

Das 'Panglong' – Übereinkommen, welches 1947 unter Aung San, dem Vater von Aung San Suu Kyi und den '30 Kameraden' entworfen wurde, hat neu wieder seine Gültigkeit.

Sollte die Junta weichen haben sich die führenden Personen auf dieses Panglong-Agreement geeinigt.

Die sieben Staaten; der Arakan, Chin, Kachin, Kayah / Karen, Karenni, Mon und Shan State werden von den unterschiedlichsten Ethnien bevölkert und werden von dessen Chairman des 'Ethnic National Councils', Saw Ba Thin Sein, angeführt.

Die sieben Divisionen Burmas sind durch Dr. Sein Win, 'Premier Minister' der Exil-Birmanen und durch führende Mitglieder der 'Nationalen Liga für Demokratie'; sprich 'NLD' vertreten.

Im Exil wird Burma nebst der Junta durch die 'NCGUB'; 'National Coalition of Government of the Union of Burma' vertreten.

Die treibende Kraft nach einem möglichen Sturz der Junta ist die unter Hausarrest stehenden, charismatische Nobelpreisträgerin und Anführerin der 'NLD', Daw Aung San Suu Kyi (Anmerkung: Daw wird bei uns mit einer Lady gleichgesetzt).

Durch diesen Zusammenschluss sind die Bewohner Burmas an dieses Abkommen politisch gebunden.
1995 wurde das Übereinkommen durch den Chairman des 'Ethnic National Councils', Saw Ba Thin Sein wiederbelebt.
So soll ermöglicht werden, dass alle Birmanen und die der 135 unterschiedlichen Ethnien miteinander leben können.

Das Panglong-Übereinkommen umfasst folgende neun (9) Punkte:


'THE PANGLONG AGREEMENT'
1947 / 1995
Panglong,

A conference having been held at Panglong, attended by certain Members of the Ethnic Nationalities Council, all Saohpas and representative of the Shan States, the Kachin Hills and the Chin Hills:

The Members of the conference, believing that freedom will be more speedily achieved by the Shans, the Kachins and the Chins by their immediate co-operation with the Interim Burmese Government:

1. A Representative of the Hill Peoples, selected by the Governor on the recommendation of representatives of the Supreme Council of the United Hill Peoples (SCOUHP, ENC), shall be appointed a Counsellor for Frontier Areas shall be given executive authority by similar means.

2. The said Counsellor shall also be appointed a Member of the Governor's Executive Council, without portfolio, and the subject of Frontier Areas brought within the purview of the Executive Council by Constitutional Convention as in the case of Defence and External Affairs. The Counsellor for Frontier Areas shall be given executive authority by similar means.

3. The said Counsellor shall be assisted by two Deputy Counsellors representing races of which he is not a member. While the two Deputy Counsellors should deal in the first instance with the affairs of their respective areas and the Counsellor with all the remaining parts of the Frontier Areas, they should by Constitutional Convention act on the principle of joint responsibility.

4. While the Counsellor, in his capacity of Member of the Executive Council, will be the only representative of the Frontier Areas on the Council, the Deputy Counsellors shall be entitled to attend meetings of the Council when subjects pertaining to the Frontier Areas are discussed.

5. Though the Governor's Executive Council will be augmented as agreed above, it will not operate in respect of the Frontier Areas in any manner which would deprive any portion of those Areas of the autonomy which it now enjoys in internal administration. Full autonomy in internal administration for the Frontier Areas is accepted in principle.

6. Though the question of demarcating and establishing a separated Kachin State within a Unified Burma is one which must be relegated for decision by the Constituent Assembly, it is agreed that such a State is desirable. As a first step towards this end, the Counsellor for Frontier Areas and the Deputy Counsellors shall be consulted in the administration of such areas in the Myitkyina and the Bhamo Districts as are Part II Scheduled Areas under the Government of Burma Act of 1935.

7. Citizens of the Frontier Areas shall enjoy rights and privileges which are regarded as fundamental in democratic countries.

8. The arrangements accepted in this Agreement are without prejudice to the financial autonomy now vested in the Federated Shan States.

9. The arrangements accepted in this Agreement are without prejudice to the financial assistance which the Kachin Hills and the Union Hills are entitled to receive from the revenues of Burma, and the Exeutive Council will examine with the Frontier Areas Counsellor and Deputy Counsellors the feasibility of adopting for the Kachin Hills and the Chin Hills financial arrangement similar to those between Burma and the Federated Shan States.

6. März 2008

Donnerstag, 28. Februar 2008

Burma: Sieben Milliardäre stehen in der 'Gunst' der Generäle

Sieben Milliardäre buhlen um die 'Gunst' der Generäle

Die neue Hauptstadt ist in verschiedenste zum Teil geheimste Zonen eingeteilt

Jonas M. Lanter

Sieben Milliardäre leben in Burma

Laut dem 'National Security Agency', dem US-Geheimdienst zur Beschaffung von nachrichtendienstlichen Geheimnissen leben in Burma sieben Milliardäre. Diese burmesischen Milliardäre mussten in der neuen Hauptstadt Naypidaw innerhalb von drei Monaten je ein Hotelresort bauen. Laut dem 'NSA' und westlichen Beobachtern und Diplomaten sind diese nur so reich geworden, weil die Generäle es so wollten. Dafür müssen sie jetzt tun, was die Generäle von ihnen fordern.

Bunkersystem der höchsten Schutzklasse in der neuen Hauptstadt

Auch wurde die neue Hauptstadt in verschiedenste Zonen eingeteilt. Hinter einem künstlichen See stehen Häuser mit braunen Dächern. 'Senior Officials', heissen sie in der Amtssprache und gehören zur Zone B1; Fotos machen ist strengstens verboten und die ganze Anlage steht unter strengster Bewachung.


Mitten im Nichts steht ein fast fertiger Palast. Der wurde für den Vizepremier gebaut. Nur in Burma gibt es zwar keinen Vizepremier, ein Palast bekommt der nichtexistente Vize trotzdem. Für die Zonen B2 und B3 gibt es auch für höhere Angestellte kein Durchkommen. Die Villen der Generäle und der noch nicht fertige Parlamentstrakt sind abgeschottet. Auch die Residenzen der Minister wurden hierher gebaut. Hohe Mauern versperren die Sicht.

In den Zonen A1 bis A6 ist der unterirdische, atombombensichere Bunker-Palast für die führenden Generäle. Alle Ministerien sind in dem von vielen Kilometer umfassenden langen Gängen verbunden.

Diese sind Staatsgeheimnis Nummer eins und keiner hat einen genauen Überblick über das gesamte unterirdische System. Die drei 'höchsten' Generäle und Diktator Than Shwe wurden eingeweiht. Der Bunker ist vollkommen von der Aussenwelt abgeschottet und es lässt sich anscheinend monatelang in diesem System leben.

Gerüchte besagen, dass eine in Zug ansässige Firma vor einigen Jahren Pläne der höchsten Schutzklasse für einen Bau für die Junta entworfen hätten. Sollte dem so sein, müssten die Schweizer Behörden von sich aus aktiv werden.

29. Februar 2008