Freitag, 19. Oktober 2007

43 Foltergefängnisse, 32 Arbeitslager und mindestens 5'000 politische Gefangene

Gefängnisse und Arbeitslager Burmas


Jonas M. Lanter

Dies sind die von der Junta angegebene, offiziellen Zahlen. Amnesty International geht davon aus, dass die politischen Gefangenen sogar mit 10'000 beziffert werden kann. Nach den Aufständen im September seien noch Tausende dazugekommen.

Einige Gefän
gnisse sind hier abgebildet. Die vollständige Liste nach Angaben der Militärs ist unten aufgeführt:



Bassein Prison

Lashio Prison

Kyaukyu Prison

Meiktila Prison

Insein Prison

Moulmein Prison

Prome Prison

Sittwe Prison




Anbei werden alle bekannten Gefängnisse Burmas aufgeführt:
(Quelle:
ASSISTANCE ASSOCIATION POLITICAL PRISONERS)

Bhamo prison:
Kachin state [North Burma] 803 miles to Rangoon.
Bassein prison:
Irrawaddy division [Lower Burma] 140 miles to Rangoon.
Buthitaung prison:
Araken state [West Burma] 730 miles to Rangoon.
Henzada prison:
Irrawaddy [Lower Burma] 123 miles to Rangoon.
Insein prison:
Rangoon division [Lower Burma]
Kale prison:
Sagaing division [NW Burma] 680 miles to Rangoon.
Katha prison:
Sagaing division [North Burma] 800 miles to Rangoon.
Kengtung prison:
Southern Shan state [E Burma]. 700 miles to Rangoon.
Hkanti prison:
Sagaing division [Nth Burma] 1200 miles to Rangoon.
Kyaukphu prison:
Araken state [W Burma] 450 miles to Rangoon.
Lashio prison:
Northern Shan state [NE Burma] 607 miles to Rangoon.
Loikaw prison:
Kayah state [E Burma] 551 miles to Rangoon
Magwe prison:
Magwe Division [Central Burma] 331 miles to Rangoon.
Mandalay prison:
Mandalay division [Upper Burma] 432 miles to Rangoon.
Maubin prison:
Irrawaddy division [Lower Burma] 60 miles to Rangoon.
Maikhtila prison:
Mandalay division [Central Burma]. 338 miles to Rangoon.
Mergui prison:
Tenasserim division in southern part of Burma. 545 miles to Rangoon.
Mogok prison:
Mandalay division [N Burma] 546 miles to Rangoon.
Monywa prison:
Sagaing division [Upper Burma] 517 miles to Rangoon.
Moulmein prison:
Mon state {Lower Burma] 187 miles to Rangoon.
Myaungmya prison:
Irrawaddy division [Lower Burma] 170 miles to Rangoon.
Myingyan prison:
Mandalay division [Upper Burma] 396 miles to Rangoon.
Myitkyina prison:
Kachin state [N Burma] 919 miles to Rangoon.
Nyaung U prison:
Mandalay division [Central Burma] 426 miles to Rangoon.
Pa-an prison:
Karen state [Lower Burma] 135 miles to Rangoon.
Pakokku prison:
Magwe division [Central Burma] 440 miles to Rangoon.
Paungde prison:
West of Pegu division [Central Burma] 150 miles to Rangoon.
Pegu prison:
East of Pegu division [Lower Burma] 50 miles to Rangoon.
Prome prison:
West of Pegu division [Central Burma] 179 miles to Rangoon.
Shwebo prison:
Sagaing division [Upper Burma] 503 miles to Rangoon.
Sittwe prison:
Araken state [W Burma] 590 miles to Rangoon.
Tachilek prison:
southern Shan state [E Burma] 795 miles to Rangoon.
Taunggyi prison:
Southern Shan state [Mid Eastern Burma] 454 miles to Rangoon.
Taungoo prison:
East of Pegu division [Lower Burma] 175 miles to Rangoon.
Tavoy prison:
Tenasserim division [S Burma] 395 miles to Rangoon.
Tharawaddy prison:
West of Pegu division [Lower Burma] 78 miles to Rangoon
Thayet prison:
Magwe division [Central Burma] 340 miles to Rangoon.
Kawthaung prison:
Tenasserim division [S Burma] 790 miles to Rangoon.
Pu-ta-o prison:
Kachin state [N Burma] 1150 miles to Rangoon. Currently under construction.




Donnerstag, 18. Oktober 2007

"Die Weltgemeinschaft ist nicht nur dazu da, um Burma zu bestrafen"

'Die Weltgemeinschaft ist nicht nur dazu da, um Burma zu bestrafen, obwohl es weiterhin zu willkürlichen Verhaftungen kommt'

so der UNO-Sonder-Beauftragte für Burma, Ibrahim Gampari



Angeblich wurde in einem Kloster grössere Mengen an Sprengstoff gefunden



Jonas M. Lanter
Der UN-Beauftragte für Burma hat eine Doppelstrategie für den Umgang der internationalen Gemeinschaft mit dem Militärregime vorgeschlagen. Neben einer entschlossenen Haltung sollte man auch versuchen, Burma (Burma) mit positiven Anreizen zu demokratischen Reformen zu bewegen, sagte Ibrahim Gambari am Donnerstag nach Gesprächen in der Hauptstadt Indonesiens, Jakarta. 'Die Welt ist nicht nur dazu da,Burma zu bestrafen', sagte der Diplomat während seiner zweiten Reise seit der gewaltsamen Niederschlagung der Proteste in Burma vor drei Wochen.
Der Sonderbeauftragte Gambari rief China dazu auf, seinen Einfluss auf das Militärregime geltend zu machen. 'Wir betrachten China weiter als Verbündeten', sagte Gambari vor Journalisten. Im November will er in Burma selbst seine Vermittlungsbemühungen fortsetzen. Unterdessen bemühte sich die Burmesische Militärjunta weiter, die Verhaftung von Regimegegnern zu rechtfertigen.
Bei einem 23-jährigen Mönch im Kloster Nan Oo in Rangun seien grosse Mengen Sprengstoff aus US-Produktion gefunden worden, hiess es am Donnerstag in der staatlichen Zeitung 'New Light of Myanmar'.
Am Mittwoch hatte die Regierung die Zahl der Festgenommenen mit 2.927 angegeben. Von diesen seien noch nahezu 500 in Haft. Nach Informationen von Diplomaten sollen hingegen bis zu 6.000 Personen festgenommen worden sein. Auch war die Zahl der Toten bei der Niederschlagung der Proteste am 26. und 27. September nach diesen Angaben viel höher als zehn, wie vom Regime angegeben.

Amnesty International berichtete am Mittwoch von Folterungen und mangelhafter Versorgung in überfüllten Gefängnissen im ganzen Land. Ausserdem komme es weiterhin zu willkürlichen Verhaftungen von Anhängern der Opposition.

Unterdessen verlieh Kanada der Birmanischen Oppositionsführerin Daw Aung San Suu Kyi die Ehrenbürgerschaft. Die Friedensnobelpreisträgerin des Jahres 1991 verkörpere den langen Kampf für Demokratie in Burma, erklärte der kanadische Ministerpräsident Stephen Harper am Mittwoch in Ottawa. Aussenminister Maxime Bernier rief die Regierung in Burma auf,
Daw Aung San Suu Kyi sowie alle anderen politischen Gefangenen umgehend freizulassen, die Bürger- und Menschenrechte zu respektieren und in einen Dialog mit der Opposition einzutreten.

19. Oktober 2007

"Es gibt keinen Grund unseren Kurs zu ändern"

"Es gibt keinen Grund unseren Kurs zu ändern"


Jonas M. Lanter


Bei der Niederschlagung der Demokratiebewegung sind in Burma mehr Menschen festgenommen worden als bisher bekannt: Wie die Junta einräumte, wurden 3000
Menschen festgenommen. Bisher war von 2100 die Rede gewesen.
Wie das Staatsfernsehen "New Light of Myanmar" weiter berichtete, seien landesweit noch immer rund 500 Menschen in Haft. Von den Sanktionen der EU und Japans zeigte sich die Militärführung unbeeindruckt.
«Es gibt keinen Grund unseren Kurs zu ändern», hiess es in der amtlichen Zeitung «New
Light of Myanmar».

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) zeigte sich über das Schicksal vieler
vermutlich Festgenommener besorgt. Wie Einsatzleiter Peter Krähenbühl sagte, baten
Dutzende besorgte Familien das Rote Kreuz, bei der Suche nach festgenommenen oder
vermissten Verwandten und Bekannten zu helfen.

Krähenbühl zufolge will die Junta ihr 2005 verhängtes Verbot gegen das IKRK, Gefängnisse
zur Prüfung der Haftbedingungen zu besuchen, nicht aufheben. Seinerzeit wurde der Schweizerische IKRK Sondergesandte für Burma, Herr Leon de Riedmatten des Landes verweisen.

Mehrere Mitglieder der oppositionellen Nationalen Liga für Demokratie (NLD) wurden
unterdessen zu langen Haftstrafen verurteilt, wie Verwandte erklärten.

Unter den Verurteilten sei der 85-jährige Saw Kyaw Khine, der an den Protesten nicht teilgenommen habe soll und auch nicht in der Stadt gewesen sei.

Kyaw Khine, der NLD-Chef in der Stadt Taunggok ist, sei zu siebeneinhalb Jahren Haft
verurteilt worden, ebenso wie der ebenfalls aus Taunggok stammende NLD-Funktionär Saw Ko
Min Aung. Die Prozesse haben unter Ausschluss jeglicher Verteidigung und der Öffentlichkeit stattgefunden.

Zwei weitere NLD-Mitglieder sollen zu jeweils viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden
sein. Nach Informationen aus Burma gehen auch die Razzien und die Festnahmen von
Regimekritikern weiter.


Auch mit 72 Jahren kämpft dieser Karen gegen die korrupten Generäle


Junger Soldat der DKBA im Schützengraben
(Demokratic Karen Buddhist Army).
Früher kämpfte dieser Junge zusammen mit der KNLA (Karen National Liberation Army); heute
sind diese untereinander verfeindet. Die DKBA kämpft heute mit den Generälen unter Than Shwe's SPDC


Auch moslemische Gruppen wie die Rohyngas kämpfen gegen das Regime. In Burma selbst
wurden fast alle zwangsumgesiedelt oder ins nahe Ausland nach Bangladesch oder Malaysia vertrieben. Andere werden zu Zwangsarbeiten missbraucht und viele wurden ermordet


18. Oktober 2007



Mittwoch, 17. Oktober 2007

Warum Internatonale Gemeinschaften und Oppositionen kaum Erfolg haben


Jonas M. Lanter


Ich möchte hier noch auf ein Interview hinweisen. Dieser Artikel erscheint in der Schweiz in zwei Landessprachen: Deutsch und Französisch. Nachzulesen in der 'm' -Zeitung der Medien - Gewerkschaft 'comedia' in ihren neuen Ausgabe.

Untern anderem wird der Frage nachgegangen: Burma, heutige Situation und was die Zukunft bringt. Warum Internationale Gemeinschaften und Oppositionen kaum Erfolge vorweisen können.

Viel Spass beim Lesen. (erscheint Freitag den 19. Oktober 2007, Ausgabe Nr. 10 in Deutsch; Französisch in welscher Ausgabe)

Dienstag, 16. Oktober 2007

Burma muss in den Medien präsent bleiben

Burma muss in den Medien präsent bleiben

Schusswechsel zwischen der Junta und der Karen National Liberation Army (KNLA)

Jonas M. Lanter

Weiterhin Druck auf die Junta ausüben

Der Druck gegenüber Burma soll weiterhin aufrecht erhalten bleiben. Dies fordert die UNO und die Europäische Gemeinschaft gegenüber China, Indien und Russland. Auch Japan, Burmas grösster Geldgeber für humanitäre Hilfe, soll den Machthabern die Finanzspritze weiterhin drosseln. Schliesslich sei der Japanische Photojournalist gezielt ermordet worden. Dies fordern neben verschiedenen Organisationen auch die im Exil lebenden Burmesen. Dies wäre ein herber Einbruch der Finanzeinnahmen in dem einst reichsten Land Südostasiens. Durch die gierigen Generäle verarmte das Land zusehends. Heute vermag die Hälfte der Bevölkerung nur eine Mahlzeit pro Tag und das Pro-Kopfeinkommen liegt bei weniger als einem US Dollar pro Tag.

16. Oktober 2007

Montag, 15. Oktober 2007

'Des Teufels General' und der nackte Wahnsinn

'Des Teufels General' und der nackte Wahnsinn

Jonas M. Lanter

Birmane, welcher auf die unsäglichen Missstände der Mönche hinweist. Die Darstellung dieser Karikatur wurde offiziell bestätigt




Die Generäle um Than Shwe denken nicht daran die Türe zu Gesprächen mit der Opposition nur spaltweise zu öffnen. Sie wohnen in ungeheuerlichem Luxus und schwelgen in vermeintlich anderen Sphären. Unverhohlen füllen sich ihre Taschen mit Geld, Gold und Edelsteinen. Sollten die blutrünstigen Tyrannen eines Tages gestürzt werden, setzen sie sich ins benachbarte Laos oder nach China ab.

Die Opposition und deren über 130 unterschiedlich ethnischen Völker haben einen langwierigen Prozess der Aussöhnung vor sich. In etlichen Teilen Burmas herrscht Bürgerkrieg. Das Regime hat nur geringen Einfluss und Macht in diesen entlegenen Tälern und Stammesgebieten.

Welcher Burmesische Opponent wäre diesem nahezu aussichtslosen Unterfangen gewachsen, diese indogenen Völker in eine sichere Zukunft einzubinden? Sollte die Staatengemeinschaft eingreifen?

Der Chinesische Botschafter hat dies in Bangkok auf treffliche Weise zitiert: 'Meine Freunde kann ich mir aussuchen aber meine Nachbarn nicht'.


15. Oktober 2007, 21.10 Uhr

Samstag, 13. Oktober 2007

Burma Berichterstattung: Die Generäle nehmen Rache. Militärjunta setzt Terrorherrschaft fort: "Er starb als Folge der Folter"

Burma Berichterstattung: Die Generäle nehmen Rache. Militärjunta setzt Terrorherrschaft fort: "Er starb als Folge der Folter"

Aufruf zum Boykott der Olympischen Spiele in China

Aufruf zum Boykott der Olympischen Spiele in China


Wir fordern eine faire Politik Chinas gegenüber Burma und deren Bevölkerung

Jonas M. Lanter

China soll deren Einfluss so geltend machen, dass auch die verschiedensten ethnischen Gruppierungen in Frieden miteinander leben können. Auch muss China und Indien den Sieg der offiziell-gewählten NLD von Saw Aung San Suu Kyi anerkennen und die mit 'eiserner Faust' herrschenden Militärs zu einer Einigung 'bewegen'.

Junger DKBA-Soldat (Democratic Buddhist Army)


Jungendlicher Karen-Soldat mit M16 Schnellfeuergewehr




Wegen Bürgerkrieg vorübergehend geschlossen! Grenzübergang Mae Sod(t) Thailand Burma 'Friendship-Bridge'





Zürich, Samstag den 13. Oktober 2007



Hinweis auf Peking-Boycott-Aktion
http://l-total.com/?download=free-burma.pdf
von Nils Sauter

Freitag, 12. Oktober 2007

Die Generäle nehmen Rache. Militärjunta setzt Terrorherrschaft fort: "Er starb als Folge der Folter"

Die Generäle nehmen Rache. Militärjunta setzt Terrorherrschaft fort: "Er starb als Folge der Folter"


Insein - Gefängnis (Rangun)

Jede Nacht werden Tote aus Gefängnissen abtransportiert. Oppositionspolitiker unter den Opfern. 71 Leichen wurden am 26. September von der Junta ins Ranguner Yewywey - Krematorium 'verfrachtet'.

Jonas M. Lanter

Die junte Burmesin ist jetzt Lehrerin in Rangun und hat die Scherben ihres Lebens irgendwie wieder zusammengesetzt. In der Hoffnung, dass sich irgendwann die Situation ändern wird. Ihr hat sich die Horrorzeit im Insein-Gefängnis unwiderruflich ins Gedächtnis gebrannt. 'Sechs Jahre, fünf Monate und fünf Tage hat ihr Martyrium gedauert - zwischen 1992 bis 1998 sagt sie. Darüber reden will sie aber nicht. 'Da drinnen im Insein ist viel passiert, jeden Tag'; sagt sie monoton und leise.

Keiner, der je lebend aus dem Foltergefängnissen der Militärjunta herausgekommen ist, zweifelt daran, dass die Handlanger des Regimes mit Blut an den Händen jetzt wieder am Werke sind. Die AAPP ist eine Menschenrechtsgruppe im benachbarten Thailand und kümmert sich um politische Gefangene und deren Familien. Den neusten Fall hat diese soeben dokumentiert und veröffentlicht: Saw Ko Win Shwe (42-jährig) und Mitglied der Oppositionspartei NLD sei in Polizeigewahrsam in Mandalay umgekommen. Die Leiche sei soforf verbrannt worden. 'Er starb als Folge der Folter'.

Das Militär ist für seine Brutalität berüchtigt und setzt auf psychologische Kriegsführung.'Wir kennen die Täter!', schrillte es letzte Woche aus Lautsprecherwagen, die durch die Strassen fuhren und die Menschen davor warnten, Nachbarn, Eltern oder sogar Kinder zu verstecken, welche an den Protesten teilnahmen. Die Generäle nehmen Rache.

Fürchterliche Rache, wie Bilder und Berichte zeigen, die trotz aller Einschüchterungsversuche doch nach draussen gelangen. Auf einem Photo ist die Leiche eines Mönches zu sehen, die fast nackt im Rangun-Fluss treibt. Nachbarn des Yewwey - Krematoriums sehen am 26. September, wie Behörden in dieser Nacht 71 Leichen bringen. Dass aus dem berüchtigten Insein - Prison in Rangun täglich drei, vier Tote getragen werden, dringt auch nach draussen. 'Business as usual' denkt sich die Junta! AAPP hat das Schicksal unzählig politischer Gefangener in Burma dokumentiert. Unerträgliche Schmerzen, Folter bis zum Tode, Vergewaltigung, Zwangsarbeit, Schlaf- und Essensentzug, Demütigungen und SIPPENHAFT von meist betrunkenen oder Speed-abhängigen, kriminellen Handlangern der Junta bedienen sich der Grausamkeiten. Dies berichten Überlebende.

Neben der Folterkammer werden regelmässig auch Schweine geschlagen, um die Schreie der Gemarterten zu übertönen. 32 Arbeitslager gibt es laut deren Angaben, 43 Foltergefängnisse und 5000 politische Gefangene, vielleicht aber auch mehr. Bei den jüngsten Razzien sollen tausende dazugekommen sein.

In der Regime-Zeitung 'New Light of Myanmar' erklären sie den Aufstand von Mönchen und Zivilisten für beendet und kehren unbekümmert zur 'normalen Ordnung' im Lande zurück.

11. Oktober 2007



Donnerstag, 11. Oktober 2007

Militärjunta kritisiert ausländische Medien

Militärjunta kritisiert ausländische MedienMilitärjunta kritisiert vorab westliche Medien

Jonas M. Lanter


Das Informationsministerium in der neuen Hauptstadt Naypyidaw (Pyinmana) liess in einer Veröffentlichung in der staatstreuen Zeitung 'New Light of Myanmar' behaupten, dass Regimekritiker sich als 'Handlanger ausländischer Staaten, die ein Stück ihrer ausländischen Herren aufführen'. Dies soll heissen, dass hinter den Demonstrationen 'grosse Mächte' und Radiosender wie BBC London und 'Voice of America' dahinterstecken. Weiter heisst es: 'Dass sich im Chin-State (im Norden des Landes zu China) mindestens 30'000 Leute versammelten, um die neu-geplante Verfassung des Landes zu unterstützen'.

Laut meiner Meinung ist es für das Regime das Einfachste, diese ethnischen Völker an solche Veranstaltungen zu fahren und zu verköstigen um diese danach in ihre Propaganda einzubinden.

11. Oktober 2007

Mittwoch, 10. Oktober 2007

Herzlichsten Dank an alle Leser! Burma darf nicht vergessen werden


Herzlichsten Dank an alle Leser! Burma darf nicht vergessen werden

Jonas M. Lanter

Ungefähr dritte Woche November bis Ende Dezember tägliche 'LIVE NEWS' aus dem Krisengebiet Burma / Thailand. Ich werde noch detaillierte Angaben machen und dies in diesem Blog veröffentlichen.
U.a. unterwegs mit den Karen-Freiheitskämpfern, der Karen Natinal League Army oder der ABSDF ('All Burma Students Democratic Front').



Herzlichsten Dank an die interessierten Leser
Euch ist es auch zu verdanken, dass die unterdrückten Menschen in Burma nicht in Vergessenheit geraten. Burmas Krieg gegen seine Bevölkerung ist där Längste in jüngerer Zeit; er grassiert seit 1962 und dessen Opfer gehen in die Hunderttausende; gar Millionen. Ganze Volksstämme werden zwangsumgesiedelt, unterjocht und versklavt. Dies kommt einem Genozid an der Bevölkerung gleich.

Danke für Eure Kommentare, Gruss
jonas

Ein langer Weg zu einer friedlichen Koexistenz


In Burma existieren über 130 verschiedenste ethnische Gruppen und ebenso viele Sprachen und Dialekte. Auch müssen sich diese meist indigenen Völker untereineinander einigen. Vor zwei Monaten waren es deren vier, nach der Niederschlagung fünf verschiedene Ethnien die gegen die Junta kämpfen aber sich auch unter einander bekriegen.

Dies ist das wahre Burma

Dies ist das wahre Burma


Bilder sagen mehr als 1000 Worte


Jonas M. Lanter

'So etwas habe ich in meinem Leben noch nie gesehen'

Laut Augenzeugenberichten werden anscheinend Verletzte bei lebendigem Leibe 'kremiert'. Diese Praktiken wurden gemäss früherer Berichte bereits im Jahre 1988 durchgeführt. Die Militärs hätten nicht davor zurückgeschreckt, auch gegen Kinder so grausam zu verfahren. Dies wäre ein gezielter Genozid. Sollte jemand dieselben Infos aus vertraulich-geltenden Quellen erhalten haben, so bitte ich Euch um Mitteilung; danke.

Ausgangssperre zwischen 18.00 Uhr bis 0.600 Uhr


Kindersoldat der Karen Natinal League Army (Grenze zu Thailand)

Soldaten und Spione
Ein Burmesisches Sprichwort: 'Von drei Leuten arbeiten zwei für die Junta'

... und ab ins Insein-Prison: 'Überleben werden hier nur die wenigsten"


Kleiner Junge als Zwansarbeiter durch die Junta missbraucht
(Shan - Gebiet, Norden Burmas / Thailand)

Novizen. Jeder sollte einmal im Leben in ein Kloster


Nebenbei: Ab ungefähr Mitte November bis Ende Dezember versuche ich tägliche 'Live - Berichte' (jeweilge Aufschaltungen hängen auch von Übertragunsmöglichkeiten in den Burmesischen Tälern ab). In einigen ist dies möglich, da wegen der Kämpfe in den von
Bürgerkrieg betroffenen Gebieten der ethnischen Vielfältigkeit in Burma spezielle Richtfunknetze der Junta bestehen. Gruss Jonas

Dienstag, 9. Oktober 2007

Burmas Junta zeigt Härte wie eh und je

Burmas Junta zeigt Härte wie eh und je


Peking läuft Gefahr, dass die Olympischen Spiele boykottiert werden!

Jonas M. Lanter

"All Burma Monks' Alliance" wird einen weltweiten Aufruf lancieren, sollte China die Burma-Resolution wieder mit deren Veto blockieren.

Sollte die chinesische Regierung wieder ihr Veto benutzten, um eine Burma-Resolution zu verhindern, rufen wir die Mönche weltweit auf, eine Olympiaboykott-Kampagne zu starten», wie die Exilgruppe «US-Kampagne für Burma» den Mönch Saw U Gambira heute zitiert.

Er gehört auch der bei uns neu bekannten Mönchsvereinigung «All Burma Monks' Alliance» an, welche im Untergrund agiert und die Massenproteste gegen das Militärregime Mitte September organisiert hat. Nach Angaben einer Exilgruppe ist er untergetaucht.

Der Uno-Sicherheitsrat wird seine geplante Resolution gegen die Repressionen in Burma voraussichtlich in stark abgeschwächter Form verabschieden; somit 'verwässert' die Resolution gegen Burma.

Ganz weggefallen sei zudem die Drohung mit «weiteren Schritten». Stattdessen heisse es lediglich, der Rat werde die Situation weiter beobachten.

Nun setzte China vor allem durch, dass der Text die «gewalttätige Niederschlagung der friedlichen Proteste» in Burma nicht mehr «verurteilt», sondern nur noch «stark bedauert».

Burmas Junta ist zu seinen altbewährten Methoden zurückgekehrt, nur die Bedingungen zu akzeptieren, welche ihnen selbst Vorteile bringen. Nach meinen Einschätzungen werden sich Burmas Machthaber nie mit der UNO einigen können.

9. Oktober 2007



Montag, 8. Oktober 2007

Weitere Verhaftungen in Burma - UNO-Büro in Rangun von Junta heimgesucht. Spendenaufruf

Weitere Verhaftungen in Burma - UNO-Büro in Rangun von Junta heimgesucht. Spendenaufruf

Jonas M. Lanter

Weitere Verhaftungen in Burma - UNO-Büro in Rangun von Junta heimgesucht

Wie in der Junta-Zeitung "New Light of Myanmar" berichtet, sei der Grund für die Verhaftungen, dass die Soldaten in Rangun nachts mit Steinen beworfen werden. Daraufhin hätten die Sicherheitskräfte in den vergangenen Tagen wiederholt zivile Steinewerfer und - in einigen Fällen - auch deren Familienangehörige festgenommen. Bei Razzien in Klöstern seien zudem 18 Messer, eine Axt, Katapulte und eine Gewehrkugel gefunden worden.

Die Regierung drohte, Mönche zu bestrafen, die gegen das Gesetz verstießen. In einem Kommentar der offiziellen Zeitung hieß es, die "selbst ernannten" Aktivisten würden nach einer Festnahme als "Kriminelle" und nicht als politische Gefangene betrachtet. Wie viele Mönche und Zivilisten verhaftet worden sind, wurde nicht berichtet.

Suu Kyi wird nicht freigelassen

Weiterhin hat die Junta Hoffnungen auf eine baldige Freilassung der seit vielen Jahren unter Hausarrest stehenden Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi gedämpft. Erst wenn eine neue Verfassung verabschiedet sei, könne den entsprechenden Forderungen nachgekommen werden, schrieb "The New Light of Myanmar".

In Japan ist am Montag der in Burma getötete Journalist Kenji Nagai beigesetzt worden. Familienangehörige, Kollegen und Exil-Burmesen gedachten des 50-Jährigen Reporters, der während der gewaltsamen Niederwerfung der friedlichen Proteste in Rangun von einem Polizisten erschossen worden war. Filmaufnahmen zeigen, dass der Mann aus nächster Nähe niedergestreckt wurde.

Überraschung im UNO-Büro in Rangun

Bereits am Wochenende haben Vertreter der Junta das UNO-Büro in Rangun aufgesucht, um Computer-Daten sicherzustellen. Das berichtete die Londoner Times in ihrer Montagsausgabe. "Sie kamen und fragten uns nach den Festplatten unserer Computer", berichtete ein UNO-Vertreter der englischen Zeitung. Mit dem Verweis, sich mit diesem Anliegen schriftlich an den Menschenrechtskoordinator in Myanmar Charles Petrie zu wenden, sei die Herausgabe des Materials gerade noch verweigert worden.

Hintergrund des Interesses ist: Nachdem die Junta alle Internet-Zugänge des Landes lahmgelegt hatte, ist es vielen Regimegegnern gelungen, sich über alternative Server in das Netz einzuloggen. Verschickt wurden in erster Linie e-Mails und Blogs, die Fotos über die aktuellen Geschehnisse und Zustände in Myanmar enthielten. Würde die Junta das UNO-Material sichten, wüssten sie über die die führenden Köpfe der Protestbewegungen Bescheid.

Offiziell nur Interesse an Telefonlizenzen

Im Ansuchen, das wenig später von Seiten der Junta dann bei Charles Petrie einging, enthielt nurmehr die Forderung, Einblick in die Lizenzen für die mobilen Telefonanlagen der UNO in Rangun zu gewähren. Von Festplatten war nicht mehr die Rede. Nichtsdestotrotz waren die UNO-Mitarbeiter in den folgenden Stunden damit beschäftigt, alle Festplatten zu "reinigen": Alle für die Junta interessanten Informationen wurden gelöscht.

Zürich, Schweiz


Spendenaufruf für "Helfen ohne Grenzen"

Unterstützt Flüchtlinge und Waisenkinder aus Burma. Für ein SMS erhalten diese reichhaltiges Essen und Bildung.

Jonas M. Lanter

Dr. Benno Rögglä, Gründer von 'Helfen ohne Grenzen Österreich' und sein Team setzen sich in Mae Sot, Thailand für die Hilfe an Flüchtlingen und Waisenkinder aus Burma ein.

Von den Gemeinschaften als 'desplaced peolples' bezeichnet, träumen diese Kinder von einem Leben ohne Angst. Ohne Angst vor Vertreibung, Vergewaltigung oder ewiger Suche nach etwas Essbarem.
Ihre Eltern wurden meistens bestialisch umgebracht. Viele mussten als Kindersoldaten kämpfen und wieder andere werden als 'lebende Minensucher' eingesetzt. Besonders Kinder von Minderheiten, wie der meist christlichen Karens, werden von Häschern der Junta entführt. Viele andere Burmesen werden als Zwangsarbeiter rekrutiert und erhalten nur etwas zu Essen.

Von der Burmesischen Armee werden selbst Kleinstkinder in sogenannte 'Ye Njunt Youth' Schulen entführt. Sie werden nach Gehirnwäsche und dem unmenschlichen Drill aller Sinne beraubt und verüben skrupellos Verbrechen auch an Mönchen (wie bereits von verschiedenen Agenturen bestätigt wurde).

Auch ich unterstütze diese Schulen gerne und es bereitet Freude, diese Kinder wieder glücklich zu sehen.

Ich bitte Euch, 'Helfen ohne Grenzen' zu helfen und zu spenden. Für ein SMS, welches ihr versendet, kann einem Waisenkind einen Tag Essen und Bildung vermittelt werden.

· Südtiroler Volksbank, Konto Nr. 7.000 - ABI 05856, CAB 11610
Koordinaten für Überweisungen aus dem Ausland:
IBAN: IT23 B 05856 11610 024570007000
BIC: BPAAIT2B024

· Südtiroler Sparkasse, Konto Nr. 236000 - ABI 06045, CAB 11601
Koordinaten für Überweisungen aus dem Ausland:
IBAN: IT38 J 06045 11601 000000236000
BIC: CRBZIT2B001

Sonntag, 7. Oktober 2007

Burmas Machthaber und deren Aberglaube

Burmas Machthaber und deren Aberglaube


Than Shwe in seinem gepanzerten Mercedes 600
'er liebt Waffen über alles'

Jonas M. Lanter

Unter tosendem Jubel kam der Erlöser im Jahr 2003 auf einem Floss den Irrawady-Fluss herunter. Er wurde von geschmückten Soldaten in einen eilig errichteten Tempel geleitet. Mönche stimmten Gesänge an. Die Generäle der Staatsführung verneigten sich mehrfach. Dann warf man dem Erlöser riesige Mengen Blätter zum Frass vor, denn der neue Messias von Burma war ein weisser Elefant.

Nach altem Volksglauben bringt ein Elefant mit einer Albinohaut seinem Finder grosses Glück und muss daher in Burma per Dekret der regierenden Militärjunta abgeliefert werden.

Die Politik Burmas muss immer mit einem Blick auf die Staatsgewalt des Aberglaubens und der Hexerei beschrieben und verstanden werden.

Die Generäle um Than Shwe, die Ne Win an der Macht nachgefolgt waren, standen zwar nicht mehr unter der Diktatur der Zahl 9, waren aber dennoch extrem abergläubisch.

Die Burmesen sind ein kriegerisches und extrem abergläubisches Volk. In der Vergangenheit hatten sie mehrmals ihre thailändischen Nachbarn überrannt und besiegt. Burma war einer der Hauptschauplätze im Zweiten Weltkrieg. Anfangs waren die Burmesen mit Japan verbündet. Da ihnen Tokio die Unabhängigkeit nicht geben wollte, begann Aung San mit britischer Hilfe einen Guerillakrieg gegen die Japaner. 1947 hat er den Briten die Unabhängigkeit entwunden. Aung San, Vater der heutigen Ikone Burmas, der Friedensnobelpreisgewinnerin Aung San Suu Kyi, wurde bei einer Kabinettsitzung erschossen. Er gilt als Nationalheld und Staatsgründer. Dies ist aber auch der einzige Konsens, der zwischen den seit 1962 diktierenden Militärs, der demokratischen Opposition und den vielen Minoritäten des Landes aufzufinden ist.

Die Kampfkraft der burmesischen Armee (Tatmadaw) wird durch die bewaffneten Truppen der Minderheiten eingeschränkt. Die mit den Thais verwandten Shan, die meist christlichen Karen, die Kachin (Kareni) und die Mon kämpfen alle für einen eigenen Staat oder für mehr Unabhängigkeit. Dem Regime in Rangun gelang es, Teile des „Roten Wa“ (Wa State Army USWA) von der chinesischen Grenze nach Süden umzusiedeln und als Speerspitzen gegen andere Volksgruppen einzusetzen. Als Gegenleistung wurde den Wa die Herstellung von Opium und die Produktion von Amphetaminen erlaubt, die sie nach Thailand und weiter nach Europa und in die USA schleusen. Armeechef Ne Win ("Glänzende Sonne" - 1911-2002) hatte 1962 (Amtszeit 1962-1981) in einem Putsch die Macht an sich gerissen und eine vorsichtige Demokratisierung beendet. Seine „Sozialistische Programmpartei“ ging mit Unterstützung Chinas auf kommunistischen Kurs.

Ne Win aber traute weniger Karl Marx als der Zahl „9“. Er war Nummerologe, da ihm ein Magier versichert hatte, er sei der neunte, illegitime Sprössling der historischen Alaungpaya-Dynastie. Daher wurde die Zahl 9 zum Programm der Programmpartei. Der 9.9. wurde ein Staatsfeiertag. Ne Win suchte Burma entlang dieser Zahl neu zu ordnen, was katastrophale Folgen hatte. Dem Schein nach trat er 1981 vom Amt des Staatschefs zurück, behielt aber als Parteichef alle Macht. Das bisherige Zehnersystem war ihm ein Dorn im Auge.

Daher zog er 1985 die Banknoten von 50 und 100 Kyat aus dem Verkehr und ersetzte sie durch 45 und 90 Kyat. 1986 war der 75. Geburtstag des obersten Nummerologen mit 75 Kyat zu feiern. Ne Win trat auf den Scheinen nie auf und überließ das Kopfbild seinem ehemaligen Mitkämpfer Aung San, wobei mythische Figuren und Fortschrittsbilder auf den Rückseiten wechselten. Höchste Note blieben 90 Kyat, doch war der Nationalheld Aung San vom Geld bald verschwunden, da seine Tochter Aung San Suu Kyi mit der Opposition gegen New Win begonnen hatte. Daher wurde der historische Bauernrebelle Seya San auf die höchste Note, der Neunziger, abgebildet. Aber Ne Win war auch Anhänger der "Schwarzen Magie" wie auch General Than Shwe und hielt sich verschiedene Voodoo-Meister.

Ne Win baute sich einen Palast, in dem alle Maße durch die Zahl 9 bestimmt waren. Als er bezichtigt wurde, kommunistischen Linkskurs zu steuern, befahl er per Dekret einen Fahrbahnwechsel auf die rechte Straßenseite. Da nur wenige Burmesen ein Auto hatten, hielt sich der Schaden in Grenzen.

Ne Win liess sich über seinen Geburtsort fliegen und wies den Piloten an, 9 Mal über der Stadt zu kreisen, während er in der Kabine auf einem Schaukelpferd sass und die neuen Noten abwerfen liess! Wie von seiner Astrologin verheissen mussten die neuen Noten durch 9 teilbar sein. Ne Win trat 1981 als Staatschef zurück, behielt aber als Parteichef die Fäden in der Hand. Dies auch, um seine Tochter Sanda als Nachfolgerin aufzubauen. Am 8.8.1988 begannen Studentenunruhen gegen Programmparteichef Ne Win und die herrschende „9“. Für Ne Win war alles klar: Die 8 rebelliert gegen die 9.

Das konnte Ne Win nicht dulden. Er liess die Unruhen blutig niederschlagen. Es soll über 3000 Tote gegeben haben. Im Gegenzug ließ der abergläubige Diktator am 9.9.1988 (dreimal 9 gegen zweimal 8) die Militärjunta mit dem Akronym SLORC gründen. Später wurde diese in SPDC unbenannt, was soviel heisst wie "State Peace and Development Council" oder

"Staatsrat für Frieden und Entwicklung".

Für den 27.5.1990 (2 plus 7 sind 9 samt zweimal 9 in der Jahreszahl) wurden allgemeine Wahlen ausgeschrieben. Fast 100 Parteien beteiligten sich am Urnengang. Die Wahlen wurden von der Demokratiebewegung unter Führung von Aung San Suu Kyi gewonnen. Die Militärs annullierten die Ergebnisse und schlugen die folgenden Demonstrationen neuerlich nieder. San Suu Kyi wurde unter Hausarrest gestellt. Aber auch Ne Win wurde langsam von jüngeren Kräften entmachtet und wegen Hochverrats zum Tode verurteilt. Diese wurde aber nicht vollzogen.

Mit dem Aufstieg des Geheimdienstchefs Khun Nhint verbanden sich viele Hoffnungen, doch auch er ist von dem „alten Kameraden“ um Than Shwe gestürzt worden. Der Name des Landes wurde 1989 in „Union von Myanmar“ geändert. Die nummerologische Währung wurde abgeschafft. Man kehrte zum Dezimalsystem zurück. Burma war ins Kreuzfeuer internationaler Kritik geraten. Aug Sans Tochter war mit 1991 dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. Sie steht seitdem unter Hausarrest und verweigert das Exil. Sie sieht ihrem Vater ähnlich. Große, von Banknoten abgenommene Kopien seines Porträts waren bei den Studentenunruhen aufgetaucht.

Die Zahl „9“ droht weiter aus dem Hintergrund. Das Militär ließ vor dem 19.9.1999 hunderte Personen verhaften, weil man am Tag der fünffachen Neun einen Aufstand befürchtete. Ne Wins Clan war langsam entmachtet worden. Sanda Win verlor ihre Posten. Die von Zahlen berauschte Familie scheiterte am 2.2.2002 mit einem Putsch. Monate danach ist Ne Win gestorben. Sein letzter Wunsch ist ihm erfüllt worden. Er hat das neunte Lebensjahrzehnt erreichen dürfen.

Die Generäle um Than Shwe, die Ne Win an der Macht nachgefolgt waren, standen zwar nicht mehr unter der Diktatur der Zahl 9, waren aber dennoch extrem abergläubisch. Ziffern und Zahlen erklären ihnen die Welt. Juntachef Than Shwe hält sich eine oberste Wahrsagerinn, die vom Volk ehrfürchtig als „ET“ bezeichnet wird. Von ET stammt die Idee, im Landesinneren eine neue Hauptstadt zu errichten. Unter enormen Kosten hat man in einer Einöde die Stadt Naypyidaw ("Königliches Land") errichtet. Der Erstbezug soll von ET mit dem 6.11.2005 festgelegt worden sein. Die Junta fühlte sich durch Zuspruch von ET vor weiteren, gefährlichen Kalendertagen sicher, wäre da nicht der 9.9.2007 (Zweimal 9 mit 2 plus 7 „ 9 in der Jahreszahl) gewesen. Es war genau der Tag, an dem sich ein paar wenige Mönche erstmals aus den Tempeln und Pagoden gewagt hatten.




Samstag, 6. Oktober 2007

FREE BURMA NOW - weltweiter Aufruf gegen die Junta

FREE BURMA NOW - weltweiter Aufruf gegen die Junta

Aktionstag gegen die Unterdrückung der Junta; Demonstrationen auf der ganzen Welt.
Jonas M. Lanter

Die Kundgebungen fanden im Rahmen des weltweiten Aktionstages gegen die Unterdrückung in Burma statt!
Amnesty International und andere Menschenrechtsorganistationen (NOG's) hatten dazu aufgerufen.

So ginen überall auf der Welt Tausende auf die Strasse um mit dem Burmesischen Volk seine Solidarität zu bekunden. Auch im benachbarten Thailand und Indien wurden gegen die Unterdrückung protestiert.

Wie der britische Premierminister Gordon Brown treffend sagte, sei dies eine Botschaft zur Unterstützung der Menschen in Burma: 'Die Welt hat und wird sie nicht vergessen'

6. Oktober 2007



Freitag, 5. Oktober 2007

Greueltaten der Junta gegenüber der Bevölkerung

1) Flüchtlinge werden über die Friendship-Bridge nach Burma deportiert und sind schweren Repressionen ausgesetzt 2005!

4) Dies ist ein Doktor der Karens und verarztet einen verwundeten Karen-Soldaten der KNLA-Befreiungsarmee inmitten des Dschungels Burmas zur Thailändischen Grenze. Dieser Arzt hat den Asiatischen Nobelpreis für seinen unermüdlichen Einsatz erhalten! Burma, 2003

3 Photo) Kindersoldat 15-jährig


4) Von der Junta zerstörtes Dorf 2004











Copyright by Jonas M. Lanter

Samstag weltweiter Aktionstag für ein freies Burma


Diesen Samstag rufen alle NGO's, Burma-Aktivisten und Dissidenten zm Tragen eines roten Kopftuches auf. Da wir in der Schweiz diese roten 'Tücher' aus Burma niergends auf die Schnelle zu kaufen wissen, schlage ich vor, einfach ein rotes Halstuch zur Unterstützung der Demokratiebewegung in Burma zu tragen.

Jonas M. Lanter, Journalist und Burma-Aktivist seit 14 Jahren.


Schweiz, Suisse, Switzerland, den 5. Oktober 2007

Donnerstag, 4. Oktober 2007

Burmas Premier Minister verstorben

Der Burmesische Premier Minister Soe Win, die Burmesische Nr. vier (4), ist nach seiner Rückkehr aus einem Singapurer Spital in Rangun verstorben.
Nr. eins (1) der Junta ist und bleibt General Than Shwe! Er ist Präsident, Ministerpräsident und erhebt auch noch den Titel des Verteidigunsministers.
Nr. zwei (2) ist Maung Aye, Stellvertretender Oberbefehlshaber der Streitkräfte und Hardliner mit besten Kontakten zu China.
Als Nr. drei (3) gilt der Neffe von General Than Shwe, THURA SHWE MAN, Chef der Yangon Division.

Jonas Lanter, Swiss

Burmas Premier Minister Thein Sein nicht verstorben

Burmesischer PM nicht verstorben

General Than Shwe - Number One

Jonas M. Lanter

Die Nummer vier (4) der Burmesischen Junta sei verstorben; so hiess es in den Meldungen aller Agenturen.

Wie soeben erfahren, bleibt der langjährige Premier Minister der Burmesischen Junta, Prime Minister und Brigadegeneral Saw Thein Sein in einem Spital in Rangun. Er kann sich noch guter Gesundheit erfreuen.

Alle Spitäler in Burma sind den Militärs und ihren Angehörigen sowie der bevölkerungsmässig grössten Gruppe, den Birmanen buddhistischer Abstammung vorbehalten.


Indogenen Völker und andere Minderheiten wie der meist christlichen Karens oder den muslimischen Rohyngas bleibt die medizinische Hilfe verwehrt.


Er gilt neben der Nr. eins (1), General Than Shwe, welcher sich anpreisst, Präsident, Ministerpräsident und Verteidigungsminister in einer Person zu sein.

Als Nr. zwei (2) gilt Maung Aye, er ist stellvertretender Oberbefehlshaber der Streitkräfte.

Als Nr. drei (3) gilt der Neffe von General Than Shwe, Thura Shwe Man. Er ist Befehlshaber der Yangon Division, der wirtschaftlich wichtigsten Region Burmas.

Die letzte Chance Burmas

Die letzte Chance Burmas

Wir Journalisten lassen das Burmesische Volk nicht alleine

Die Medien sind gefordert, dem barbarischen Treiben der weltfremden Häscher ein Ende zu bereiten

Jonas M. Lanter

Nach jahrzehntelanger Unterdrückungen, Entbehrungen, Hunger, Folterungen, Vertreibungen, Zwangsarbeit, Vergewaltigungen und Exekutionen durch die Schergen der Junta ist jetzt die letzte Chance gekommen diesem 'vergessenen', liebeswürdigem Volk zu helfen!

Zusammen mit der UNO und den NGO's sollte es möglich sein; den Internationalen Druck auf Burma so zu verstärken, dass das barbarische Regime abtreten muss.

Es wäre ja schon längst an der Zeit. Ein Systemwechsel käme in dem an Rohstoffen reichen Land auch den Minderheiten zu Gute.

Den gerade an den Grenzgebieten werden Edelsteine und ganze Teakholzwälder gerodet oder abgebaut, Erdgas- und Erdölförderungen kämen auch dem Gesundheitswesen zu Gute. Gerade in diese überlebenswichtige Institution werden aber nur gerade 0,3 % oder 3 Promille des Brutto-Inlandproduktes verwendet.

Dafür werden heute mehr als 50 % der Einnahmen durch die Junta in Kriegsgüter investiert.

Zehn teure MIG 29 Kampfjets wurden bei den Russen eingekauft. Paradoxerweise stehen diese nun am Boden – der Unterhalt ist zu teuer und gegen das eigene Volk sind sie schwer einzusetzen.

Früher war Burma der weltweit grösste Reisanbauer und Exporteur. Durch Misswirtschaft und Korruption werden die Anbauflächen der Minderheiten gerodet oder abgebrannt. Einen Teil der Ernte zieht die Junta bei den Burmesen ein; den Minderheiten werden die Güter gestohlen und deren Hütten abgebrannt.

Burmas Spitäler dürfen nur von den eigenen Leuten benützt werden; es sind eigentliche Militärhospize.

Die Minderheiten müssen sich bei Verletzungen oder Erkrankung mühsam den Weg durch den gefährlichen, vom Feinde durchsetzten Dschungel, erkämpfen.

In der Grenzregionen haben die Freiheitskämpfer der Karens (KNLA) oder der ABSDF (Burmesische Studenten, welche nun gegen die Junta kämpfen) wenige Dschungelhospize.

Wieder andere suchen den beschwerlichen Weg über den Moi-River nach dem Thailändischen Mae Sot um in die Mao-Tao Klinik von Dr. Cyntha Maung zu gelangen.

Jetzt liegt es auch an uns Berichterstattern und Journalisten. Ich sehe es in unserer moralischen Pflicht, dem Burmesischen Volk den Weg in die erwähnte Freiheit zu ebnen und zu unterstützen!

Es wird nach meiner Meinung ein sehr langer Kampf sein, bis das Volk endlich frei ist. Nachdem die Junta abgetreten ist, wird es wahrscheinlich noch Jahrzehnte Spannungen innerhalb der mehr als 30 verschiedenen Minderheiten geben, welche sich zum Teil bis heute bekriegen!

Auch die Chinesen sind nicht gern gesehene Freunde. Es gab schon etliche Übergriffe von Burmesen an Chinesen, weil diese im Nordosten das meiste besitzen.

Chinas Militär ist auch schon in Burma eingefallen, um verschiedene an Casinos verspielten Staatskarossen ihrer Parteibonzen zurückzuholen.

Mittwoch, 3. Oktober 2007

Die Schergen des Militäs bemächtigen sich gewaltätiger Krimineller als Helfer der Junta; ein Scheitern der UNO zeichnet sich ab

Die Schergen des Militäs bemächtigen sich krimineller Helfer der Junta; ein Scheitern der UNO zeichnet sich ab

Jonas M. Lanter

Diese gelten als äusserst brutal und suchen zusammen mit den Soldaten der Sondereinheiten in den Städten nach Mönchen und vermutlichen Mitgliedern der NLD (National League for Democracy) sowie nach Studenten, welche an den Demonstrationen teilnahmen.
Aus gut unterrichteten Quellen von geflohenen Dissidenten; welche nicht genannt werden wollen, wurde bekannt, dass die Junta gewalttätige Kriminelle für die Suche, Verhaftung und Folterung einsetzt.
Dies ist nicht unbekannt.
Schon früher benutzte das Regime unter General Than Shwe gerne gewaltätige Gefangene zur Bekämpfung und Niederschlagung von Aufständen sowie von Mitgliedern der NLD unter Daw Aung San Suu Kyi und Minderheiten wie der Karens oder Shans und vielen anderen.
Diese erlangten einen schrecklichen Ruf, als diese die Wagenkolonne der Friedensnobelpreis-Winnerin am Abend des 30. Mai 2003 am Ausgang des Dorfes Tabayin, auf der Straße nach Mandalay, in einen gut geplanten Hinterhalt lockten. Der Wagenkonvoi wurde beschossen. Zahlreiche Anhänger der NLD wurden ermordet.
Doch Aung San Suu Kyi kam unverletzt davon, weil ihr Fahrer so geistesgegenwärtig war, das Auto aus der Schusslinie herauszusteuern. Bei den Angreifern handelte es sich um Kriminelle, die man eigens freigelassen hatte, um sie auf die NLD-Führung anzusetzen. Angeleitet wurden sie von Mitgliedern der USDA (Union Solidarity Development Association), einer Massenorganisation, die General Than Shwe als eine Art Parteiersatz gegründet hatte, um ein Instrument zur Unterstützung des Militärregimes jederzeit einsatzbereit zu haben. Nach Überzeugung vieler Anhänger der demokratischen Kräfte bestand das Ziel der Operation genau darin, die Oppositionsführerin auszuschalten.

Das "Scheitern der internationalen Gemeinschaft" dürfe sich noch einmal wiederholen, so der ehemalige UN-Sonderberichterstatter für Burma, Paulo Sergio Pinheiro. Auch er befürchtet ein Massaker mit Tausenden von Toten. Nun ist die Staatengemeinschaft besonders gefordert.
3. Oktober 2007