Montag, 15. Dezember 2008

Burma; Hilfe dringender denn je




Martin Luther und sein Bruder -
ehemalige Anführer der Guerilla-Organisation 'God's Army'.
In den 90-ern kämpften sie erfolgreich gegen die burmesische Junta


jonas m lanter

Wo Menschenrechte missachtet, Kinder als Soldaten gedrillt, Mönche, Dissidenten und Studenten verschwinden, fehlt es an jeglicher Achtung der Menschenwürde. Überall dasselbe Leid: Zwangsarbeit, Brandstiftung, Plünderung und Schändigungen von Frauen und Mädchen werden durch regimtreue Truppen und der SPDC systematisch geführt. Vergewaltigung gilt als legitimes Mittel der Kriegsführung. Ausrottung sowie die Vertreibung von ethnischen Volksgruppen ins benachbarte Laos, Bangladesch, Indien und Thailand ist ein tägliches Übel in Burma.
Nachdem der UNO-Sondergesandte faktisch kaltgestellt wurde und die Olympischen Spiele vorbei sind, stellt sich die Frage, ob man in heutiger Wirtschaftslage überhaupt noch Druck auf China ausüben will oder kann.


Freunde kann man sich aussuchen, Nachbarn nicht

Dies sagen sich nicht nur die Chinesen, auch Indien will seine wirtschaftlichen Vorteile nicht auf ein leichtes Spiel setzen. Bereits ein Viertel des burmesischen Urwaldes wurde unwiederbringlich vernichtet. Die riesigen Flüsse; Wasserreservoir für eineinhalb Milliarden Menschen, verschmutzen zusehends. Die Artenvielfalt ist stark bedroht. Es fehlt an allen Ecken und Enden. Die Junta hat Burma, einst reichstes Land Südostasiens und grösster Reisexporteur, ins totale Chaos gestürzt. Macht, Geld, Gier und Angst dominieren dies wunderschöne Land.
Es wird ein langer, sehr steiniger Weg zu einem gemeinsamen Miteinander.
Sicherlich spielt der Junta auch die Tatsache in die Hände, dass Burma nicht mehr auf der Agenda der Weltpolitik steht. Die Sorgen der Industrienationen lassen Burmas Gräuel erblassen.


15. Dezember 2008

Kommentare:

Gerhard Hallstein hat gesagt…

Lieber Jonas,

feinfühlige und engagierte Menschen wie wir sehen manchmal so viel Schlechtes auf der Welt, dass wir das Gefühl haben - zumindest kann ich das für mich sagen -, alles verändern zu wollen und zu müssen.

Ich mache mir immer wieder klar, dass ich das Meiste und Wirkungsvollste in meiner nahen Umgebung erreichen kann und beschränke mich auch darauf. Letztendlich macht es nämlich keinen Sinn, wenn ich die Welt veränder´ und selbst zugrunde gehe.

In diesem Sinne wünsche ich Dir für Deine Aufgaben alle Energien dieser Welt und bleibe mit einem

lieben Gruß
Gerhard

Birma Journalist hat gesagt…

Lieben Dank, Gerhard

Dir wünsche ich auch viel Kraft und möchte gerne auf Deine interessanten Beiträge verweisen: Gerhards Gedankenbuch
http://tanzfreude.blogspot.com/