Freitag, 6. Juni 2008

Burma; Sohn von Top-General wegen Drogenhandels verhaftet

Sohn von General Ye Myint verhaftet

Heroin Nr. 4 wird hier hergestellt; als 'Abfallprodukt' entsteht Opium

Militärs nehmen Drogen und Kindersoldaten werden gezwungen, diese zu nehmen

Auch dieser Kindersoldat nimmt Drogen, es stillt den Hunger und macht kämpferisch

Keinen Kilometer von hier ist die grösste Yaba-Produktionsstätte der Welt

Burma; Sohn von Top-General wegen Drogenhandels verhaftet

jonas m lanter

Aung Zaw Ye Myint, Sohn des Generals Ye Myint, Oberbefehlshaber des 'Büros für Spezialoperationen', wurde letzten Samstag nach einer Militärrazzia des berüchtigten Inlandgeheimdienstes und von Sondereinheiten des Innenministeriums verhaftet.

Wie Polizeikreise verlauten liessen, soll der Sohn von General Ye Mint auch den burmesischen Filmstars Drogen verkauft haben.
Und dies in grossen Mengen und in andere Länder.

Seiner Familie gehören viele grosse Firmen wie die 'Yetagun Construction Company', die im gleichnamigen Tower beheimatet ist.
Eine bekannte Filmschauspielerin wurde ebenfalls verhaftet. "Um wessen Name es sich handelt werde später mitgeteilt" so ein Sprecher des Innenministeriums.
Von burmesischen Filmstars ist bekannt, dass diese illegale Drogen wie Ekstase, Yaba, Kokain und Heroin nehmen.

Nur 20 Kilometer nordöstlich der thailändischen Grenzstadt 'Mae Sot' befindet sich die weltgrösste 'Yaba'- Produktionsstätte auf burmesischer Seite des Staates der 'Kayin' oder der 'Karens'; eines christlich-buddhistischen indigenen Volkes.

Auch lokale Drogenfürsten wie die der 'Democratic Karen Buddhist Army'; die 'DKBA' und die neu abgespaltene Gruppe der KNU mischen kräftig mit.

Noch vor wenigen Jahren kämpften die lokalen Kriegsfürsten und Barone gegen die Juntasoldaten.
Um weiter Drogen produzieren zu können und einen 'Freipass' für den Verkauf zu erhalten, wurde auch die Seiten zur Junta des 'State Peace and Development Councils', der 'SPDC gewechselt, wie der offizielle Name der burmesischen Armee ironischerweise heisst.

Diese Produktionsstätte wie auch einer der grössten Produktionsorten von Heroin werden von den Militärs mehr als geduldet (siehe letztes Interview vom 22. Dezember 2007 mit dem verstorbenen Leader der Karens und des 'Ethnic National Councils', Saw Ba Thin Sein, welcher 22 Millionen Menschen Burmas vertretten hat. Ein Nachfolger wird noch bestimmt).

Die obersten Generäle des Landes haben seit Beginn Kenntnis davon und verdienten kräftig mit. "Wenn das Heroin 'verpulverisiert' wird, müssen sich die Menschen bei Westwind im Umkreis von 5 Kilometer mit einer Maske schützen", so Ba Thin in seinem letzten Interview.

Nach einer Bezahlung einer Kaution wurde der Sohn von General Ye Mint aus der Haft entlassen.

6. Juni 2008

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Vielen Dank. èber Burma erhare ich in Deinen Beiträgen sehr viel, was ich nur mit viel Mühe zusammentragen müsste. Ich will nach Burma reisen, sobald die Schäden behoben sind.
Was räts Du mir?

Gruss aus Berlin

Birma Journalist hat gesagt…

Was für meine Person gilt, würde ich zur Hilfe immer wieder illegal einreisen.
Ich kann Dir nur einen Rat geben: Dein Geld kommt zu 90 % den Generaelen zu Gute. Soltest Du durch einen "Touristenkorridor" geschleust werden (Reisengruppen), rate ich Dir gruendlich ab.
Sonst, würde ich auf 'eigene Faust' versuchen, den Kontakt zur Bevölkerung zu suchen. Sei dabei aber vorsichtig: Reagieren die angesprochenen Leute 'ängstlich', so ist dies ein pos. Zeichen. Pass aber auf, jeder DRITTE ist ein Spitzel. Das 'normalen' Volk BRINGST DU UNTER UMSTAENDEN IN Schwierigkeiten, daher ist Vorsicht geboten (vorab gegenüber den indigenen Völkern).
Gruss Birmaberichterstattung