Donnerstag, 8. September 2011

Eilmedlung: Schwere Kämpfe zwischen burmesischen Juntasoldaten, thailändischem Militär und Karenrebellen




Burmas Juntasoldaten beschiessen thailändische
Militärs über den Moei-Grenzfluss auf das thailändische Mae Sot



Momentan finden hier die heftigsten Gefechte auf thailändischem Gebiet statt;
gegenüber liegt das burmesische Myawaddy



Copyright by jonas m lanter: Thai / Burma-Grenze Mae Sot

Burmesische Junta zetteln schwere Kämpfe mit thailändischen Militärs und
Karen - Kämpfern an

jonas m lanter

Nach Angaben des Gouverneurs Samart Loyfah der thailändischen Tak-Provinz und des Leaders der Karen National Liberation Army 'KNLA' wurden bis jetzt bei schweren Kämpfen im thailändischen Mae Sot und im benachbarten, burmesichen Myawaddy mindestens fünf Thailänder und fünf burmesische Juntasoltaden schwer verletzt. Über die Zahl der Toten liegen noch keine Zahlen vor.

Die Zahl der Menschen, die sich über den Moei Grenzfluss nach Thailand zu flüchten wagen, wird auf 3000 geschätzt.

In der Grenzstadt Mae Sot ist momentan schweres Artelleriefeuer zu hören. Mae Sot wird weiter beschossen. Das thailändische Militär versucht, die burmesischen Juntasoldaten zurückzuschlagen.

"Ein japanischer Fotograf wurde am Sonntag im burmesischen Myawaddy unter dem Verdacht des illegalen Grenzübertrittes festgenommen", so der japanische Botschafter in Thailand. Er habe versucht über die 'Parlamentswahl' zu berichten. Ausländische Journalisten waren zu der Abstimmung nicht zugelassen.


Bürgerkrieg droht

Organisationen der ethnischen Minderheiten, die rund 40 Prozent der Bevölkerung Burmas ausmachen, hatten in den vergangenen Tagen vor einem Bürgerkrieg gewarnt (siehe Beitrag "Burmesische bewaffnete Einheiten bereiten
sich auf einen Krieg gegen burmesische Truppen vor").
Wenn die Junta unter General Than Shwe ihnen die Verfassung aufzwingt und sie ihrer Rechte beraubt werden, wird es Krieg geben.
Es waren die ersten Wahlen seit 20 Jahren. Im In- und Ausland wurde damit gerechnet, dass die von den Militärs unterstützte "Union Solidarität und Entwicklung" - 'USDP' stärkste Partei wird. Die unter Hausarrest stehende Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin Daw Aung San Suu Kyi hatte zum Boykott der Wahlen aufgerufen. Bei der Parlamentswahl 1990 hatte ihre Partei einen Erdrutschsieg erzielt, der von der Militärregierung jedoch nicht anerkannt wurde. Zur Wahl standen 494 Sitze in dem aus zwei Kammern bestehenden Parlament und 665 weitere in den 14 Regionalparlamenten. Ein Viertel der Parlamentssitze ist laut Verfassung dem Militär vorbehalten. In 3400 Ortschaften in überwiegend von ethnischen Minderheiten bewohnten Gegenden wurden die Wahlen abgesagt, so dass ungefähr eineinhalb Millionen Menschen nicht von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen konnten.

Die Gefechte haben sich in den letzten Stunden ausgeweitet. Wie Ner Dah Mya, Leader der Karen National Liberation Army 'KNLA' gegenüber Birmaberichterstattung bestätigte, sind die Kämpfe im vollen Gange. Auf ihrer Seite seien einige Tote zu beklagen. "Die genaue Zahl liege aber nicht fest, denn die Kämpfe sind im vollen Gange!"

Das thailändische Militär wird zur Zeit weiterhin von den Burmesen angegriffen und mit schweren Geschützen über den Moei-Grenzfluss hinweg beschossen.

Weitere Meldungen sind bei den Kommentaren ersichtlich!

jonas m lanter, Chief Editor Birmaberichterstattung


08. September 2011 / 0100 p.m.

Kommentare:

jonas m lanter hat gesagt…
Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.
jonas m lanter hat gesagt…

Explosionen in Rangung laut Augenzeugen

jonas m lanter hat gesagt…

Einen Tag nach den Wahlen in Birma haben sich Rebellen im Osten des Landes heftige Gefechte mit der birmanischen Armee geliefert. Bei den Kämpfen in der Stadt Myawaddy nahe der Grenze zu Thailand seien drei Zivilisten getötet und elf weitere verletzt worden, sagte ein Regierungsvertreter. Mehr als zehntausend Menschen flohen wegen der Kämpfe nach Thailand.

Bei den Rebellen handelt es sich offenbar um Angehörige der ethnischen Minderheit der Karen. Die Generalsekretärin der Nationalen Union der Karen (KNU), Zipporah Sein, bestätigte, es habe Kämpfe zwischen Soldaten und Karen-Rebellen gegeben. Berichte über Opfer auf Seiten der Armee oder der Rebellen liegen noch nicht vor.

Ethnische Minderheiten kämpfen seit sechs Jahrzehnten in einigen Teilen Birmas gegen die Regierung. Zwar haben einige der Gruppen Friedensabkommen mit der Regierung geschlossen; es gibt aber immer wieder Spannungen, Beobachtern zufolge ging die Regierung zuletzt verstärkt gegen Rebellen vor. Am Wahltag hatten rund bewaffnete 300 Rebellen in Myawaddy gegen die Wahlen protestiert.

Nach dem Beginn der Kämpfe flohen nach Angaben des Gouverneurs der thailändischen Provinz Tak, Samart Loyfah, rund 10.000 Menschen nach Thailand, die meisten von ihnen Frauen und Kinder. Die Menschen hätten mit Booten den Grenzfluss überquert, sagte Loyfah. Rund 150 Kilometer weiter südlich passierten weitere tausend Flüchtlinge die Grenze, wie ein Vertreter des thailändischen Bezirks Sangkhla Buri sagte. Auch dort war es zuvor zu Gefechten zwischen Rebellen und Soldaten gekommen. Ein Vertreter der thailändischen Armee sagte, bei den Kämpfen habe eine Rakete die thailändische Stadt Mae Sot getroffen. Dabei seien fünf Menschen verletzt worden. Thailands Regierungschef Abhisit Vejjajiva sagte den Flüchtlingen humanitäre Hilfe zu.

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen und abgeschottet von der Weltöffentlichkeit hatte Birmas Militärregierung am Sonntag erstmals seit 20 Jahren wieder Parlamentswahlen abgehalten. Dabei behinderte die Junta die Opposition massiv, erwartet wird daher ein klarer Sieg der Parteien, die der Junta nahestehen. Die unter Hausarrest stehende Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi durfte nicht kandidieren.

Die Wahlen wurden von zahlreichen westlichen Staaten heftig kritisiert. US-Präsident Barack Obama sagte, die Wahlen seien offenbar "weder frei noch fair" und erreichten nicht die international gültigen Standards. Wann die Ergebnisse der Wahl verkündet werden, ist unklar.

jonas m lanter hat gesagt…

Neu hat sich jetzt auch die DKBA; welche sich von der KNLA abgesplittet hatte, wieder mit der KNLA vereint und sie kämpfen nun gemeinsam gegen die burmesische Junta.
Alle weitere fünf (5) grosse ethnische Organisationen (darunter auch die SSA-S 28'000-Mann starke Truppe) vereinen sich nun. Wie im vorherigen Beitrag beschrieben.

Siehe http://birmaberichterstattung.blogspot.com/2010/10/burmesische-gruppeirungen-bereiten-sich.html

jonas m lanter hat gesagt…

Clash in Burma hits Mae Sot

* Published: 8/11/2010 at 12:09 PM
* Online news:

Burmese and Karen troops exchanged fire in the eastern border town of Myawaddy on Monday morning and many shots crossed into the Thai border, forcing evacuations of people in Tak's Mae Sot district.

Tak govenror Samart Loyfa said he had instructed authorities to close down the road to Burmese border and evacuate Thai residents and traders from the area immediately.

Mr Samart said many shells landed on Thailand – Burma Friendship Bridge and outside Mae Sot's immigration checkpoint.

Some Thai people were injured from stray bullets. They were sent to Mae Sot Hospital for treatment, he said.

Fifteenth Infantry Regiment commander Supachoke Thawatpeerachai said troops had been reinforced along the Thai-Burmese border.

"The Thai army will retaliate with heavy weapons if the situation is out of control and affect Thai people," Col Supachoke said.

Third Army Region commander Wanthip Wongwai said the checkpoint at Mae Sot had already been closed for awhile and the clash in Myawaddy should not affect Thailand.

"Thai soldiers have been ordered not to fire back but to monitor the situation very closely," Lt Gen Wanthip said.

Gunshots were heard continually at the border area, reports said.

Birma Journalist hat gesagt…

Die 28'000 Mann starke Shan State Army South; SSA-S, greift in die Kämpfe gegen die Junta ein.
Sie gehören zu der von fünf (5) grossen Ethnien gebildeten Allianz.

Diese schlägt zurück, sobald eines ihrer Mitglieder durch die birmanische 'SPDC' oder Staatsrat für Frieden und Entwicklung (State Peace and Development Council) angegriffen werden!

Be care
Birmaberichterstattung